Service of Process for Protective Measures Extension Hearing
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court reviewed the final extension of protective measures under the Protection from Violence Act, where the respondent challenging the extension was not heard because service of the summons was effected via police deposit based on a general information sheet referencing the relevant statute, despite other contact details being available. The court reasoned that service by police deposit, which constitutes constructive service, requires a prior explicit demand to the excluded person to provide a domicile for service, explicitly threatening this consequence for failure to appear; merely reiterating the relevant law on an information sheet is insufficient, especially when the person is otherwise reachable, and extending protective measures without a proper hearing violates the right to be heard. Consequently, the court upheld the appeal, overturned the prior decision, and remanded the case for a new decision by the lower court, provisionally extending the protective measures until that decision is rendered.
Legislator-Regeste
AmtlichMassnahmen nach Gewaltschutzgesetz | Die Zustellung einer Vorladung mittels polizeilicher Hinterlegung im Sinn von § 4 Abs. 3 GSG setzt voraus, dass die weggewiesene Person vorgängig unter ausdrücklicher Androhung dieser Säumnisfolge zur Angabe einer Zustelladresse aufgefordert wurde. Mit Blick auf den drohenden Gehörsverlust sind an eine solche Aufforderung keine allzu geringen Anforderungen zu stellen (E. 2.4). Zumindest in Fällen, in denen die weggewiesene Person wie vorliegend aufgrund anderer Kontaktangaben ohne Suchbemühungen erreichbar ist, stellt eine blosse Wiedergabe von § 4 Abs. 3 GSG auf einem Informationsblatt keine hinreichende Grundlage dar, um bei Fehlen einer Zustelladresse ohne Weiterungen zur Zustellung mittels polizeilicher Hinterlegung zu schreiten (E. 2.5 f.). Indem die Haftrichterin die streitgegenständlichen Massnahmen definitiv verlängerte, ohne den Beschwerdeführer vorgängig angehört bzw. rechtsgültig zu einer Anhörung vorgeladen zu haben, verletzte sie dessen Anspruch auf rechtliches Gehör (E. 3). Gutheissung und Rückweisung an die Vorinstanz. Vorsorgliche Verlängerung der Schutzmassnahmen bis zum erneuten haftrichterlichen Entscheid.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court implicitly refers to this article in the context of the conditions for extending protection measures based on the absence of a proper summons.
The court implicitly refers to this article in the context of the extension of the protection measures.
Cited as the constitutional basis for the violation of the right to be heard (Anspruch auf rechtliches Gehör) in E. 3.
Cited in the list of legal norms, likely relevant for the procedural aspects leading to the annulment/remittal.
Cited in the list of legal norms, likely relevant for procedural aspects concerning summons or default.
Cited in the list of legal norms, likely relevant for the specific Cantonal Administrative Procedure Act provisions.
Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2024.00442
--- · --- · --- · --- · --- · [Standard Suche](/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm) · [Erweiterte Suche](/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm) · [Hilfe](/findinfo/help/index.htm)
[Druckansicht](/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&Parametername=WWW&Schema=ZH_VG_WEB&Source=&Aufruf=getDocument&cSprache=GER&nF30_KEY=224298&W10_KEY=13317009&nTrefferzeile=1&Template=standard/results/printviewdocument.fiw)
--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2024.00442 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 29.08.2024 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/Einzelrichter · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Übriges Verwaltungsrecht · Betreff: · Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz · Die Zustellung einer Vorladung mittels polizeilicher Hinterlegung im Sinn von § 4 Abs. 3 GSG setzt voraus, dass die weggewiesene Person vorgängig unter ausdrücklicher Androhung dieser Säumnisfolge zur Angabe einer Zustelladresse aufgefordert wurde.
Mit Blick auf den drohenden Gehörsverlust sind an eine solche Aufforderung keine allzu geringen Anforderungen zu stellen (E. 2.4). Zumindest in Fällen, in denen die weggewiesene Person wie vorliegend aufgrund anderer Kontaktangaben ohne Suchbemühungen erreichbar ist, stellt eine blosse Wiedergabe von § 4 Abs. 3 GSG auf einem Informationsblatt keine hinreichende Grundlage dar, um bei Fehlen einer Zustelladresse ohne Weiterungen zur Zustellung mittels polizeilicher Hinterlegung zu schreiten (E. 2.5 f.). Indem die Haftrichterin die streitgegenständlichen Massnahmen definitiv verlängerte, ohne den Beschwerdeführer vorgängig angehört bzw. rechtsgültig zu einer Anhörung vorgeladen zu haben, verletzte sie dessen Anspruch auf rechtliches Gehör (E. 3).
Gutheissung und Rückweisung an die Vorinstanz. Vorsorgliche Verlängerung der Schutzmassnahmen bis zum erneuten haftrichterlichen Entscheid. · --- · Stichworte: · ANHÖRUNGSPFLICHT HINTERLEGUNG INFORMATIONSBLATT RECHTLICHES GEHÖR SÄUMNIS SÄUMNISANDROHUNG SÄUMNISFOLGEN VORLADUNG VORSORGLICHE MASSNAHME WEGWEISUNG ZUSTELLFIKTION ZUSTELLUNGSDOMIZIL ZUSTELLUNGSMANGEL · Rechtsnormen: · Art. 5 Abs. IV BV Art. 4 Abs. III GSG Art. 9 Abs. I GSG § 11 Abs. II VRG Art. 23 VwVG § 147 Abs. III ZPO · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 2