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VB.2020.00116 • VG ZH VB.2020.00116 KI-generiert

License Withdrawal Duration for Drunk Driving Appeal

Geschäftsnummer VB.2020.00116
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The court reviewed an appeal against the duration of a warning-based license withdrawal imposed for drunk driving, noting that the administrative withdrawal constitutes a criminal charge under Article 6(1) ECHR, granting the court full jurisdiction to review its appropriateness. Despite significant discrepancies in breath alcohol readings (0.31 mg/l to 0.42 mg/l) and the appellant's poor driving record with a recent relapse, the court found a doubling of the minimum withdrawal period excessive and deemed an increase of two months more appropriate, ultimately reducing the period further by one month due to the appellant's pronounced sensitivity to the measure.

Legislator-Regeste

Amtlich

Dauer Warnungsentzug | Trunkenheitsfahrt: Warnungsentzugsdauer; berufliche Massnahmenempfindlichkeit. Der Entzug des Führerausweises zu Warnzwecken ist eine strafrechtliche Anklage im Sinne von Art. 6 Ziffer 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention, weshalb dem Verwaltungsgericht als erste richterliche Instanz volle Kognition zukommt und es auch die Angemessenheit der Dauer des Warnungsentzugs frei zu überprüfen hat (E.1.2). Der wegen Alkoholmundgeruch durchgeführte Atemlufttest ergab bei zwei Messserien mit Werten zwischen 0,31 mg/l und 0,42 mg/l Atemalkoholkonzentration grosse Differenzen. Trotz des getrübten automobilistischen Leumunds des Beschwerdeführers und des zeitnahen Rückfalls erscheint eine Verdoppelung der Mindestentzugsdauer als zu hoch und eine Erhöhung um zwei Monate als angemessen. Es liegt eine ausgeprägte Massnahmeempfindlichkeit vor, welche zu einer Reduktion der Entzugsdauer um einen Monat führt (E.3). Gutheissung.

Schlagwörter

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Führerausweisentzug strafrechtliche Anklage Normenkontrolle wiederholtes Fahren im fahrunfähigen Zustand Dauer der Zuwiderhandlung Dauer der Landesverweisung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 6 Ziff. 1 EMRK

Cited in the reasoning that the warning revocation constitutes a criminal charge, justifying full judicial review by the Administrative Court.

Art. 16 Abs. III SVG

This article is listed among the legal norms applied in the context of the appeal decision regarding the duration of the warning revocation.

Art. 16c Abs. I lit. b SVG

This article is listed among the legal norms applied in the context of the appeal decision regarding the duration of the warning revocation.

Art. 16c Abs. II lit. a SVG

This article is listed among the legal norms applied in the context of the appeal decision regarding the duration of the warning revocation.

Art. 91 Abs. II lit. a SVG

This article is listed among the legal norms applied in the context of the appeal decision regarding the duration of the warning revocation.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2020.00116

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2020.00116 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 17.12.2020 · Spruchkörper: · 1. Abteilung/Einzelrichter · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Administrativmassnahmen im Strassenverkehr · Betreff: · Dauer Warnungsentzug · Trunkenheitsfahrt: Warnungsentzugsdauer; berufliche Massnahmenempfindlichkeit. Der Entzug des Führerausweises zu Warnzwecken ist eine strafrechtliche Anklage im Sinne von Art. 6 Ziffer 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention, weshalb dem Verwaltungsgericht als erste richterliche Instanz volle Kognition zukommt und es auch die Angemessenheit der Dauer des Warnungsentzugs frei zu überprüfen hat (E.1.2).

Der wegen Alkoholmundgeruch durchgeführte Atemlufttest ergab bei zwei Messserien mit Werten zwischen 0,31 mg/l und 0,42 mg/l Atemalkoholkonzentration grosse Differenzen. Trotz des getrübten automobilistischen Leumunds des Beschwerdeführers und des zeitnahen Rückfalls erscheint eine Verdoppelung der Mindestentzugsdauer als zu hoch und eine Erhöhung um zwei Monate als angemessen. Es liegt eine ausgeprägte Massnahmeempfindlichkeit vor, welche zu einer Reduktion der Entzugsdauer um einen Monat führt (E.3). Gutheissung. · --- · Stichworte: · ALKOHOLISIERUNG ATEMALKOHOL GEFÄHRDUNG MASSNAHMEEMPFINDLICHKEIT SCHWERE WIDERHANDLUNG STRASSENVERKEHRSRECHT VERSCHULDEN · Rechtsnormen:

· Art. 6 Ziff. 1 EMRK Art. 16 Abs. III SVG Art. 16c Abs. I lit. b SVG Art. 16c Abs. II lit. a SVG Art. 91 Abs. II lit. a SVG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3