Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VB.2021.00635 • VG ZH VB.2021.00635 KI-generiert

Building Permit Rejection Upheld Due to Inadequate Ventilation System

Geschäftsnummer VB.2021.00635
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The administrative court upheld the rejection of a building permit application primarily concerning the ventilation system for a hospitality establishment, finding that the proposed system failed to meet legal requirements for worker protection and air quality. The court reasoned that workplaces, including restaurant kitchens, must ensure adequate ventilation pursuant to cantonal and federal regulations concerning labor protection (ArGV 3) and air pollution control (USG), necessitating sufficient air exchange to prevent odors, heat, and drafts that could negatively impact employee health and working capacity. The court determined that compliance requires adhering to technical guidelines, and if insufficient ventilation compels the opening of windows or doors, it leads to actionable neighbor nuisances, thus justifying the refusal of the permit.

Legislator-Regeste

Amtlich

Baubewilligung | Lüftungsanlage. Gemäss § 302 Abs. 1 in Verbindung mit § 299 PBG müssen Arbeitsräume genügend belichtet und lüftbar sein. Gastwirtschaftsräume für die Bewirtung von Gästen, Wirtschaftsküchen und bei Bedarf weitere Betriebsräume in Betrieben, die dem Gastwirtschaftsgesetz unterstehen, sind nach § 41 BBV I mit einer künstlichen Belüftung auszurüsten (E. 4.2.1). Gemäss Art. 16 ArGV 3 sind sämtliche Räume ihrem Verwendungszweck entsprechend ausreichend natürlich oder künstlich zu lüften. Raumtemperatur, Luftgeschwindigkeit und relative Luftfeuchtigkeit sind so zu bemessen und aufeinander abzustimmen, dass ein der Gesundheit nicht abträgliches und der Art der Arbeit angemessenes Raumklima gewährleistet ist. Bei künstlicher Lüftung sind nach Art. 17 Abs. 2 ArGV 3 Zufuhr und Abfuhr der Luft aufeinander abzustimmen und der Art der Arbeit sowie der Art des Betriebs anzupassen. Belästigende Zugerscheinungen sind zu vermeiden (E. 4.2.2). Küchendämpfe und -gerüche sind Luftverunreinigungen im Sinn von Art. 7 Abs. 1 und 3 d USG und müssen in erster Linie durch Massnahmen bei der Quelle begrenzt werden (Art. 11 Abs. 1 USG). Grundsätzlich sind Geruchs- wie auch andere Immissionen im Rahmen der Vorsorge (Art. 11 Abs. 2 USG) so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (E. 4.2.3). Bei Gastwirtschaftsbetrieben erscheint hinsichtlich des technisch und betrieblich Möglichen ein Beizug der SWKI-Richtlinie VA 102-01 "Raumlufttechnische Anlagen in Gastwirtschaftsbetrieben" sinnvoll. (...) Zwischen der Arbeitshygiene bzw. dem Arbeitnehmerschutz und der Luftreinhaltung besteht bei Restaurationsküchen bzw. -betrieben nämlich ein zwingender Konnex. Können mittels der Lüftung keine einwandfreien arbeitshygienischen Verhältnisse hinsichtlich Geruch und Wärme geschaffen werden, müssen – unabhängig von allfälligen anderslautenden Nebenbestimmungen – Fenster oder Türen offen gehalten werden, was bei der Nachbarschaft zu Immissionen führt (E.4.2.4). Abweisung.

Schlagwörter

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Bewilligungskonformität Luftreinhaltung vorsorgliche Massnahmen Verordnungsentwurf Arbeitsbewilligungen Verwaltungskonformität

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 50 Abs. 1 BV

This provision appears to be the constitutional basis relevant to the overall decision, although its specific application in the dispositive is not explicitly detailed through a direct annulment/confirmation based on it.

Art. 85 KV

This provision appears to be the cantonal constitutional basis relevant to the overall decision, although its specific application in the dispositive is not explicitly detailed through a direct annulment/confirmation based on it.

Art. 7 Abs. 1 USG

This provision relates to air pollution, which was a key subject matter leading to the final order (Abweisung).

Art. 11 USG

This provision relates to the limitation of emissions at the source, which was a key subject matter leading to the final order (Abweisung).

Art. 11 Abs. 2 USG

This provision relates to precautionary measures for limiting emissions, which was a key subject matter leading to the final order (Abweisung).

§ 16 ARGV 3

This provision concerns the requirement for adequate ventilation, which was a subject matter leading to the final order (Abweisung).

