Denied Residence Permit for Deported Convict
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court dismissed an appeal concerning the denial of a short-term residence permit sought by a convicted criminal who had already been definitively deported, ruling that the issuance of such a permit requires a legal basis for admission and the absence of grounds for revocation or deportation, or that the deportation must appear disproportionate. The court reasoned that because the appellant was legally deported due to repeated and serious criminality, he could not derive a right of residence from potential victim status in a separate case, and that the existing, legally binding deportation order barred any further stay, emphasizing that lifting a final deportation order falls under the jurisdiction of criminal courts, not the migration authorities, thus rendering the application for a permit manifestly hopeless and justifying the denial of legal aid.
Legislator-Regeste
AmtlichKurzaufenthaltsbewilligung | Keine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Ausübung von Opferrechten bei einem bereits des Landes verwiesenen Straftäter. Kognition des Verwaltungsgerichts (E. 2). Verfahrensgegenstand (E. 3). Die Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung setzt in positiver Hinsicht einen gesetzlich vorgesehenen Zulassungsgrund voraus, welcher eine Bewilligungserteilung rechtfertigt. In negativer Hinsicht ist die Abwesenheit eines Widerrufsgrundes bzw. einer Landesverweisung vorauszusetzen oder die Wegweisung muss zumindest unverhältnismässig oder unzumutbar erscheinen. Die Aufhebung einer rechtskräftig verhängten Landesverweisung fällt in die strafgerichtliche Zuständigkeit, während das Migrationsamt nur für Vollzugsfragen zuständig ist (E. 4.1). Anwesenheitsrechte von Opfern und Zeugen von Menschenhandel oder aufgrund des Rechts auf wirksame Beschwerde bzw. auf ein faires Verfahren (E. 4.2). Der wegen wiederholter und schwerer Straffälligkeit rechtskräftig weggewiesene bzw. des Landes verwiesene Beschwerdeführer kann aus seinen konventionsrechtlichen Rechten als (angebliches) Opfer einer Straftat kein Anwesenheitsrecht ableiten und überdies stehen die von ihm gesetzten Widerrufsgründe bzw. die ausgesprochene Landesverweisung seinem weiteren Aufenthalt entgegen (E. 4.4 ff.). Ausgangsgemässe Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen, Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit der Begehren und Rechtsmittelbelehrung (E. 5, 6 und 7). Beschwerdeabweisung, soweit darauf eingetreten wird.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the context of the appellant's criminal record which supported the decision against granting the permit.
Cited in the context of the appellant's criminal record which supported the decision against granting the permit.
Part of the legal framework considered when denying the Short-Term Residence Permit.
Part of the legal framework considered regarding grounds for refusing a permit.
Part of the legal framework considered regarding grounds for refusing a permit.
Part of the legal framework considered regarding grounds for refusing a permit.
Part of the legal framework considered regarding the residence status of the appellant.
Cited in relation to fundamental rights considerations.
Cited in relation to fundamental rights considerations (prohibition of collective expulsion/return).
Cited in relation to the right to a fair trial and effective remedy, which was addressed in the reasoning.
Cited in relation to the right to an effective remedy.
Cited as part of the legal framework governing the administrative proceedings.
Cited in relation to fundamental rights considerations.
Part of the legal framework considered in the context of victim rights.
Part of the procedural law cited regarding the general framework.
Part of the legal framework governing the Short-Term Residence Permit.
General provision regarding residence permits mentioned in the context of admission requirements.
Cited regarding the removal/deportation order.
Cited regarding the removal/deportation order.
Cited as part of the general law on foreigners.
Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2023.00018
--- · --- · --- · --- · --- · [Standard Suche](/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm) · [Erweiterte Suche](/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm) · [Hilfe](/findinfo/help/index.htm)
[Druckansicht](/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&Parametername=WWW&Schema=ZH_VG_WEB&Source=&Aufruf=getDocument&cSprache=GER&nF30_KEY=223039&W10_KEY=13317022&nTrefferzeile=1&Template=standard/results/printviewdocument.fiw)
--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2023.00018 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 22.02.2023 · Spruchkörper: · 2. Abteilung/2. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Ausländerrecht · Betreff: · Kurzaufenthaltsbewilligung · Keine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Ausübung von Opferrechten bei einem bereits des Landes verwiesenen Straftäter. Kognition des Verwaltungsgerichts (E. 2). Verfahrensgegenstand (E. 3). Die Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung setzt in positiver Hinsicht einen gesetzlich vorgesehenen Zulassungsgrund voraus, welcher eine Bewilligungserteilung rechtfertigt.
In negativer Hinsicht ist die Abwesenheit eines Widerrufsgrundes bzw. einer Landesverweisung vorauszusetzen oder die Wegweisung muss zumindest unverhältnismässig oder unzumutbar erscheinen. Die Aufhebung einer rechtskräftig verhängten Landesverweisung fällt in die strafgerichtliche Zuständigkeit, während das Migrationsamt nur für Vollzugsfragen zuständig ist (E. 4.1). Anwesenheitsrechte von Opfern und Zeugen von Menschenhandel oder aufgrund des Rechts auf wirksame Beschwerde bzw. auf ein faires Verfahren (E. 4.2). Der wegen wiederholter und schwerer Straffälligkeit rechtskräftig weggewiesene bzw. des Landes verwiesene Beschwerdeführer kann aus seinen konventionsrechtlichen Rechten als (angebliches) Opfer einer Straftat kein Anwesenheitsrecht ableiten und überdies stehen die von ihm gesetzten Widerrufsgründe bzw. die ausgesprochene Landesverweisung seinem weiteren Aufenthalt entgegen (E. 4.4 ff.).
Ausgangsgemässe Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen, Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit der Begehren und Rechtsmittelbelehrung (E. 5, 6 und 7). Beschwerdeabweisung, soweit darauf eingetreten wird. · --- · Stichworte: · AUSSCHAFFUNG FAIR TRIAL KURZAUFENTHALTSBEWILLIGUNG LANDESVERWEISUNG LÄNGERFRISTIGE FREIHEITSSTRAFE MENSCHENHANDEL ÖFFENTLICHE SICHERHEIT UND ORDNUNG OPFER OPFERSCHUTZ RECHT AUF WIRKSAME BESCHWERDE RECHTSKRÄFTIGE WEGWEISUNG STRAFFÄLLIGKEIT VERFAHRENSRECHT VERFAHRENSRECHTE · Rechtsnormen:
· Art. 17 AIG Art. 30 AIG Art. 30 Abs. I lit. e AIG Art. 32 Abs. I AIG Art. 32 Abs. II AIG Art. 62 Abs. I lit. b AIG Art. 62 Abs. I lit. c AIG Art. 62 Abs. II AIG Art. 96 AIG Art. 2 EMRK Art. 4 EMRK Art. 6 EMRK Art. 13 EMRK Art. 66d StGB Art. 182 StGB § 16 StJVG Art. 2 Abs. III UNO-Pakt II § 66 Abs. I lit. b VOG RR § 16 VRG Art. 36 VZAE · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 2