Appeal on Residence Permit Refusal for Non-Gainfully Employed Foster Child Granted Based on Post-Judgment Changes
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe administrative court reviewed an appeal concerning the refusal to grant a residence permit for a non-gainfully employed foster child with EU citizenship seeking to join a Swiss or third-country national relative under free movement law. The court granted the appeal, finding that the conditions under Article 24 Annex I of the Free Movement Agreement and Article 6 of the Ordinance on Residence Permits were ultimately met after subsequent changes occurred during the judicial proceedings, specifically securing adequate housing, ending reliance on social assistance, and waiving the request for a second foster child due to insufficient means. Because the successful outcome was solely due to these later developments ("noven"), the court limited the award of party compensation only to the administrative court proceedings, leaving the prior instance's cost and compensation rulings undisturbed.
Legislator-Regeste
AmtlichErteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA | Nachzug eines Pflegekinds mit EU-Staatsbürgerschaft / Nebenfolgen bei Obsiegen aufgrund von Noven. Kognition und Novenrecht (E. 1). Nachzugsvoraussetzungen beim Nachzug von nicht erwerbstätigen Pflegekindern mit EU-Staatsangehörigkeit durch Schweizer oder Drittstaatsangehörige: Vorliegend sind sowohl die Voraussetzungen von Art. 24 Anhang I FZA als auch die von Art. 6 PAVO erfüllt und es kann offenbleiben, ob dem nachzuziehenden Pflegekind auch eine Rückkehr in sein Herkunfts- bzw. Heimatland zumutbar wäre bzw. dort Betreuungsalternativen bestehen (E. 2). Der begehrte freizügigkeitsrechtliche Nachzug des Pflegekindes wurde erst im verwaltungsgerichtlichen Verfahren bewilligungsfähig, nachdem eine bedarfsgerechte Wohnung gefunden wurde, sich die Familie von der Sozialhilfe lösen konnte und auf den Nachzug eines weiteren Pflegekindes verzichtet wurde, wofür die finanziellen Mittel nicht ausgereicht hätten. Da die Beschwerdeführerinnen deshalb nur aufgrund nachträglich eingetretener Noven obsiegen, sind die vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen nicht neu zu regeln und ist lediglich für das verwaltungsgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung zuzusprechen (E. 3). Gutheissung der Beschwerde.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court found that the conditions under this article regarding the right of entry for a dependent person were met.
The court found that the conditions under this article regarding the requirements for the residence of a non-gainfully employed foster child were met.
This provision was cited to support the analysis of the right of entry and residence based on the Free Movement of Persons Agreement (FZA).
Cited in relation to the residency requirements, though the primary basis seems to be Art. 6 PAVO.
This procedural article was likely used as the basis for deciding on the allocation of legal costs/attorney's fees for the administrative court proceedings due to the change in circumstances (Noven).
Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2022.00288
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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2022.00288 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 19.10.2022 · Spruchkörper: · 2. Abteilung/2. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Ausländerrecht · Betreff: · Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA · Nachzug eines Pflegekinds mit EU-Staatsbürgerschaft / Nebenfolgen bei Obsiegen aufgrund von Noven. Kognition und Novenrecht (E. 1). Nachzugsvoraussetzungen beim Nachzug von nicht erwerbstätigen Pflegekindern mit EU-Staatsangehörigkeit durch Schweizer oder Drittstaatsangehörige:
Vorliegend sind sowohl die Voraussetzungen von Art. 24 Anhang I FZA als auch die von Art. 6 PAVO erfüllt und es kann offenbleiben, ob dem nachzuziehenden Pflegekind auch eine Rückkehr in sein Herkunfts- bzw. Heimatland zumutbar wäre bzw. dort Betreuungsalternativen bestehen (E. 2). Der begehrte freizügigkeitsrechtliche Nachzug des Pflegekindes wurde erst im verwaltungsgerichtlichen Verfahren bewilligungsfähig, nachdem eine bedarfsgerechte Wohnung gefunden wurde, sich die Familie von der Sozialhilfe lösen konnte und auf den Nachzug eines weiteren Pflegekindes verzichtet wurde, wofür die finanziellen Mittel nicht ausgereicht hätten.
Da die Beschwerdeführerinnen deshalb nur aufgrund nachträglich eingetretener Noven obsiegen, sind die vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen nicht neu zu regeln und ist lediglich für das verwaltungsgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung zuzusprechen (E. 3). Gutheissung der Beschwerde. · --- · Stichworte: · ANGEMESSENE WOHNUNG BEDARFSGERECHTE WOHNUNG DOMINIKANISCHE REPUBLIK ERWERBSLOSE WOHNSITZNAHME ERWERBSLOSER AUFENTHALT EU-BÜRGER/-IN EXISTENZMINIMUM EXISTENZMINIMUMBERECHNUNG FAMILIENNACHZUG FRANKREICH PFLEGEKIND PFLEGEKINDER SKOS SKOS-RICHTLINIEN · Rechtsnormen:
· Art. 2 Abs. II AIG Art. 30 Abs. I lit. c AIG Art. 3 Abs. I Anhang I FZA Art. 24 Abs. I lit. a Anhang I FZA Art. 6 PAVO Art. 8 Abs. IV PAVO Art. 16 Abs. I VFP § 16 VRG § 20a Abs. II VRG § 52 VRG Art. 33 VZAE · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3