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VB.2022.00425 • VG ZH VB.2022.00425 KI-generiert

Appeal for Return of Seized Firearms Granted Despite Initial Concerns

Geschäftsnummer VB.2022.00425
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)
Kostenauflage zulasten Vorinstanz / Staat

Legislator-Zusammenfassung

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Following a house search prompted by the individual's conspicuous public behavior, military items, including four firearms and 1,000 rounds of ammunition, were seized; despite a psychiatric evaluation finding no medical reason against the return of the weapons, the initial authority and subsequent security directorate upheld the confiscation based on a holistic assessment that could not rule out misuse. The court ruled that, given the uncontested expert opinion showing no derivable risk of self or third-party harm based on the individual's mental state, and the lack of threatening behavior, improper storage, or the mere possession of legally acquired ammunition being insufficient grounds for seizure, the prerequisites for confiscation were not met, leading to the successful appeal and an order for the return of the seized items, with the expert costs imposed on the initial authority.

Legislator-Regeste

Amtlich

Waffeneinziehung | Nach auffälligem Verhalten des Beschwerdeführers in der Öffentlichkeit wurden anlässlich einer Hausdurchsuchung in dessen gesamten Wohnung militärische Gegenstände vorgefunden. Sichergestellt wurden unter anderem vier Schusswaffen sowie 1'000 Schuss dazugehörige Munition. Das eingeholte psychiatrisches Gutachten kam zum Schluss, es spreche aus medizinisch-psychiatrischer Sicht nichts gegen die Rückgabe der Waffen an den Beschwerdeführer. Das Statthalteramt zog die sichergestellten Waffen einschliesslich Munition trotzdem ein. Die Sicherheitsdirektion bestätigte diesen Entscheid mit der Begründung, im Rahmen einer Gesamtbetrachtung könne eine missbräuchliche Verwendung nicht ausgeschlossen werden. Ausführungen zum Beweiswert von Sachverständigengutachten (E. 2.5). Nachdem auf das Gutachten in medizinischer Hinsicht unbestrittenermassen abgestellt werden kann, lässt sich aus dem psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers keine relevante Selbst- oder Drittgefährdung unter Verwendung einer Waffe ableiten (E. 4.1-3). Diese lässt sich im konkreten Fall auch nicht aus der behördlicherseits erstmalig beanstandeten ungenügenden Aufbewahrung oder aus dem Besitz von 1'000 Schuss Munition - zu deren Erwerb der Beschwerdeführer berechtigt war - ableiten (E. 4.4). Ins Gewicht fällt schliesslich, dass der Beschwerdeführer bisher mit keinerlei drohendem Verhalten aufgefallen ist (E. 4.5). Nach dieser vertieften Prüfung sind die Voraussetzungen für eine Beschlagnahme zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht (mehr) erfüllt; die Einziehung erweist sich demzufolge als rechtsverletzend (E. 4.6). Gutheissung der Beschwerde unter Herausgabe der sichergestellten Waffen samt Munition. Auferlegung der Gutachterkosten an das Statthalteramt.

Schlagwörter

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unbefugter Waffenbesitz Reihenfolge der Pfändung Durchsuchung beschlagnahmte Vermögenswerte Hausdurchsuchung psychiatrisches Gutachten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 31 Abs. I lit. b WG

This provision was likely the basis for the initial seizure/confiscation by the authorities, which the court found to be unlawful under the current circumstances, leading to the allowance of the appeal.

Art. 31 Abs. III WG

This provision was likely cited in relation to the legal framework governing the confiscation or retention of weapons, and its application was overturned.

Art. 8 Abs. II lit. c WG

This provision was likely cited regarding the specific legal grounds for retaining or confiscating weapons, which the court found not met.

§ 7 Abs. I VRG

This provision was likely the basis for the procedural decision regarding the granting of the appeal or related costs/decisions.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2022.00425

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2022.00425 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 03.10.2024 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/3. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Übriges Verwaltungsrecht · Betreff: · Waffeneinziehung · Nach auffälligem Verhalten des Beschwerdeführers in der Öffentlichkeit wurden anlässlich einer Hausdurchsuchung in dessen gesamten Wohnung militärische Gegenstände vorgefunden. Sichergestellt wurden unter anderem vier Schusswaffen sowie 1'000 Schuss dazugehörige Munition.

Das eingeholte psychiatrisches Gutachten kam zum Schluss, es spreche aus medizinisch-psychiatrischer Sicht nichts gegen die Rückgabe der Waffen an den Beschwerdeführer. Das Statthalteramt zog die sichergestellten Waffen einschliesslich Munition trotzdem ein. Die Sicherheitsdirektion bestätigte diesen Entscheid mit der Begründung, im Rahmen einer Gesamtbetrachtung könne eine missbräuchliche Verwendung nicht ausgeschlossen werden. Ausführungen zum Beweiswert von Sachverständigengutachten (E. 2.5). Nachdem auf das Gutachten in medizinischer Hinsicht unbestrittenermassen abgestellt werden kann, lässt sich aus dem psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers keine relevante Selbst- oder Drittgefährdung unter Verwendung einer Waffe ableiten (E. 4.1-3).

Diese lässt sich im konkreten Fall auch nicht aus der behördlicherseits erstmalig beanstandeten ungenügenden Aufbewahrung oder aus dem Besitz von 1'000 Schuss Munition - zu deren Erwerb der Beschwerdeführer berechtigt war - ableiten (E. 4.4). Ins Gewicht fällt schliesslich, dass der Beschwerdeführer bisher mit keinerlei drohendem Verhalten aufgefallen ist (E. 4.5). Nach dieser vertieften Prüfung sind die Voraussetzungen für eine Beschlagnahme zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht (mehr) erfüllt; die Einziehung erweist sich demzufolge als rechtsverletzend (E. 4.6).

Gutheissung der Beschwerde unter Herausgabe der sichergestellten Waffen samt Munition. Auferlegung der Gutachterkosten an das Statthalteramt. · --- · Stichworte: · DEPRESSION DRITTGEFÄHRDUNG GUTACHTEN SELBSTGEFÄHRDUNG SICHERHEITSMASSNAHMEN ÜBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT WAFFENAUFBEWAHRUNG WAFFENBESCHLAGNAHME WAFFENEINZIEHUNG · Rechtsnormen: · § 7 Abs. I VRG Art. 8 Abs. II lit. c WG Art. 31 Abs. I lit. b WG Art. 31 Abs. III WG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3