Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VB.2020.00182 • VG ZH VB.2020.00182 KI-generiert

Police Authority Precludes Direct Judicial Issuance of Protection Orders

Geschäftsnummer VB.2020.00182
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The reviewing court upheld a lower court's decision to dismiss a motion filed by a complainant requesting the issuance of protective measures under the Protection against Violence Act against the opposing party. The court reasoned that the Act exclusively grants the police the authority to initially order such protective measures for a person deemed endangered against a person deemed a threat, while the examining judge's jurisdiction is strictly limited to the judicial review, extension, alteration, or cancellation of measures already ordered by the police, meaning the initial judge lacked the competence to entertain the direct application for new measures, and consequently, correctly denied the complainant compensation.

Legislator-Regeste

Amtlich

Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz | Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz. Der Haftrichter trat zu Recht auf den Antrag der Beschwerdeführerin auf Anordnung von Schutzmassnahmen zu ihren Gunsten und zulasten des Beschwerdegegners 1 nicht ein. Das Gewaltschutzgesetz erklärt ausdrücklich und einzig die Polizei für die Anordnung von Schutzmassnahmen zugunsten der als gefährdet eingestuften Person und zulasten der als gefährdend erkannten Person zuständig. Der Haftrichter ist demgegenüber ausschliesslich für die gerichtliche Beurteilung, die Verlängerung, Änderung oder Aufhebung von bereits angeordneten Schutzmassnahmen – im Rahmen der von der Polizei festgelegten Parteirollen – kompetent. Anderes ergibt sich weder aus der Gesetzessystematik noch den Materialien des Gewaltschutzgesetzes und lässt sich auch nicht auf den Untersuchungsgrundsatz gemäss § 7 VRG stützen (E. 3.2). Zu Recht sprach der Haftrichter der Beschwerdeführerin auch keine Parteientschädigung zu (E. 4). Abweisung.

Schlagwörter

KI-generiert
Drohung gegen Behörden und Beamte Normenkontrolle sachliche Unzuständigkeit Verletzung von Schutznormen polizeiliche Generalklausel Ausnahmezustand

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 12 Abs. II GSG

The provision defining the police's exclusive authority to order initial protective measures, which justified the lower court's refusal to act.

Art. 10 Abs. I GSG

The provision defining the police's exclusive authority to order initial protective measures, which justified the lower court's refusal to act.

Art. 3 Abs. II GSG

The provision defining the police's exclusive authority to order initial protective measures, which justified the lower court's refusal to act.

§ 7 VRG

The provision regarding the principle of official investigation (Untersuchungsgrundsatz) which the appellant unsuccessfully tried to use to support their claim for judicial intervention.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2020.00182

--- · --- · --- · --- · --- · [Standard Suche](/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm) · [Erweiterte Suche](/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm) · [Hilfe](/findinfo/help/index.htm)

Druckansicht

--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2020.00182 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 20.04.2020 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/Einzelrichter · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Übriges Verwaltungsrecht · Betreff: · Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz · Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz. Der Haftrichter trat zu Recht auf den Antrag der Beschwerdeführerin auf Anordnung von Schutzmassnahmen zu ihren Gunsten und zulasten des Beschwerdegegners 1 nicht ein. Das Gewaltschutzgesetz erklärt ausdrücklich und einzig die Polizei für die Anordnung von Schutzmassnahmen zugunsten der als gefährdet eingestuften Person und zulasten der als gefährdend erkannten Person zuständig.

Der Haftrichter ist demgegenüber ausschliesslich für die gerichtliche Beurteilung, die Verlängerung, Änderung oder Aufhebung von bereits angeordneten Schutzmassnahmen – im Rahmen der von der Polizei festgelegten Parteirollen – kompetent. Anderes ergibt sich weder aus der Gesetzessystematik noch den Materialien des Gewaltschutzgesetzes und lässt sich auch nicht auf den Untersuchungsgrundsatz gemäss § 7 VRG stützen (E. 3.2). Zu Recht sprach der Haftrichter der Beschwerdeführerin auch keine Parteientschädigung zu (E. 4). Abweisung. · --- · Stichworte:

· GEWALTSCHUTZMASSNAHMEN POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT UNTERLIEGERPRINZIP · Rechtsnormen: · Art. 3 Abs. II GSG Art. 10 Abs. I GSG Art. 12 Abs. II GSG § 7 VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3