Non-disclosure of planned crimes: applicability of in dubio pro reo when suspicion of underlying participation persists
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe BGH First Criminal Senate agreed with the Fifth Criminal Senate's legal view and explicitly overruled its own prior conflicting jurisprudence. The dispute concerned whether the principle of *in dubio pro reo* (doubt in favor of the accused) precludes a conviction for the failure to report planned crimes under § 138(1) or (2) StGB when there is a continuing suspicion that the defendant participated in the planned offense itself. The decisive legal basis established is that the existence of such doubt regarding the underlying participation does not bar a separate conviction for the non-disclosure offense, thereby rejecting the argument that the doubt extends to the inchoate crime of non-reporting.
Legislator-Regeste
KI-generiertNon-disclosure of planned crimes: applicability of in dubio pro reo when suspicion of underlying participation persists: Auch bei fortbestehendem Verdacht einer Beteiligung an einer in § 138 Abs. 1 oder 2 StGB bezeichneten Katalogtat hindert der Zweifelssatz eine Verurteilung wegen Nichtanzeige geplanter Straftaten nicht.
Schlagwörter
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KI-generiertVolltext
Strafbarkeit der Nichtanzeige geplanter Straftaten bei Verdacht der Beteiligung an geplanter Straftat
[TENOR]
Der Senat stimmt der Rechtsansicht des anfragenden 5. Strafsenats zu. Er gibt entgegenstehende eigene Rechtsprechung auf.
[GRUENDE]
Der 5. Strafsenat beabsichtigt zu entscheiden:
Auch bei fortbestehendem Verdacht einer Beteiligung an einer in § 138 Abs. 1 oder 2 StGB bezeichneten Katalogtat hindert der Zweifelssatz eine Verurteilung wegen Nichtanzeige geplanter Straftaten nicht.
Er hat daher bei den anderen Strafsenaten angefragt, ob diese an entgegenstehender Rechtsprechung festhalten.
Der 1. Strafsenat folgt der Rechtsauffassung des anfragenden Senats und gibt eigene entgegenstehende Rechtsprechung auf.
Nack Rothfuß Hebenstreit
Elf Sander