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VB.2021.00623 • VG ZH VB.2021.00623 KI-generiert

Exclusion from Bachelor's Program Due to Failed Retake Exams

Geschäftsnummer VB.2021.00623
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The appellant was excluded from their Bachelor's program after failing two required module retake exams in the summer of 2020, exhausting their repetition opportunities. The court dismissed the appeal, finding that the examiner's correction of the exam was comprehensible and did not violate the appellant's right to be heard. The court reasoned that it was the appellant's responsibility to inform themselves about the exam's format, especially after missing the last lecture, and that prior exam formats did not create protected expectations regarding the presentation of solutions. Furthermore, the adjustment to the maximum score was permissible as it did not distort the performance assessment of individual candidates, and the appellant could not benefit from an unannounced, erroneous time extension given to others.

Legislator-Regeste

Amtlich

Ausschluss aus dem Studium | [Die Beschwerdeführerin bestand im Sommer 2020 zwei Wiederholungsprüfungen in Kursen nicht, welche Teil von Pflichtmodulen bilden, und wurde infolge Ausschöpfens der Repetitionsmöglichkeiten vom Bachelorstudium ausgeschlossen.] Dem Antrag auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung ist nicht zu entsprechen (E.2.1). Die Prüfungskorrektur erscheint nachvollziehbar; der Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin wurde nicht verletzt (E. 4). Es lag in der Eigenverantwortung der Beschwerdeführerin, sich rechtzeitig über die Ausgestaltung der Prüfung zu informieren. Gerade mit Blick darauf, dass sie die letzte Unterrichtsstunde vor der Prüfung verpasst hatte, durfte die Beschwerdeführerin nicht einfach darauf vertrauen, dass die Prüfung tatsächlich so ausgestaltet sein werde, wie es die Dozentin noch zu Beginn des Semesters (vage) angetönt hatte (E. 5.2.2). Die - den Studierenden nicht bekannt gegebene - irrtümlich erfolgte Prüfungszeitverlängerung um 10 Minuten, liesse sich nur dadurch (fair) ausgleichen, dass die Prüfungen derjenigen Studierenden, welche die Lösungen nach Ablauf der offiziellen Prüfungsdauer abgegeben haben, als nicht bestanden gewertet würden, oder in ihrem Fall zumindest ein Punkteabzug vorgenommen würde. Hiervon profitierte die Beschwerdeführerin jedoch nicht (E. 5.2.3). Die nachträgliche Herabsetzung der Maximalpunktzahl einer Prüfung ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, wenn sie - wie hier - nicht zu einer Verzerrung der Leistungsbeurteilung einzelner Kandidaten führt (E. 5.3.2). Die Vorinstanz ging schliesslich zu Recht davon aus, dass bei der strittigen Prüfung gemäss Prüfungsbeschrieb die Lösungswege nicht mit abgegeben werden mussten; die Ausgestaltung früherer Prüfungen vermag keine schützenwerten Erwartungen bei Prüfungskandidatinnen und -kandidaten zu wecken (E. 5.3.3). Abweisung.

Schlagwörter

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endgültiges Nichtbestehen Verantwortlichkeit der Verwaltung Prüfungsreglement Ausschluss aus einer Arbeitsgemeinschaft Leistung an Kursteilnehmer Ausstandsverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 5 Abs. 3 BV
This provision is cited among the legal norms in the document, suggesting its relevance to the decision's context, although the actual dispositive content is not fully visible, this is a general standard provision often used in administrative law decisions.
Art. 8 Abs. 1 BV
This provision is cited among the legal norms in the document, suggesting its relevance to the decision's context, although the actual dispositive content is not fully visible, this is a general standard provision often used in administrative law decisions.
Art. 9 BV
This provision is cited among the legal norms in the document, suggesting its relevance to the decision's context, although the actual dispositive content is not fully visible, this is a general standard provision often used in administrative law decisions.
Art. 29 Abs. 2 BV
This provision is cited among the legal norms in the document, suggesting its relevance to the decision's context, although the actual dispositive content is not fully visible, this is a general standard provision often used in administrative law decisions.
Art. 6 Abs. 1 EMRK
This provision is cited among the legal norms in the document, suggesting its relevance to the decision's context, although the actual dispositive content is not fully visible, this is a general standard provision often used in administrative law decisions.
§ 59 Abs. 1 VRG
This provision is cited among the legal norms in the document, suggesting its relevance to the decision's context, although the actual dispositive content is not fully visible, this is a general standard provision often used in administrative law decisions.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 5 Abs. 3 BV

