License Suspension Upheld for Left Turn Collision Based on Criminal Findings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe administrative court upheld a four-month driver's license suspension imposed due to a serious traffic offense, specifically failing to yield while turning left, resulting in a collision with a cyclist. The court reasoned that because the authority already possessed the complete criminal case file, including the police report, and had explicitly referenced the criminal proceedings, the applicant was bound by the facts established in the criminal judgment, even if it resulted from a summary procedure. The court qualified the offense as "medium severe" because the high degree of fault combined with the realized, elevated abstract danger leading to the collision warranted this classification under established jurisprudence. Furthermore, since the license had been suspended for a serious or medium severe violation within the preceding two years (with the two-year period measured from the last day of the prior suspension), the mandatory minimum suspension period of four months for a medium severe violation was correctly applied.
Legislator-Regeste
AmtlichFührerausweisentzug | Entzug für 4 Mt. aufgrund mittelschwerer Widerhandlung (Nichtgewähren des Vortritts beim Linksabbiegen - Kollision mit Fahrradfahrerin): Sachverhalt, rechtliche Qualifikation, Entzugsdauer. Der Beschwerdegegnerin lagen im Zeitpunkt des Erlasses der Entzugsverfügung die gesamten Strafakten, insbesondere auch der Polizeirapport vor. Nachdem sie ausdrücklich auf das Strafverfahren hingewiesen hatte, war sie bezüglich der Sachverhaltsfeststellung an das Strafurteil gebunden, auch wenn dieses lediglich im Strafbefehlsverfahren ergangen war (E.3). Ist die Gefährdung der Sicherheit anderer gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Gefährdung hoch und das Verschulden gering, liegt gemäss Bundesgericht eine mittelschwere Widerhandlung vor. Aufgrund der geschaffenen erhöhten abstrakten Gefährdung, welche sich in der Kollision realisiert hat, und dem nicht mehr leichten Verschulden sind die Vorinstanzen zu Recht von einer mittelschweren Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz ausgegangen (E.4). Nach einer mittelschweren Widerhandlung muss der Führerschein für mindestens vier Monate entzogen werden, wenn dieser – wie vorliegend – in den vorangegangenen zwei Jahren bereits einmal wegen einer schweren oder mittelschweren Widerhandlung entzogen worden ist. Massgeblich für den Beginn der Zweijahresfrist ist nach der Rechtsprechung der letzte Tag des Entzugs; der Zeitpunkt des ersten Verkehrsregelverstosses ist demgegenüber irrelevant (E.5). Abweisung.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis provision likely pertains to the grounds for license withdrawal based on the nature of the offense, which supports the final decision.
This provision likely mandates the minimum withdrawal period of four months following a repeat offense, forming the basis of the specific order.
This provision is cited as a legal norm relevant to the administrative measure ordered in the final decision.
This provision is cited as a legal norm relevant to the administrative measure ordered in the final decision.
This provision is cited as a legal norm relevant to the administrative measure ordered in the final decision.
This provision is cited as a legal norm relevant to the administrative measure ordered in the final decision.
Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2020.00232
--- · --- · --- · --- · --- · [Standard Suche](/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm) · [Erweiterte Suche](/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm) · [Hilfe](/findinfo/help/index.htm)
[Druckansicht](/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&Parametername=WWW&Schema=ZH_VG_WEB&Source=&Aufruf=getDocument&cSprache=GER&nF30_KEY=220510&W10_KEY=13317046&nTrefferzeile=1&Template=standard/results/printviewdocument.fiw)
--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2020.00232 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 13.08.2020 · Spruchkörper: · 1. Abteilung/Einzelrichter · Weiterzug: · Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 16.02.2021 abgewiesen. · Rechtsgebiet: · Administrativmassnahmen im Strassenverkehr · Betreff: · Führerausweisentzug · Entzug für 4 Mt. aufgrund mittelschwerer Widerhandlung (Nichtgewähren des Vortritts beim Linksabbiegen - Kollision mit Fahrradfahrerin): Sachverhalt, rechtliche Qualifikation, Entzugsdauer.
Der Beschwerdegegnerin lagen im Zeitpunkt des Erlasses der Entzugsverfügung die gesamten Strafakten, insbesondere auch der Polizeirapport vor. Nachdem sie ausdrücklich auf das Strafverfahren hingewiesen hatte, war sie bezüglich der Sachverhaltsfeststellung an das Strafurteil gebunden, auch wenn dieses lediglich im Strafbefehlsverfahren ergangen war (E.3). Ist die Gefährdung der Sicherheit anderer gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Gefährdung hoch und das Verschulden gering, liegt gemäss Bundesgericht eine mittelschwere Widerhandlung vor.
Aufgrund der geschaffenen erhöhten abstrakten Gefährdung, welche sich in der Kollision realisiert hat, und dem nicht mehr leichten Verschulden sind die Vorinstanzen zu Recht von einer mittelschweren Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz ausgegangen (E.4). Nach einer mittelschweren Widerhandlung muss der Führerschein für mindestens vier Monate entzogen werden, wenn dieser – wie vorliegend – in den vorangegangenen zwei Jahren bereits einmal wegen einer schweren oder mittelschweren Widerhandlung entzogen worden ist. Massgeblich für den Beginn der Zweijahresfrist ist nach der Rechtsprechung der letzte Tag des Entzugs; der Zeitpunkt des ersten Verkehrsregelverstosses ist demgegenüber irrelevant (E.5).
Abweisung. · --- · Stichworte: · BEWÄHRUNGSFRIST ENTZUGSDAUER KOLLISION MINDESTENTZUGSDAUER MITTELSCHWERE WIDERHANDLUNG SACHVERHALT STRASSENVERKEHRSRECHT VERSCHULDEN · Rechtsnormen: · Art. 16b Abs. I lit. a SVG Art. 16b Abs. II lit. b SVG Art. 34 Abs. III SVG Art. 36 Abs. III SVG Art. 90 Abs. I SVG Art. 14 Abs. I VRV · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3