License Withdrawal Duration for Drunk Driving Appeal
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court reviewed an appeal against the duration of a warning-based license withdrawal imposed for drunk driving, noting that the administrative withdrawal constitutes a criminal charge under Article 6(1) ECHR, granting the court full jurisdiction to review its appropriateness. Despite significant discrepancies in breath alcohol readings (0.31 mg/l to 0.42 mg/l) and the appellant's poor driving record with a recent relapse, the court found a doubling of the minimum withdrawal period excessive and deemed an increase of two months more appropriate, ultimately reducing the period further by one month due to the appellant's pronounced sensitivity to the measure.
Legislator-Regeste
AmtlichDauer Warnungsentzug | Trunkenheitsfahrt: Warnungsentzugsdauer; berufliche Massnahmenempfindlichkeit. Der Entzug des Führerausweises zu Warnzwecken ist eine strafrechtliche Anklage im Sinne von Art. 6 Ziffer 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention, weshalb dem Verwaltungsgericht als erste richterliche Instanz volle Kognition zukommt und es auch die Angemessenheit der Dauer des Warnungsentzugs frei zu überprüfen hat (E.1.2). Der wegen Alkoholmundgeruch durchgeführte Atemlufttest ergab bei zwei Messserien mit Werten zwischen 0,31 mg/l und 0,42 mg/l Atemalkoholkonzentration grosse Differenzen. Trotz des getrübten automobilistischen Leumunds des Beschwerdeführers und des zeitnahen Rückfalls erscheint eine Verdoppelung der Mindestentzugsdauer als zu hoch und eine Erhöhung um zwei Monate als angemessen. Es liegt eine ausgeprägte Massnahmeempfindlichkeit vor, welche zu einer Reduktion der Entzugsdauer um einen Monat führt (E.3). Gutheissung.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the reasoning that the warning revocation constitutes a criminal charge, justifying full judicial review by the Administrative Court.
This article is listed among the legal norms applied in the context of the appeal decision regarding the duration of the warning revocation.
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Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2020.00116
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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2020.00116 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 17.12.2020 · Spruchkörper: · 1. Abteilung/Einzelrichter · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Administrativmassnahmen im Strassenverkehr · Betreff: · Dauer Warnungsentzug · Trunkenheitsfahrt: Warnungsentzugsdauer; berufliche Massnahmenempfindlichkeit. Der Entzug des Führerausweises zu Warnzwecken ist eine strafrechtliche Anklage im Sinne von Art. 6 Ziffer 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention, weshalb dem Verwaltungsgericht als erste richterliche Instanz volle Kognition zukommt und es auch die Angemessenheit der Dauer des Warnungsentzugs frei zu überprüfen hat (E.1.2).
Der wegen Alkoholmundgeruch durchgeführte Atemlufttest ergab bei zwei Messserien mit Werten zwischen 0,31 mg/l und 0,42 mg/l Atemalkoholkonzentration grosse Differenzen. Trotz des getrübten automobilistischen Leumunds des Beschwerdeführers und des zeitnahen Rückfalls erscheint eine Verdoppelung der Mindestentzugsdauer als zu hoch und eine Erhöhung um zwei Monate als angemessen. Es liegt eine ausgeprägte Massnahmeempfindlichkeit vor, welche zu einer Reduktion der Entzugsdauer um einen Monat führt (E.3). Gutheissung. · --- · Stichworte: · ALKOHOLISIERUNG ATEMALKOHOL GEFÄHRDUNG MASSNAHMEEMPFINDLICHKEIT SCHWERE WIDERHANDLUNG STRASSENVERKEHRSRECHT VERSCHULDEN · Rechtsnormen:
· Art. 6 Ziff. 1 EMRK Art. 16 Abs. III SVG Art. 16c Abs. I lit. b SVG Art. 16c Abs. II lit. a SVG Art. 91 Abs. II lit. a SVG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3