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Art. 8 Abs. 1 BV

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Art. 9 BV

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Art. 29 Abs. 2 BV

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Art. 6 Abs. 1 EMRK

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§ 59 Abs. 1 VRG

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2021.00623

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2021.00623 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 31.03.2022 · Spruchkörper: · 4. Abteilung/4. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Bildung · Betreff: · Ausschluss aus dem Studium · [Die Beschwerdeführerin bestand im Sommer 2020 zwei Wiederholungsprüfungen in Kursen nicht, welche Teil von Pflichtmodulen bilden, und wurde infolge Ausschöpfens der Repetitionsmöglichkeiten vom Bachelorstudium ausgeschlossen.] Dem Antrag auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung ist nicht zu entsprechen (E.2.1).

Die Prüfungskorrektur erscheint nachvollziehbar; der Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin wurde nicht verletzt (E. 4). Es lag in der Eigenverantwortung der Beschwerdeführerin, sich rechtzeitig über die Ausgestaltung der Prüfung zu informieren. Gerade mit Blick darauf, dass sie die letzte Unterrichtsstunde vor der Prüfung verpasst hatte, durfte die Beschwerdeführerin nicht einfach darauf vertrauen, dass die Prüfung tatsächlich so ausgestaltet sein werde, wie es die Dozentin noch zu Beginn des Semesters (vage) angetönt hatte (E. 5.2.2).

Die - den Studierenden nicht bekannt gegebene - irrtümlich erfolgte Prüfungszeitverlängerung um 10 Minuten, liesse sich nur dadurch (fair) ausgleichen, dass die Prüfungen derjenigen Studierenden, welche die Lösungen nach Ablauf der offiziellen Prüfungsdauer abgegeben haben, als nicht bestanden gewertet würden, oder in ihrem Fall zumindest ein Punkteabzug vorgenommen würde. Hiervon profitierte die Beschwerdeführerin jedoch nicht (E. 5.2.3). Die nachträgliche Herabsetzung der Maximalpunktzahl einer Prüfung ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, wenn sie - wie hier - nicht zu einer Verzerrung der Leistungsbeurteilung einzelner Kandidaten führt (E. 5.3.2).

Die Vorinstanz ging schliesslich zu Recht davon aus, dass bei der strittigen Prüfung gemäss Prüfungsbeschrieb die Lösungswege nicht mit abgegeben werden mussten; die Ausgestaltung früherer Prüfungen vermag keine schützenwerten Erwartungen bei Prüfungskandidatinnen und -kandidaten zu wecken (E. 5.3.3). Abweisung. · --- · Stichworte: · AKTENEINSICHT AUSSCHLUSS VOM STUDIUM BEGRÜNDUNGSPFLICHT CHANCENGLEICHHEIT HERABSETZUNG DER MAXIMALPUNKTZAHL MÜNDLICHE VERHANDLUNG NACHVOLLZIEHBARKEIT NOTENSKALA PRÜFUNGSBEWERTUNG PRÜFUNGSENTSCHEIDUNGEN PRÜFUNGSNOTEN RECHTLICHES GEHÖR REPETIONSMÖGLICHKEITEN TREU UND GLAUBEN ZEUGENBEFRAGUNG · Rechtsnormen:

· Art. 5 Abs. 3 BV Art. 8 Abs. 1 BV Art. 9 BV Art. 29 Abs. 2 BV Art. 6 Abs. 1 EMRK § 59 Abs. 1 VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3