Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VB.2021.00478 • VG ZH VB.2021.00478 KI-generiert

Restriction Extension Appeal with Procedural Deadline Dispute

Geschäftsnummer VB.2021.00478
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The court addressed an appeal concerning the extension of an internal restriction measure that had already lasted two years, with the extension sought to last a total of three years, and the shortening of the appeal period to five days due to alleged urgency. The court ruled that the ordering authority could shorten the standard 30-day appeal period only if there was special urgency, requiring a careful balance between procedural acceleration and the right to comprehensive legal protection; finding no public interest justifying the shortened period in this case, the court set the appeal deadline at 30 days and admitted the timely appeal. Regarding the restriction itself, the court acknowledged the serious nature of extending a measure already spanning two years, but ultimately upheld the extension based on the overriding public interest due to the appellant's repeated criminal record, thereby partially granting the appeal by correcting the appeal deadline but upholding the substantive restriction.

Legislator-Regeste

Amtlich

Eingrenzung (G.-Nr. GI210030-L) | Verhältnismässigkeit der Verlängerung einer bisher insgesamt zweijährigen Eingrenzung; Dauer der Beschwerdefrist. Die anordnende Behörde kann bei besonderer Dringlichkeit die Beschwerdefrist von grundsätzlich 30 Tagen bis auf fünf Tage abkürzen. Ob und wann besondere Dringlichkeit vorliegt, ist aufgrund der Umstände des Einzelfalls zu bestimmen. Die sich gegenüberstehenden Interessen – insbesondere an der Verfahrensbeschleunigung einerseits und an der Gewährung eines umfassenden Rechtsschutzes anderseits – sind sorgfältig gegeneinander abzuwägen (E. 2.2). Vorliegend ist kein öffentliches Interesse an der durch das Zwangsmassnahmengericht vorgenommenen Beschwerdefristverkürzung ersichtlich. In Abänderung des vorinstanzlichen Dispositivs ist eine Beschwerdefrist von 30 Tagen festzusetzen. Auf die somit rechtzeitig erhobene Beschwerde ist einzutreten (E. 2.4). Die Eingrenzung darf nicht über das Erforderliche hinausgehen, was insbesondere bei der Festlegung der Grösse des Rayons und der Dauer der Eingrenzung zu berücksichtigen ist (E. 6.3.1). Vorliegend geht es um die Verlängerung einer insgesamt bereits zweijährigen Eingrenzung auf eine Dauer von insgesamt drei Jahren, was unter dem Aspekt der Dauer besonders schwer wiegt (E. 6.3.4). Eine derartige Anordnung erweist sich nur als gerechtfertigt, wenn das öffentliche Interesse an der Eingrenzung und ihrer Druckwirkung überwiegt, was mit Blick auf die mehrfache Straffälligkeit des Beschwerdeführers zu bejahen ist (E. 6.3.5 f.). Die Beschwerde ist in materieller Hinsicht abzuweisen (E. 6.4). Teilweise Gutheissung.

Schlagwörter

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gesetzliche Verfahrensfrist Unterbrechung der Verjährung Verlängerung der Untersuchungshaft Gesetzlicher Schutz Revisionsfrist Verspätungsausschluss

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 74 Abs. I lit. a AIG

This article is part of the basis for the substantive dismissal of the appeal concerning the continued enforcement of the restriction measure.

Art. 74 Abs. I lit. b AIG

This article is part of the basis for the substantive dismissal of the appeal concerning the continued enforcement of the restriction measure.

§ 22 Abs. III VRG

This provision was applied regarding the fixing of the appeal deadline, which was modified in the final orders.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2021.00478

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2021.00478 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 13.01.2022 · Spruchkörper: · 1. Abteilung/1. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Ausländerrecht · Betreff: · Eingrenzung (G.-Nr. GI210030-L) · Verhältnismässigkeit der Verlängerung einer bisher insgesamt zweijährigen Eingrenzung; Dauer der Beschwerdefrist. Die anordnende Behörde kann bei besonderer Dringlichkeit die Beschwerdefrist von grundsätzlich 30 Tagen bis auf fünf Tage abkürzen.

Ob und wann besondere Dringlichkeit vorliegt, ist aufgrund der Umstände des Einzelfalls zu bestimmen. Die sich gegenüberstehenden Interessen – insbesondere an der Verfahrensbeschleunigung einerseits und an der Gewährung eines umfassenden Rechtsschutzes anderseits – sind sorgfältig gegeneinander abzuwägen (E. 2.2). Vorliegend ist kein öffentliches Interesse an der durch das Zwangsmassnahmengericht vorgenommenen Beschwerdefristverkürzung ersichtlich. In Abänderung des vorinstanzlichen Dispositivs ist eine Beschwerdefrist von 30 Tagen festzusetzen.

Auf die somit rechtzeitig erhobene Beschwerde ist einzutreten (E. 2.4). Die Eingrenzung darf nicht über das Erforderliche hinausgehen, was insbesondere bei der Festlegung der Grösse des Rayons und der Dauer der Eingrenzung zu berücksichtigen ist (E. 6.3.1). Vorliegend geht es um die Verlängerung einer insgesamt bereits zweijährigen Eingrenzung auf eine Dauer von insgesamt drei Jahren, was unter dem Aspekt der Dauer besonders schwer wiegt (E. 6.3.4). Eine derartige Anordnung erweist sich nur als gerechtfertigt, wenn das öffentliche Interesse an der Eingrenzung und ihrer Druckwirkung überwiegt, was mit Blick auf die mehrfache Straffälligkeit des Beschwerdeführers zu bejahen ist (E. 6.3.5 f.).

Die Beschwerde ist in materieller Hinsicht abzuweisen (E. 6.4). Teilweise Gutheissung. · --- · Stichworte: · BESCHWERDEFRIST DAUER DER EINGRENZUNG DRINGLICHKEIT EINGRENZUNG ÖFFENTLICHES INTERESSE STRAFFÄLLIGKEIT VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT VERKÜRZUNG DER BESCHWERDEFRIST · Rechtsnormen: · Art. 74 Abs. I lit. a AIG Art. 74 Abs. I lit. b AIG § 22 Abs. III VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 2