Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VB.2022.00278 • VG ZH VB.2022.00278 KI-generiert

Refugee's Cantonal Change for Family Reunification Upheld Despite Unemployment

Geschäftsnummer VB.2022.00278
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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A recognized refugee holding a residence permit sought a cantonal change to join her husband and the father of her young child, who was under a temporary admission status; the court reasoned that although the rules for cantonal changes apply generally and social assistance receipt does not preclude such a move for a refugee, the applicant lacked an entitlement under the relevant alien law because she was not employed. However, the court ultimately ruled in favor of the applicant because the right to family life under the European Convention on Human Rights outweighed the minor public interest in equitable distribution of the foreign population, given the enduring nature of the family separation and the fact that her social assistance could not be held against her as a refugee.

Legislator-Regeste

Amtlich

Aufenthaltsbewilligung (Kantonswechsel) | [Die Beschwerdeführerin ist anerkannter Flüchtling und verfügt über eine Aufenthaltsbewilligung. Sie ersuchte um Kantonswechsel, um zu ihrem Ehemann bzw. dem Vater ihres knapp zweijährigen Kinds zu ziehen.] Der Kantonswechsel anerkannter Flüchtlinge mit Aufenthaltsbewilligung richtet sich nach der für alle Personen mit Aufenthaltsbewilligung geltenden Bestimmung. Die Flüchtlingskonvention garantiert keine weitergehende Niederlassungsfreiheit (E. 2). Sozialhilfebezug stellt bei Flüchtlingen keinen Widerrufsgrund dar und steht daher auch einem Kantonswechsel nicht entgegen. Gestützt auf das AIG kommt der Beschwerdeführerin dennoch kein Anspruch auf Kantonswechsel zu, weil sie nicht erwerbstätig ist (E. 3). Da die Beendigung der vorläufigen Aufnahme ihres Ehemanns nicht absehbar ist, kann sich die Beschwerdeführerin auf das Recht auf Familienleben berufen. Der Sozialhilfebezug der Beschwerdeführerin darf ihr als Flüchtling nicht zum Vorwurf gemacht werden. Das öffentliche Interesse, die ausländische Wohnbevölkerung und die finanzielle Belastung angemessen auf die Kantone zu verteilen, ist wenig bedeutsam. Das Interesse der Beschwerdeführerin, ihr Familienleben uneingeschränkt führen zu können, überwiegt (E. 4). Gegenstandslosigkeit UP. Gutheissung.

Schlagwörter

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Familiennachzug für Flüchtlinge Aufenthaltswechsel Aufenthaltsbewilligung familienrechtliche Verhältnisse Fremdes Recht europäischer Rechtsstatus

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 37 Abs. 2 AIG
This article is cited in the section detailing the legal provisions relevant to the case, which leads to the substantive ruling.
Art. 37 Abs. 3 AIG
This article is cited in the section detailing the legal provisions relevant to the case, which leads to the substantive ruling.
Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG
This article is cited in the section detailing the legal provisions relevant to the case, which leads to the substantive ruling.
Art. 8 EMRK
This article concerning the right to family life is cited in the section detailing the legal provisions relevant to the case, which leads to the substantive ruling.
Art. 6 FK
This article from the Refugee Convention is cited in the section detailing the legal provisions relevant to the case, which leads to the substantive ruling.
Art. 23 FK
This article from the Refugee Convention is cited in the section detailing the legal provisions relevant to the case, which leads to the substantive ruling.
Art. 26 FK
This article from the Refugee Convention is cited in the section detailing the legal provisions relevant to the case, which leads to the substantive ruling.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 37 Abs. 2 AIG

This article is cited in the section detailing the legal provisions relevant to the case, which leads to the substantive ruling.

Art. 37 Abs. 3 AIG

This article is cited in the section detailing the legal provisions relevant to the case, which leads to the substantive ruling.

Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG

This article is cited in the section detailing the legal provisions relevant to the case, which leads to the substantive ruling.

Art. 8 EMRK

This article concerning the right to family life is cited in the section detailing the legal provisions relevant to the case, which leads to the substantive ruling.

Art. 6 FK

This article from the Refugee Convention is cited in the section detailing the legal provisions relevant to the case, which leads to the substantive ruling.

Art. 23 FK

This article from the Refugee Convention is cited in the section detailing the legal provisions relevant to the case, which leads to the substantive ruling.

Art. 26 FK

This article from the Refugee Convention is cited in the section detailing the legal provisions relevant to the case, which leads to the substantive ruling.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2022.00278

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2022.00278 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 29.09.2022 · Spruchkörper: · 4. Abteilung/4. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Ausländerrecht · Betreff: · Aufenthaltsbewilligung (Kantonswechsel) · [Die Beschwerdeführerin ist anerkannter Flüchtling und verfügt über eine Aufenthaltsbewilligung. Sie ersuchte um Kantonswechsel, um zu ihrem Ehemann bzw. dem Vater ihres knapp zweijährigen Kinds zu ziehen.] Der Kantonswechsel anerkannter Flüchtlinge mit Aufenthaltsbewilligung richtet sich nach der für alle Personen mit Aufenthaltsbewilligung geltenden Bestimmung.

Die Flüchtlingskonvention garantiert keine weitergehende Niederlassungsfreiheit (E. 2). Sozialhilfebezug stellt bei Flüchtlingen keinen Widerrufsgrund dar und steht daher auch einem Kantonswechsel nicht entgegen. Gestützt auf das AIG kommt der Beschwerdeführerin dennoch kein Anspruch auf Kantonswechsel zu, weil sie nicht erwerbstätig ist (E. 3). Da die Beendigung der vorläufigen Aufnahme ihres Ehemanns nicht absehbar ist, kann sich die Beschwerdeführerin auf das Recht auf Familienleben berufen. Der Sozialhilfebezug der Beschwerdeführerin darf ihr als Flüchtling nicht zum Vorwurf gemacht werden.

Das öffentliche Interesse, die ausländische Wohnbevölkerung und die finanzielle Belastung angemessen auf die Kantone zu verteilen, ist wenig bedeutsam. Das Interesse der Beschwerdeführerin, ihr Familienleben uneingeschränkt führen zu können, überwiegt (E. 4). Gegenstandslosigkeit UP. Gutheissung. · --- · Stichworte: · FAMILIENLEBEN FLÜCHTLING FLÜCHTLINGSKONVENTION GEFESTIGTES AUFENTHALTSRECHT KANTONSWECHSEL SOZIALHILFEBEZUG · Rechtsnormen: · Art. 37 Abs. 2 AIG Art. 37 Abs. 3 AIG Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG Art. 8 EMRK Art. 6 FK Art. 23 FK Art. 26 FK · Publikationen:

· - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 1