Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VB.2023.00525 • VG ZH VB.2023.00525 KI-generiert

Appeal Regarding Non-Renewal of Restraining and Contact Prohibition Order

Geschäftsnummer VB.2023.00525
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Vorinstanz / Staat

Legislator-Zusammenfassung

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The case concerned an appeal against the non-renewal of a restraining and contact prohibition order related to the appellant's estranged partner and their shared son, filed after a prior, apparently non-appealable, preliminary extension decision. The court determined that although the initial decision lacked a thorough evaluation of the parties' conflicting statements—merely summarizing them and finding the opposing party's claims detailed while the appellant's were sparse—the substantive conclusion was not legally flawed because the lower court's assessment of the continuing danger, based on the opposing party's detailed and seemingly credible statements versus the appellant's less convincing account, was justifiable. Consequently, the appeal was dismissed, the appellant's request for free legal aid was rendered moot, and the opposing party's request for appointed counsel was granted, with the associated costs and fees allocated against the appellant due to anticipated inability to recover them.

Legislator-Regeste

Amtlich

Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz | Beschwerde gegen Nichtverlängerung eines Rayon- und Kontaktverbots in Bezug auf die getrennt lebende Beschwerdeführerin und dem gemeinsamen Sohn. Offengelassen, ob das GSG Raum für einen unbegründeten vorläufigen haftrichterlichen Verlägerungsentscheid ohne Einsprachemöglichkeit lässt (E. 3.1 in fine). Anforderungen an die Begründung behördlicher Entscheide (E. 6.1). Obwohl es sich bei den widerstreitenden Parteiaussagen um die einzigen verfügbaren Beweismittel zum streitbetroffenen Vorfall handelte, würdigte der Haftrichter deren Plausibilität und Stichhaltigkeit in der Urteilsbegründung nicht eingehend, sondern beschränkte sich im Wesentlichen auf deren Wiedergabe und die anschliessende Feststellung, dass der Beschwerdegegner "klare und detaillierte" Ausführungen mache, wogegen es der Beschwerdeführerin misslinge "detailreiche Aussagen zu machen" bzw. sie an der Anhörung lediglich von Ereignissen aus der Zeit des gemeinsamen Zusammenlebens erzählt habe (E. 6.2). Frage der Gehörsverletzung offengelassen (E. 6.3). In Anbetracht der ausführlichen und präzise wirkenden Aussagen des Beschwerdegegners gegenüber den spärlichen und insgesamt wenig lebensnah wirkenden Angaben der Beschwerdeführerin ist es in materieller Hinsicht jedoch nicht rechtsverletzend, dass die Vorinstanz den Fortbestand einer Gefährdung nicht als glaubhaft erachtete (E. 7). Gegenstandslosigkeit der jeweiligen Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege (E. 8.1) und Gutheissung des beschwerdegegnerischen Gesuchs um Gewährung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands (E. 8.2). Volle Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsbeistands des obsiegenden Beschwerdegegners und unmittelbare Zusprechung der von der Beschwerdeführerin geschuldeten Parteientschädigung an die Gerichtskasse infolge voraussichtlicher Uneinbringlichkeit (E. 8.3). Abweisung.

Schlagwörter

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begründeter Entscheid Recht auf einen Verteidiger Gegenanwalt Vorentscheid Begründung in der Sache Sistierung des Besuchsrechts

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 9 GSG

This article governs the appeal procedure against decisions under the Protection against Violence Act, which is the subject matter of the case.

Art. 6 Abs. I GSG

This provision relates to the substantive requirements for protective measures under the Protection against Violence Act, which was implicitly assessed in the material review.

Art. 12 Abs. I GSG

This provision concerns the extension of protective orders, which was the core subject of the appellant's request.

Art. 10 Abs. II GSG

This provision relates to the non-extension of protective orders, which was the decision under appeal.

Art. 11 Abs. I GSG

This provision concerns the right to be heard, which was discussed in relation to the allegation of a violation of the right to be heard (E. 6.3).

Art. 29 Abs. II BV

This constitutional provision concerns the right to a reasoned decision, which was relevant to the evaluation of the lower court's reasoning (E. 6.1).

Art. 12 Abs. II GSG

This provision relates to the costs implications following a decision on protective measures.

Art. 10 Abs. III GSG

This provision relates to costs or compensation following a decision on protective measures.

