Swiss National Residency Registration Dispute
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA Swiss national residing abroad but regularly staying in a canton sought registration as a short-term resident but was instead registered as domiciled, prompting a challenge regarding the validity of a cantonal regulation stipulating that Swiss citizens with foreign domicile must establish residency in a municipality to qualify for local stay. The court ruled that the challenged cantonal provision was unlawful because it imposed an additional requirement not found in federal law governing registration, lacked a proper legal delegation, and violated higher federal law concerning freedom of settlement and the consistent application of federal registration statutes, ultimately quashing the registration based on this non-compliant rule and remitting the matter for further assessment of the actual domicile.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 36 BV, Art. 24 BV, Art. 3 RHG, Art. 65 BV, Art. 65 Abs. II BV, Art. 79 Abs. I KV; Swiss National Residency Registration Dispute: The court ruled that the challenged cantonal provision was unlawful because it imposed an additional requirement not found in federal law governing registration, lacked a proper legal delegation, and violated higher federal law concerning freedom of settlement and the consistent application of federal registration statutes, ultimately quashing the registration based on this non-compliant rule and remitting the matter for further assessment of the actual domicile.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court ruled that the application of this provision must be denied because it violates higher-ranking law.
The court found that § 5 MERV violates this provision of the Registerharmonisierungsgesetz (RHG).
The court found that § 5 MERV violates this provision of the Federal Constitution (BV).
The court noted that this provision would be insufficient to justify the norm in the MERV, which concerns the principle of legality.
Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2021.00654
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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2021.00654 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 22.08.2024 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/3. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Übriges Verwaltungsrecht · Betreff: · polizeiliche Meldepflicht · Polizeiliche Meldepflicht: Akzessorische Normenkontrolle von § 5 MERV. [Als im Ausland lebender schweizerischer Staatsangehöriger, welcher sich regelmässig in einer Gemeinde im Kanton Zürich aufhält, wurde der Beschwerdeführer entgegen seines Ersuchens um Eintragung als Wochenaufenthalter mit dem Meldeverhältnis Niederlassung eingetragen.] Das Registerharmonisierungsgesetz (RHG) umschreibt auf bundesrechtlicher Ebene Begriffe wie Niederlassungsgemeinde und Aufenthaltsgemeinde (E. 3.1).
Das kantonale Gesetz über das Meldewesen und Einwohnerregister (MERG) übernimmt diese Definitionen mit begrifflicher Modifikation. Die kantonale Verordnung über das Meldewesen und Einwohnerregister (MERV) setzt in § 5 für den Aufenthalt von Schweizer Staatsangehörigen eine Niederlassung in einer Schweizer Gemeinde voraus. Danach soll in Fällen, in denen Schweizer Staatsangehörige Wohnsitz im Ausland und gleichzeitig Aufenthalt in einer Zürcher Gemeinde beanspruchen, die in der meldepolizeilichen Praxis gefestigte Fiktion der Niederlassung in ebendieser Gemeinde gelten (E. 3.2).
§ 5 MERV verlangt damit eine zusätzliche - auf der Stufe der formellen Gesetze MERG bzw. RHG nicht erwähnte - Voraussetzung für die Begründung eines Aufenthalts ausschliesslich für Schweizer Staatsangehörige und beschränkt ihre Rechte (E. 4.2.2). Gemäss RHG ist die Niederlassungs- oder Aufenthaltsgemeinde bei sämtlichen Personen unabhängig von der Staatsangehörigkeit zu erfassen; § 5 MERV kann sich nicht auf § 11 Abs. 3 MERG stützen. Mangels einer Delegationsnorm im MERG sind die Voraussetzungen der Gesetzesdelegation nicht eingehalten und erweist sich § 5 MERV nicht als gesetzmässig (E. 4.2.3-4).
Ohnehin würde eine Norm in der MERV angesichts Art. 36 BV nicht genügen. Die Auslegung des RHG ergibt, dass sich die Fiktion von § 5 MERV als unzulässig erweist (E. 4.3-4). § 5 MERV ist die Anwendung zu versagen, da die Bestimmung gegen übergeordnetes Recht (Art. 24 BV, Art. 3 RHG) verstösst und nicht gesetzmässig zustande gekommen ist (E. 4.5). Da die Akten zur Beurteilung des (Haupt-)Wohnsitzes bzw. der Niederlassung unzureichend sind, ist die Sache zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid zurückzuweisen (E. 5). Gutheissung. Rückweisung zum Neuentscheid.
· --- · Stichworte: · AKZESSORISCHE NORMENKONTROLLE AUFENTHALT AUSLANDSCHWEIZER AUSLANDSCHWEIZERINNEN UND -SCHWEIZER BUNDESRECHTSKONFORMITÄT EINWOHNERREGISTER FIKTION GESETZLICHE GRUNDLAGE HEIMATSCHEIN KONKRETE NORMENKONTROLLE LEBENSMITTELPUNKT MELDEPFLICHT NIEDERLASSUNG NIEDERLASSUNGSFREIHEIT POLIZEILICHE MELDEPFLICHT ÜBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT WOHNSITZ WOHNSITZ IM AUSLAND · Rechtsnormen: · Art. 24 BV Art. 36 BV Art. 65 BV Art. 65 Abs. II BV Art. 79 Abs. I KV § 1 MERG § 3 Abs. I MERG § 11 Abs. I MERG § 15 Abs. II MERG § 32 MERG § 1 RHG § 1 Abs. I lit. a RHG § 3 RHG § 6 RHG · Publikationen:
· - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 2