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VB.2021.00801 • VG ZH VB.2021.00801 KI-generiert

Appeal Dismissed Due to Loss of Legitimate Interest Despite Proven Administrative Delay

Geschäftsnummer VB.2021.00801
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The court addressed a complaint concerning the denial and delay of social assistance, finding that the lower authority significantly exceeded the 60-day processing period without justification, thus establishing a violation of the prohibition against undue delay. However, because the complainant subsequently received social insurance benefits exceeding their subsistence level, any retroactive social assistance award would result in a repayment claim, meaning the complainant lacked a present practical interest in the outcome of the appeal concerning the assistance itself. Therefore, while the court partially granted relief by affirming the delay, it dismissed the substantive appeal because the requirement of a legitimate interest in legal protection for challenging the allegedly denied decision was absent, meaning a formal finding of a denial of justice could not be made.

Legislator-Regeste

Amtlich

Sozialhilfe | Sozialhilfe und Rechtsverweigerung. Die Vorinstanz überschritt die 60-tägige Behandlungsfrist deutlich und ohne Anzeige von Gründen, weshalb eine Verletzung des Rechtsverzögerungsverbots festzustellen ist (E. 3). Da der Beschwerdeführer nachträglich ausgerichtete Sozialversicherungsleistungen erhielt, welche seinen sozialhilferechtlichen Lebensbedarf übersteigen, hätte dies bei gleichzeitig ausgerichteter Sozialhilfe eine Rückerstattungsforderung zur Folge gehabt. Deshalb fehlt es am praktischen Nutzen des Beschwerdeführers; auch eine Gutheissung der Beschwerde hätte keine nachträgliche Auszahlung von Sozialhilfe zur Folge. Damit hätte die Vorinstanz mangels Rechtsschutzinteresse nicht auf den Rekurs einzutreten gehabt (E. 5). Eine Rechtsverweigerung ist nur festzustellen, wenn die verweigerte oder verzögerte Verfügung grundsätzlich selbst anfechtbar wäre. Da es vorliegend an der Prozessvoraussetzung des Rechtsschutzinteresses an einer Anfechtung der als verweigert gerügten Anordnung fehlen würde, fehlt es gleichsam an der Voraussetzung der anfechtbaren Anordnung, weshalb die Rechtsverweigerung nicht festzustellen ist. Teilweise Gewährung UP. Abweisung und Feststellung einer Rechtsverzögerung.

Schlagwörter

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Anspruch auf rechtliches Gehör Wegfall des Rechtsschutzinteresses Verwaltungsbeschwerde Sozialhilfeleistung erworbener Anspruch Rechtsverzögerung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 29 Abs. I BV

This provision is cited in the section detailing the application of rights concerning the right to be heard, which forms the basis for the overall decision regarding the alleged legal delay.

Art. 29 Abs. II BV

This provision is cited in the section detailing the application of rights concerning the right to be heard, which forms the basis for the overall decision regarding the alleged legal delay.

Art. 6 Abs. I EMRK

This provision is cited in the section detailing the application of rights concerning the right to be heard, which forms the basis for the overall decision regarding the alleged legal delay.

§ 27 Abs. I lit. a SHG

This provision is cited in the section detailing the application of rights, relating to the social assistance aspects of the case.

§ 4a VRG

This provision is cited in the section detailing the application of procedural rights, specifically regarding the lack of practical utility/legal interest to sue.

§ 27c VRG

This provision is cited in the section detailing the application of procedural rights, relating to the complaint about a denial of justice (Rechtsverweigerung).

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2021.00801

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2021.00801 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 19.05.2022 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/Einzelrichter · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Fürsorgerecht · Betreff: · Sozialhilfe · Sozialhilfe und Rechtsverweigerung. Die Vorinstanz überschritt die 60-tägige Behandlungsfrist deutlich und ohne Anzeige von Gründen, weshalb eine Verletzung des Rechtsverzögerungsverbots festzustellen ist (E. 3). Da der Beschwerdeführer nachträglich ausgerichtete Sozialversicherungsleistungen erhielt, welche seinen sozialhilferechtlichen Lebensbedarf übersteigen, hätte dies bei gleichzeitig ausgerichteter Sozialhilfe eine Rückerstattungsforderung zur Folge gehabt.

Deshalb fehlt es am praktischen Nutzen des Beschwerdeführers; auch eine Gutheissung der Beschwerde hätte keine nachträgliche Auszahlung von Sozialhilfe zur Folge. Damit hätte die Vorinstanz mangels Rechtsschutzinteresse nicht auf den Rekurs einzutreten gehabt (E. 5). Eine Rechtsverweigerung ist nur festzustellen, wenn die verweigerte oder verzögerte Verfügung grundsätzlich selbst anfechtbar wäre. Da es vorliegend an der Prozessvoraussetzung des Rechtsschutzinteresses an einer Anfechtung der als verweigert gerügten Anordnung fehlen würde, fehlt es gleichsam an der Voraussetzung der anfechtbaren Anordnung, weshalb die Rechtsverweigerung nicht festzustellen ist.

Teilweise Gewährung UP. Abweisung und Feststellung einer Rechtsverzögerung. · --- · Stichworte: · AKTENEINSICHT AKTENEINSICHTSRECHT AKTUELLES RECHTSSCHUTZINTERESSE ANFECHTBARKEIT EXISTENZMINIMUM INTERNE AKTEN PRAKTISCHER NUTZEN RECHTLICHES GEHÖR RECHTSSCHUTZINTERESSE RECHTSVERWEIGERUNG RECHTSVERWEIGERUNGSBESCHWERDE RECHTSVERZÖGERUNG RECHTSVERZÖGERUNGSVERBOT SCHUTZWÜRDIGES INTERESSE SOZIALHILFE SOZIALVERSICHERUNGSLEISTUNGEN TEILWEISE GEWÄHRUNG VEREINIGUNG VON VERFAHREN WIRTSCHAFTLICHE HILFE ZUSATZLEISTUNGEN (AHV/IV) · Rechtsnormen: · Art. 29 Abs. I BV Art. 29 Abs. II BV Art. 6 Abs. I EMRK § 27 Abs. I lit. a SHG § 4a VRG § 27c VRG · Publikationen:

· - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 4