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VB.2019.00630 • VG ZH VB.2019.00630 KI-generiert

Municipal Permit for Stable Conversion Invalid Due to Lack of Cantonal Consent on Zoning Classification

Geschäftsnummer VB.2019.00630
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The administrative court addressed the legality of a municipal building permit for converting a cow shed into a horse stable (non-agricultural horse-keeping) situated in a hamlet zone, which the court determined should be classified as non-building land under planning law. The court reasoned that for construction projects outside the designated building zones, cantonal participation as required by law is mandatory, and the delegation of permitting authority to the municipality contradicted this provision; consequently, the municipal permit was deemed unlawful due to the missing, indispensable consent from the responsible cantonal authority regarding the project's conformity with the zone classification, and the matter was remanded for further review, particularly concerning the compatibility of non-agricultural grazing with the protection requirements of a national moor landscape zone.

Legislator-Regeste

Amtlich

Baubewilligung | Baubewilligung: Umnutzung eines Kuhstalls zu einem Pferdestall (nicht-landwirtschaftliche Pferdehaltung) in der Weilerzone Die vorliegend betroffene Weilerzone ist nicht als ordentliche Bauzone zu qualifizieren, sondern im Ergebnis der Kategorie der Nichtbauzonen zuzurechnen (E. 3.6). Für zonenkonforme Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone ist gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG eine kantonale Mitwirkung erforderlich (E. 4.3). Eine Delegation der Bewilligungskompetenz für Bauvorhaben in einer Weilerzone an die Gemeinde wie im vorliegenden Fall steht im Widerspruch zu Art. 25 Abs. 2 RPG. Vorliegend fehlt ein Entscheid der Baudirektion über die Zonenkonformität des Bauvorhabens (E. 4.4). Die Zustimmung der kantonalen Behörde gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG ist ein unentbehrliches, konstitutiv wirkendes Element der kommunalen Baubewilligung (E. 4.5). Die kommunale Baubewilligung erweist sich zufolge der fehlenden Zustimmung durch die nach Art. 25 Abs. 2 RPG zuständige kantonale Behörde als rechtswidrig und ist aufzuheben (E. 4.6). Das von der temporären Weidehaltung betroffene Grundstück liegt nicht nur in der Landwirtschaftszone, sondern auch in der Landschaftsschutzzone (Moorlandschaft von nationaler Bedeutung) (E. 5.4.1). Die Zulässigkeit einer nicht-landwirtschaftlichen Weidehaltung in einer Moorlandschaft liegt nicht auf der Hand. Selbst wenn Weidezäune nur temporär aufgestellt und gut in das Landschaftsbild eingepasst werden sollen, ist zur Prüfung der Vereinbarkeit einer solchen Nutzung mit Art. 23d NHG eine vorgängige förmliche Kontrolle durch die zuständige Behörde gerechtfertigt (E. 5.4.3). Gutheissung und Rückweisung.

Schlagwörter

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kommunale Baubewilligung Einzonung Freihaltezone landwirtschaftliches Grundstück Bodenrecht Landschaftsschutzzone

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 25 Abs. 2 RPG

The municipal building permit was annulled because the required cantonal approval according to this article was missing.

Art. 23d NHG

This provision was cited in the context of the necessity for a formal check regarding non-agricultural grazing in a moor landscape.

Art. 18 RPG

This provision was cited in the list of legal norms considered.

Art. 22 RPG

This provision was cited in the list of legal norms considered.

Art. 24 RPG

This provision was cited in the list of legal norms considered.

Art. 33 RPV

This provision was cited in the list of legal norms considered.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2019.00630

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2019.00630 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 22.10.2020 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/3. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht · Betreff: · Baubewilligung · Baubewilligung: Umnutzung eines Kuhstalls zu einem Pferdestall (nicht-landwirtschaftliche Pferdehaltung) in der Weilerzone Die vorliegend betroffene Weilerzone ist nicht als ordentliche Bauzone zu qualifizieren, sondern im Ergebnis der Kategorie der Nichtbauzonen zuzurechnen (E. 3.6).

Für zonenkonforme Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone ist gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG eine kantonale Mitwirkung erforderlich (E. 4.3). Eine Delegation der Bewilligungskompetenz für Bauvorhaben in einer Weilerzone an die Gemeinde wie im vorliegenden Fall steht im Widerspruch zu Art. 25 Abs. 2 RPG. Vorliegend fehlt ein Entscheid der Baudirektion über die Zonenkonformität des Bauvorhabens (E. 4.4). Die Zustimmung der kantonalen Behörde gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG ist ein unentbehrliches, konstitutiv wirkendes Element der kommunalen Baubewilligung (E. 4.5).

Die kommunale Baubewilligung erweist sich zufolge der fehlenden Zustimmung durch die nach Art. 25 Abs. 2 RPG zuständige kantonale Behörde als rechtswidrig und ist aufzuheben (E. 4.6). Das von der temporären Weidehaltung betroffene Grundstück liegt nicht nur in der Landwirtschaftszone, sondern auch in der Landschaftsschutzzone (Moorlandschaft von nationaler Bedeutung) (E. 5.4.1). Die Zulässigkeit einer nicht-landwirtschaftlichen Weidehaltung in einer Moorlandschaft liegt nicht auf der Hand. Selbst wenn Weidezäune nur temporär aufgestellt und gut in das Landschaftsbild eingepasst werden sollen, ist zur Prüfung der Vereinbarkeit einer solchen Nutzung mit Art. 23d NHG eine vorgängige förmliche Kontrolle durch die zuständige Behörde gerechtfertigt (E. 5.4.3).

Gutheissung und Rückweisung. · --- · Stichworte: · AUSSERHALB DER BAUZONEN BAUBEWILLIGUNG BAUBEWILLIGUNGSPFLICHT BEWILLIGUNGSKOMPETENZ LANDSCHAFTSSCHUTZ LANDSCHAFTSSCHUTZZONE LANDWIRTSCHAFTSZONE MOORLANDSCHAFT PFERDEHALTUNG WEILER WEILERZONE ZONENKONFORMITÄT · Rechtsnormen: · Art. 23d NHG Art. 18 RPG Art. 22 RPG Art. 24 RPG Art. 25 Abs. II RPG Art. 33 RPV · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 1