Mootness of revision complaint in pharmaceutical approval case due to voluntary amendment of product designation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Administrative Court dismissed the plaintiff's complaint against the non-admission of revision, ruling that the proceedings were moot for lack of legal interest and ordering the plaintiff to bear the costs. The dispute concerned the approval of a medicinal product, where the plaintiff originally sought to extend the approval under a specific name including an International Unit dosage, which the defendant had modified to milligrams citing misleading information; however, during the appellate procedure, the defendant voluntarily altered the approval to a generic name, rendering the underlying dispute over the original dosage designation moot. The court held that the plaintiff had no legal interest under § 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO because the basis for her claim to compel a re-decision on the original application had ceased to exist, thereby rendering the appeal inadmissible.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO, § 154 Abs. 2 VwGO, § 52 Abs. 1 GKG, § 47 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 i.V.m. § 52 Abs. 1 GKG; Mootness of revision complaint in pharmaceutical approval case due to voluntary amendment of product designation: The dispute concerned the approval of a medicinal product, where the plaintiff originally sought to extend the approval under a specific name including an International Unit dosage, which the defendant had modified to milligrams citing misleading information; however, during the appellate procedure, the defendant voluntarily altered the approval to a generic name, rendering the underlying dispute over the original dosage designation moot. The court held that the plaintiff had no legal interest under § 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO because the basis for her claim to compel a re-decision on the original application had ceased to exist, thereby rendering the appeal inadmissible.
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KI-generiertProvision cited as the basis for the cost order imposing the costs of the proceedings on the plaintiff.
Provisions cited as the basis for the determination of the amount in dispute.
Volltext
Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 12. August 2009 wird verworfen.
Die Klägerin trägt die Kosten des Verfahrens.
Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf 37 500 € festgesetzt.
[GRUENDE]
1. Die Klägerin begehrte ursprünglich die Verlängerung der Zulassung für ein Arzneimittel mit der Bezeichnung „Klosterfrau Vitamin E 800 I.E.“. Die Beklagte verlängerte die Zulassung unter Änderung der Bezeichnung in „Klosterfrau Vitamin E 536 mg“ mit der Begründung, die Angabe der Vitaminmenge in Internationalen Einheiten sei irreführend. Die Klage auf Verpflichtung der Beklagten zur Neubescheidung ihres Antrags auf Zulassung des Arzneimittels unter der begehrten Bezeichnung ist in den Vorinstanzen ohne Erfolg geblieben. Gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Berufungsgerichts hat die Klägerin unter Geltendmachung einer grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache Beschwerde erhoben. Während des Beschwerdeverfahrens änderte die Beklagte auf eine entsprechende Anzeige der Klägerin hin den Zulassungsbescheid mit Bescheid vom 20. Januar 2010 hinsichtlich der Bezeichnung in „Klosterfrau Vitamin E“.
2. Die Nichtzulassungsbeschwerde der Klägerin ist mangels Rechtsschutzbedürfnis unzulässig. Die Klägerin hat ihrem im verwaltungsgerichtlichen Verfahren verfolgten Begehren - der Neubescheidung ihres ursprünglichen Zulassungsantrags - durch die Änderungsanzeige die Grundlage entzogen. Der ursprüngliche Zulassungsantrag ist, soweit es die dort beantragte Bezeichnung betrifft, dadurch gegenstandslos geworden; die Beklagte kann nicht mehr verpflichtet werden, erneut darüber zu entscheiden. Der im Hauptverfahren geführte Streit, ob die ursprünglich begehrte Bezeichnung arzneimittelrechtlich zulässig ist, hat sich erledigt. Ein Interesse im Sinne des § 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO ist nicht geltend gemacht. Damit hat sich mangels Rechtsschutzbedürfnis auch das Beschwerdeverfahren erledigt (Beschluss vom 28. August 1985 - BVerwG 8 B 128.84 - BVerwGE 72, 93 f.).
Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO; die Streitwertfestsetzung beruht auf § 47 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 i.V.m. § 52 Abs. 1 GKG.