§ 17 Zus. 2 ARGV 3

This provision concerns the balancing and adaptation of air supply and exhaust in artificial ventilation, which was a subject matter leading to the final order (Abweisung).

§ 11 BBauV I

This provision concerns the requirement for artificial ventilation in certain commercial spaces, which was a subject matter leading to the final order (Abweisung).

§ 29 BBauV I

This provision concerns the requirement for sufficient lighting and ventilation, which was a subject matter leading to the final order (Abweisung).

§ 41 BBauV I

This provision concerns the requirement for artificial ventilation in restaurant spaces, which was a subject matter leading to the final order (Abweisung).

§ 299 PBG

This provision concerns the general requirement for sufficient lighting and ventilation in workspaces, which was a subject matter leading to the final order (Abweisung).

§ 302 Abs. 1 PBG

This provision concerns the general requirement for sufficient lighting and ventilation in workspaces, which was a subject matter leading to the final order (Abweisung).

§ 21 Abs. 2 lit. b VRG

This is the procedural rule cited for the final order, which resulted in the dismissal (Abweisung) of the case.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2021.00635

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2021.00635 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 13.04.2022 · Spruchkörper: · 1. Abteilung/1. Kammer · Weiterzug: · Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 23.02.2023 abgewiesen. · Rechtsgebiet: · Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht · Betreff: · Baubewilligung · Lüftungsanlage. Gemäss § 302 Abs. 1 in Verbindung mit § 299 PBG müssen Arbeitsräume genügend belichtet und lüftbar sein. Gastwirtschaftsräume für die Bewirtung von Gästen, Wirtschaftsküchen und bei Bedarf weitere Betriebsräume in Betrieben, die dem Gastwirtschaftsgesetz unterstehen, sind nach § 41 BBV I mit einer künstlichen Belüftung auszurüsten (E. 4.2.1).

Gemäss Art. 16 ArGV 3 sind sämtliche Räume ihrem Verwendungszweck entsprechend ausreichend natürlich oder künstlich zu lüften. Raumtemperatur, Luftgeschwindigkeit und relative Luftfeuchtigkeit sind so zu bemessen und aufeinander abzustimmen, dass ein der Gesundheit nicht abträgliches und der Art der Arbeit angemessenes Raumklima gewährleistet ist. Bei künstlicher Lüftung sind nach Art. 17 Abs. 2 ArGV 3 Zufuhr und Abfuhr der Luft aufeinander abzustimmen und der Art der Arbeit sowie der Art des Betriebs anzupassen. Belästigende Zugerscheinungen sind zu vermeiden (E. 4.2.2).

Küchendämpfe und -gerüche sind Luftverunreinigungen im Sinn von Art. 7 Abs. 1 und 3 d USG und müssen in erster Linie durch Massnahmen bei der Quelle begrenzt werden (Art. 11 Abs. 1 USG). Grundsätzlich sind Geruchs- wie auch andere Immissionen im Rahmen der Vorsorge (Art. 11 Abs. 2 USG) so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (E. 4.2.3). Bei Gastwirtschaftsbetrieben erscheint hinsichtlich des technisch und betrieblich Möglichen ein Beizug der SWKI-Richtlinie VA 102-01 "Raumlufttechnische Anlagen in Gastwirtschaftsbetrieben" sinnvoll. (...) Zwischen der Arbeitshygiene bzw. dem Arbeitnehmerschutz und der Luftreinhaltung besteht bei Restaurationsküchen bzw. -betrieben nämlich ein zwingender Konnex.

Können mittels der Lüftung keine einwandfreien arbeitshygienischen Verhältnisse hinsichtlich Geruch und Wärme geschaffen werden, müssen – unabhängig von allfälligen anderslautenden Nebenbestimmungen – Fenster oder Türen offen gehalten werden, was bei der Nachbarschaft zu Immissionen führt (E. 4.2.4). Abweisung. · --- · Stichworte: · ABLUFT GEMEINDEAUTONOMIE LÜFTUNG RESTARBEITSFÄHIGKEIT RESTAURANT RESTAURATIONSBETRIEB RICHTLINIEN · Rechtsnormen: · § 16 ARGV 3 § 17 Zus. 2 ARGV 3 § 11 BBauV I § 29 BBauV I § 41 BBauV I Art. 50 Abs. 1 BV Art. 85 KV § 299 PBG § 302 Abs. 1 PBG Art. 7 Abs. 1 USG Art. 11 USG Art. 11 Abs. 2 USG § 21 Abs. 2 lit. b VRG · Publikationen:

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