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VB.2022.00667 • VG ZH VB.2022.00667 KI-generiert

Jurisdiction for Review of Security Police Measures Constituting Deprivation of Liberty

Geschäftsnummer VB.2022.00667
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court addressed the proper jurisdictional route for reviewing the legality of security police measures, determining that subsequent orders regarding legality under specific administrative law provisions are generally appealable first to the security authority/bailiff and second to the administrative court. However, if a police measure qualifies as deprivation of liberty under constitutional provisions, jurisdiction for the first instance lies with the detention judge, and the appellate jurisdiction with the superior court. The court found that the police action in question, which included search, handcuffing, and detention, constituted a deprivation of liberty, thus the initial administrative ruling was made by a non-competent authority, resulting in the full annulment of the prior decision due to the violation of the essential procedural principle of the specific right of appeal guarantee, and the case was subsequently transferred to the properly competent district court for a new decision.

Legislator-Regeste

Amtlich

polizeiliche Massnahmen | [Instanzenzug bei Überprüfung der Rechtmässigkeit sicherheitspolizeilicher Zwangsmassnahmen.] Nachträgliche Anordnungen nach § 10c VRG betreffend die Rechtmässigkeit sicherheitspolizeilicher Zwangsmassnahmen sind in der Regel erstinstanzlich bei der Sicherheitsdirektion bzw. beim Statthalteramt und zweitinstanzlich beim Verwaltungsgericht anfechtbar (E. 2.2). Ist die zur Beurteilung stehende Massnahme jedoch als Freiheitsentzug im Sinn von Art. 31 Abs. 4 BV (und allenfalls Art. 5 Abs. 4 EMRK) zu qualifizieren, so ist hierfür erstinstanzlich der Haftrichter oder die Haftrichterin und zweitinstanzlich das Obergericht zuständig (E. 2.3). Ob eine polizeiliche Massnahme zugleich als Freiheitsentzug in diesem Sinn zu qualifizieren ist, oder nur die persönliche Freiheit und Bewegungsfreiheit der betroffenen Person nach Art. 10 Abs. 2 BV tangiert, ist unter Würdigung sämtlicher Umstände zu beurteilen, namentlich Art, Intensität und Dauer der angewendeten Zwangsmassnahmen (E. 2.6). Bejahung eines Freiheitsentzugs im vorliegenden Fall (E. 2.7 f.). Zuständigkeit des Haftrichters bzw. der Haftrichterin auch für die Beurteilung weiterer polizeilicher Verfahrenshandlungen, die im Rahmen desselben Lebenssachverhalts erfolgten (E. 2.9). Keine Nichtigkeit (E. 4) aber vollumfängliche Aufhebung der (nur teilweise angefochtenen) vorinstanzlichen Verfügung, da in der Missachtung der in Art. 31 Abs. 4 BV enthaltenen besonderen Rechtsweggarantie die Verletzung eines wesentlichen Prozessgrundsatzes zu erblicken ist (E. 5.1 f.). Überweisung an das erstinstanzlich zuständige Bezirksgericht (E. 5.3).

Schlagwörter

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Haftprüfung Recht auf Freiheit und Sicherheit Verfassungsgerichtsbarkeit sichernde Massnahmen Aberkennung von Rechten Verletzung von Verfahrensrechten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 31 Abs. IV BV

Cited in the context of fully overturning the prior decision due to the violation of the special right of appeal guarantee contained in this article, which concerns deprivation of liberty.

Art. 5 Abs. IV EMRK

Cited in the context of qualifying the measure as deprivation of liberty, which mandates a specific competent court (Haftrichter).

Art. 10 Abs. II BV

Cited to distinguish between touching personal and freedom of movement and an actual deprivation of liberty.

Art. 33 Abs. I GOG

A procedural norm cited concerning the competence of the reviewing court (Obergericht) when a measure qualifies as deprivation of liberty.

Art. 51 Abs. I GOG

A procedural norm cited concerning the competence of the reviewing court (Verwaltungsgericht) for review of general security police measures.

