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VB.2020.00884 • VG ZH VB.2020.00884 KI-generiert

Family Reunification Deadline Not Reset by Naturalization or Relocation

Geschäftsnummer VB.2020.00884
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court dismissed an appeal concerning a late application for family reunification, holding that the statutory deadline for spousal reunification under Art. 47 Abs. 1 of the Foreign Nationals Act, which began on January 1, 2008, expired on December 31, 2012, and was not reset by a subsequent naturalization or a temporary relocation of the family to another country to live together. The court reasoned that neither the naturalization in 2016 nor the move to resume family life abroad and return in 2019 triggered a new deadline, rendering the 2019 application clearly time-barred; furthermore, requiring the family to continue or resume life abroad in the other country was reasonable, obviating the need for an interest balancing, but even if balancing were performed, denying the late reunification was compatible with the right to respect for family life given the family voluntarily maintained their relationship across borders for a decade.

Legislator-Regeste

Amtlich

Familiennachzug | [Familiennachzug] Die Frist gemäss Art. 47 Abs. 1 AIG gilt gemäss ständiger bundesgerichtlicher Praxis auch für Ehegatten. Sie begann vorliegend am 1. Januar 2008 mit Inkrafttreten des AuG zu laufen und endete am 31. Dezember 2012. Weder die Einbürgerung der Beschwerdeführerin 2 im Januar 2016 noch der Umstand, dass sie mit den gemeinsamen Kindern im August 2016 in den Kosovo übersiedelte, um dort mit dem Beschwerdeführer 1 das gemeinsame Familienleben aufzunehmen, und die Gesamtfamilie 2019 wieder in die Schweiz einreiste, lösten eine neue Nachzugsfrist aus. Das Nachzugsgesuch vom 19. September 2019 ist damit klar verspätet (E. 2). Der Beschwerdeführer 1 und die gemeinsamen Kinder halten sich mittlerweile wieder im Kosovo auf, während die Beschwerdeführerin 2 in der Schweiz lebt und arbeitet. Den Beschwerdeführenden ist es zumutbar, das gemeinsame Familienleben im Kosovo fortzusetzen bzw. wiederaufzunehmen, womit sich eine Interessenabwägung erübrigt. Selbst wenn eine solche vorgenommen wird, ist die Verweigerung des nachträglichen Familiennachzugs (Art. 47 Abs. 4 AIG) mit Art. 8 EMRK vereinbar, zumal die Beschwerdeführenden das Ehe- bzw. Familienleben während der ersten rund 10 Jahren freiwillig über die Landesgrenzen hinweg pflegten, was auf ein geringes Interesse an einem gemeinsamen Familienleben hindeutet (E. 3). Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen sowie Abweisung uP/uRB (E. 4). Abweisung der Beschwerde.

Schlagwörter

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verzögerter Familiennachzug ausländische Staatsangehörige gesetzliche Frist Rückkehrrecht ausländerrechtliche Wegweisung Grundsatz der Nichtzurückweisung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 47 Abs. I AIG

The delay in the application for family reunification was assessed based on the time limit established in this article.

Art. 47 Abs. IV AIG

The refusal of late family reunification, based on this article, was deemed compatible with Art. 8 EMRK.

Art. 8 EMRK

The refusal of late family reunification was evaluated in light of this article concerning the right to respect for family life.

Art. 47 Abs. III lit. a AIG

Although mentioned in the context of the legal norms, this specific article was not explicitly cited in the final orders regarding the substance or procedure, thus it is excluded based on the strict rule.

Art. 13 Abs. I BV

Although mentioned in the context of the legal norms, this specific article was not explicitly cited in the final orders regarding the substance or procedure, thus it is excluded based on the strict rule.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2020.00884

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2020.00884 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 03.02.2021 · Spruchkörper: · 2. Abteilung/2. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Ausländerrecht · Betreff: · Familiennachzug · [Familiennachzug] Die Frist gemäss Art. 47 Abs. 1 AIG gilt gemäss ständiger bundesgerichtlicher Praxis auch für Ehegatten. Sie begann vorliegend am 1. Januar 2008 mit Inkrafttreten des AuG zu laufen und endete am 31. Dezember 2012. Weder die Einbürgerung der Beschwerdeführerin 2 im Januar 2016 noch der Umstand, dass sie mit den gemeinsamen Kindern im August 2016 in den Kosovo übersiedelte, um dort mit dem Beschwerdeführer 1 das gemeinsame Familienleben aufzunehmen, und die Gesamtfamilie 2019 wieder in die Schweiz einreiste, lösten eine neue Nachzugsfrist aus.

Das Nachzugsgesuch vom 19. September 2019 ist damit klar verspätet (E. 2). Der Beschwerdeführer 1 und die gemeinsamen Kinder halten sich mittlerweile wieder im Kosovo auf, während die Beschwerdeführerin 2 in der Schweiz lebt und arbeitet. Den Beschwerdeführenden ist es zumutbar, das gemeinsame Familienleben im Kosovo fortzusetzen bzw. wiederaufzunehmen, womit sich eine Interessenabwägung erübrigt. Selbst wenn eine solche vorgenommen wird, ist die Verweigerung des nachträglichen Familiennachzugs (Art. 47 Abs. 4 AIG) mit Art. 8 EMRK vereinbar, zumal die Beschwerdeführenden das Ehe- bzw. Familienleben während der ersten rund 10 Jahren freiwillig über die Landesgrenzen hinweg pflegten, was auf ein geringes Interesse an einem gemeinsamen Familienleben hindeutet (E. 3).

Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen sowie Abweisung uP/uRB (E. 4). Abweisung der Beschwerde. · --- · Stichworte: · EHEGATTE EINREISE FAMILIENLEBEN FAMILIENNACHZUG INTERESSENABWÄGUNG NACHTRÄGLICHER FAMILIENNACHZUG NACHZUGSFRIST WICHTIGE FAMILIÄRE GRÜNDE · Rechtsnormen: · Art. 47 Abs. I AIG Art. 47 Abs. III lit. a AIG Art. 47 Abs. IV AIG Art. 13 Abs. I BV Art. 8 EMRK · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3