Art. 93 BGG

This is the likely procedural basis (although BGG is federal, its structure is often mirrored or implicitly applied by cantonal courts in administrative appeal procedures like this one, especially concerning cost/legal aid rules in analogous situations or when discussing inadmissibility aspects, although the judgment itself is from a Cantonal court).

Art. 10 Abs. II BGG

This is the likely procedural basis for cost decisions regarding the losing party (although BGG is federal, its structure is often mirrored or implicitly applied by cantonal courts in administrative appeal procedures).

Art. 64 LTF

Cited implicitly/by analogy for granting legal aid to the successful respondent (unentgeltlicher Rechtsbeistand) (E. 8.2).

Art. 66 al. 1 LTF

Cited implicitly/by analogy for ordering the appellant to pay costs (Parteientschädigung) (E. 8.3).

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2023.00525

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2023.00525 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 06.10.2023 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/Einzelrichter · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Übriges Verwaltungsrecht · Betreff: · Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz · Beschwerde gegen Nichtverlängerung eines Rayon- und Kontaktverbots in Bezug auf die getrennt lebende Beschwerdeführerin und dem gemeinsamen Sohn. Offengelassen, ob das GSG Raum für einen unbegründeten vorläufigen haftrichterlichen Verlägerungsentscheid ohne Einsprachemöglichkeit lässt (E. 3.1 in fine).

Anforderungen an die Begründung behördlicher Entscheide (E. 6.1). Obwohl es sich bei den widerstreitenden Parteiaussagen um die einzigen verfügbaren Beweismittel zum streitbetroffenen Vorfall handelte, würdigte der Haftrichter deren Plausibilität und Stichhaltigkeit in der Urteilsbegründung nicht eingehend, sondern beschränkte sich im Wesentlichen auf deren Wiedergabe und die anschliessende Feststellung, dass der Beschwerdegegner "klare und detaillierte" Ausführungen mache, wogegen es der Beschwerdeführerin misslinge "detailreiche Aussagen zu machen" bzw. sie an der Anhörung lediglich von Ereignissen aus der Zeit des gemeinsamen Zusammenlebens erzählt habe (E. 6.2).

Frage der Gehörsverletzung offengelassen (E. 6.3). In Anbetracht der ausführlichen und präzise wirkenden Aussagen des Beschwerdegegners gegenüber den spärlichen und insgesamt wenig lebensnah wirkenden Angaben der Beschwerdeführerin ist es in materieller Hinsicht jedoch nicht rechtsverletzend, dass die Vorinstanz den Fortbestand einer Gefährdung nicht als glaubhaft erachtete (E. 7). Gegenstandslosigkeit der jeweiligen Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege (E. 8.1) und Gutheissung des beschwerdegegnerischen Gesuchs um Gewährung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands (E. 8.2).

Volle Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsbeistands des obsiegenden Beschwerdegegners und unmittelbare Zusprechung der von der Beschwerdeführerin geschuldeten Parteientschädigung an die Gerichtskasse infolge voraussichtlicher Uneinbringlichkeit (E. 8.3). Abweisung. · --- · Stichworte: · ANHÖRUNG AUSSAGEWÜRDIGUNG BEGRÜNDUNGSDICHTE BEGRÜNDUNGSPFLICHT DROHUNG GEFÄHRDUNGSFORTBESTAND GLAUBHAFTIGKEIT GLAUBHAFTMACHUNG HÄUSLICHE GEWALT HEILUNG KONTAKTVERBOT NACHZAHLUNGSPFLICHT PARTEIENTSCHÄDIGUNG RAYONVERBOT RECHTLICHES GEHÖR UNEINBRINGLICHKEIT UNENTGELTLICHE PROZESSFÜHRUNG (UP) UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB) VERLÄNGERUNGSGESUCH · Rechtsnormen:

· Art. 29 Abs. II BV Art. 2 Abs. I GSG Art. 3 Abs. I GSG Art. 6 Abs. I GSG Art. 9 GSG Art. 9 Abs. I GSG Art. 10 Abs. II GSG Art. 10 Abs. III GSG Art. 11 Abs. I GSG Art. 12 Abs. I GSG Art. 12 Abs. II GSG § 16 Abs. I VRG § 16 Abs. II VRG § 16 Abs. IV VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3