Art./§ 21 Abs. III POLG

Cited as part of the legal framework governing the security police measures under review.

Art./§ 27 POLG

Cited as part of the legal framework governing the security police measures under review.

§ 396 StPO

Cited as part of the legal framework relevant to the procedure.

§ 19 Abs. I lit. a VRG

Cited in the context of the general competence structure for reviewing subsequent orders regarding security police measures.

§ 41 Abs. I VRG

Cited in the context of the general competence structure for reviewing subsequent orders regarding security police measures.

§ 63 Abs. II VRG

Cited in the context of the general competence structure for reviewing subsequent orders regarding security police measures.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2022.00667

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2022.00667 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 24.08.2023 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/3. Kammer · Weiterzug: · Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 13.05.2024 abgewiesen. · Rechtsgebiet: · Übriges Verwaltungsrecht · Betreff: · polizeiliche Massnahmen · [Instanzenzug bei Überprüfung der Rechtmässigkeit sicherheitspolizeilicher Zwangsmassnahmen.] Nachträgliche Anordnungen nach § 10c VRG betreffend die Rechtmässigkeit sicherheitspolizeilicher Zwangsmassnahmen sind in der Regel erstinstanzlich bei der Sicherheitsdirektion bzw. beim Statthalteramt und zweitinstanzlich beim Verwaltungsgericht anfechtbar (E. 2.2).

Ist die zur Beurteilung stehende Massnahme jedoch als Freiheitsentzug im Sinn von Art. 31 Abs. 4 BV (und allenfalls Art. 5 Abs. 4 EMRK) zu qualifizieren, so ist hierfür erstinstanzlich der Haftrichter oder die Haftrichterin und zweitinstanzlich das Obergericht zuständig (E. 2.3). Ob eine polizeiliche Massnahme zugleich als Freiheitsentzug in diesem Sinn zu qualifizieren ist, oder nur die persönliche Freiheit und Bewegungsfreiheit der betroffenen Person nach Art. 10 Abs. 2 BV tangiert, ist unter Würdigung sämtlicher Umstände zu beurteilen, namentlich Art, Intensität und Dauer der angewendeten Zwangsmassnahmen (E. 2.6).

Bejahung eines Freiheitsentzugs im vorliegenden Fall (E. 2.7 f.). Zuständigkeit des Haftrichters bzw. der Haftrichterin auch für die Beurteilung weiterer polizeilicher Verfahrenshandlungen, die im Rahmen desselben Lebenssachverhalts erfolgten (E. 2.9). Keine Nichtigkeit (E.

4) aber vollumfängliche Aufhebung der (nur teilweise angefochtenen) vorinstanzlichen Verfügung, da in der Missachtung der in Art. 31 Abs. 4 BV enthaltenen besonderen Rechtsweggarantie die Verletzung eines wesentlichen Prozessgrundsatzes zu erblicken ist (E. 5.1 f.). Überweisung an das erstinstanzlich zuständige Bezirksgericht (E. 5.3). · --- · Stichworte: · DURCHSUCHUNG FESSELUNG FESTHALTUNG FESTSTELLUNGSBEGEHREN FREIHEITSBESCHRÄNKUNG FREIHEITSENTZUG HAFTRICHTER KOORDINATIONSBEDARF NICHTIGKEIT OBERGERICHT PERSONENKONTROLLE POLIZEILICHE FESTHALTUNG POLIZEILICHER GEWAHRSAM REFORMATIO IN PEIUS SACHURTEILSVORAUSSETZUNG ÜBERWEISUNG UNZUSTÄNDIGE INSTANZ VERHAFTUNG WEGWEISUNG ZUSTÄNDIGKEIT · Rechtsnormen: · Art. 10 Abs. II BV Art. 31 Abs. IV BV Art. 5 Abs. IV EMRK Art. 33 Abs. I GOG Art. 51 Abs. I GOG Art./§ 21 Abs. III POLG Art./§ 27 POLG § 396 StPO § 19 Abs. I lit. a VRG § 41 Abs. I VRG § 63 Abs. II VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 2