Appeal Regarding Continuation of Inpatient Therapeutic Measure Under Criminal Law
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe administrative court reviewed an appeal concerning the continuation of a court-ordered inpatient therapeutic measure under criminal law, where the appellant sought its termination due to perceived hopelessness and challenged its proportionality. The court reasoned that while conditional release is possible when the person's condition justifies testing freedom, current expert evaluations indicated continued significant dangerousness and a poor prognosis for the appellant, thus maintaining the necessity of the measure. Although the measure must always meet the proportionality requirement, the court found that less restrictive measures like conditional release with probation support were not currently suitable alternatives, and while the measure faced challenges, the threshold for concluding its definitive impossibility under the relevant statute was not yet met.
Legislator-Regeste
Amtlichstationäre Massnahme | Stationäre Massnahme: Aufhebung infolge Aussichtslosigkeit; Verhältnismässigkeit. Aus einer stationären therapeutischen Massnahme im Sinn von Art. 59 StGB ist der Täter bedingt zu entlassen, sobald sein Zustand es rechtfertigt, dass ihm Gelegenheit gegeben wird, sich in der Freiheit zu bewähren (E. 4.2). Es ist aufgrund des Gutachtens weiterhin von einer erheblichen Gefährlichkeit des Beschwerdeführers auszugehen und es kann dem Beschwerdeführer keine günstige Prognose gestellt werden (E. 4.4). Bei jeder strafrechtlichen Sanktion, die in verfassungsmässig garantierte Grundrechte eingreift, bleibt zu prüfen, ob sie dem Gebot der Verhältnismässigkeit entspricht. Mildere Mittel können die bedingte Entlassung unter Anordnung der Bewährungshilfe und Erteilung von Weisungen während einer Probezeit sein (E. 5.1). Mildere Mittel sind nicht ersichtlich (E. 5.2 ff.). Die Massnahme ist weiterhin zumutbar (E. 5.5). Gemäss Art. 62c Abs. 1 lit. a StGB wird die Massnahme aufgehoben, wenn deren Durch- oder Fortführung als aussichtslos erscheint. Das Scheitern einer Massnahme darf nicht leichthin angenommen werden. Vielmehr muss sich eine Massnahme als definitiv undurchführbar erweisen. Eine vorübergehende Krise des Betroffenen allein genügt nicht (E. 6.1). Die Schwelle der definitiven Undurchführbarkeit der angeordneten Massnahme ist insgesamt noch nicht ganz erreicht (E. 6.2). Gutheissung UP/URB. Abweisung.
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KI-generiertThe decision addresses the criteria for lifting the measure when its continuation seems hopeless.
The court mentions conditional release from a measure imposed under this article.
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Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2021.00091
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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2021.00091 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 03.08.2021 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/Einzelrichter · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Straf- und Massnahmenvollzug · Betreff: · stationäre Massnahme · Stationäre Massnahme: Aufhebung infolge Aussichtslosigkeit; Verhältnismässigkeit. Aus einer stationären therapeutischen Massnahme im Sinn von Art. 59 StGB ist der Täter bedingt zu entlassen, sobald sein Zustand es rechtfertigt, dass ihm Gelegenheit gegeben wird, sich in der Freiheit zu bewähren (E. 4.2).
Es ist aufgrund des Gutachtens weiterhin von einer erheblichen Gefährlichkeit des Beschwerdeführers auszugehen und es kann dem Beschwerdeführer keine günstige Prognose gestellt werden (E. 4.4). Bei jeder strafrechtlichen Sanktion, die in verfassungsmässig garantierte Grundrechte eingreift, bleibt zu prüfen, ob sie dem Gebot der Verhältnismässigkeit entspricht. Mildere Mittel können die bedingte Entlassung unter Anordnung der Bewährungshilfe und Erteilung von Weisungen während einer Probezeit sein (E. 5.1). Mildere Mittel sind nicht ersichtlich (E. 5.2 ff.).
Die Massnahme ist weiterhin zumutbar (E. 5.5). Gemäss Art. 62c Abs. 1 lit. a StGB wird die Massnahme aufgehoben, wenn deren Durch- oder Fortführung als aussichtslos erscheint. Das Scheitern einer Massnahme darf nicht leichthin angenommen werden. Vielmehr muss sich eine Massnahme als definitiv undurchführbar erweisen. Eine vorübergehende Krise des Betroffenen allein genügt nicht (E. 6.1). Die Schwelle der definitiven Undurchführbarkeit der angeordneten Massnahme ist insgesamt noch nicht ganz erreicht (E. 6.2). Gutheissung UP/URB. Abweisung.
· --- · Stichworte: · AMBULANTE MASSNAHME AUFHEBUNG DER MASSNAHME AUSSICHTSLOSIGKEIT AUSSTANDSBEGEHREN GUTACHTEN LEGALPROGNOSE MILDERE MITTEL MOTIVATION MÜNDLICHE ANHÖRUNG STATIONÄRE MASSNAHME THERAPIEBEREITSCHAFT THERAPIEWILLIGKEIT VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT · Rechtsnormen: · Art. 6 Ziff. 1 EMRK Art. 56 Abs. II StGB Art. 59 Abs. I StGB Art. 62 Abs. I StGB Art. 62 Abs. II StGB Art. 62 Abs. III StGB Art. 62c Abs. I lit. a StGB § 5a Abs. I VRG § 7 Abs. I VRG § 59 Abs. I VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3