Bosnia and Herzegovina National v. Slovenia Residency Revocation Appeal
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court reviewed the revocation of a residency permit for an individual from Bosnia and Herzegovina whose marriage to a Slovenian national ended shortly after their arrival in the country when his spouse bore another man's child and moved out. While the court found insufficient proof to confirm the marriage was a sham, it determined that the individual could no longer claim a right of residence based on the marriage under the Agreement on the Free Movement of Persons (FZA), as post-marital residency is not explicitly regulated therein. However, applying the non-discrimination principle of the FZA and the principle of favoring the more lenient rule under national law, the court examined whether the residency claim would have persisted had the spouse been a Swiss national, ultimately concluding that the requirements for a post-marital right of residence were met, leading to the granting of the appeal.
Legislator-Regeste
AmtlichAufenthaltsbewilligung EU/EFTA (Widerruf) | Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA wegen Verdachts auf Scheinehe sowie wegen Nichterfüllen der Voraussetzungen des nachehelichen Aufenthalts [Der Beschwerdeführer aus Bosnien Herzegowina heiratete mit 18 Jahren eine slowenische Staatsangehörige. Beide reisten kurz darauf in die Schweiz und arbeiteten hier beim Onkel des Beschwerdeführers. Rund 2,5 Jahre später gebar sie das Kind eines anderen Mannes und zog wenige Monate später aus der gemeinsamen Wohnung aus.] Der Beschwerdeführer kann sich spätestens seit der definitiven Trennung von seiner aus Slowenien stammenden Ehefrau nicht mehr auf einen Anwesenheitsanspruch gestützt auf Art. 7 lit. d und e FZA in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a Anhang I FZA berufen. Der nacheheliche Aufenthalt ist im FZA nicht geregelt. In Nachachtung des Diskriminierungsverbots von Art. 2 FZA und des Günstigkeitsprinzips von Art. 2 Abs. 2 AIG ist aber zu prüfen, ob der Aufenthaltsanspruch des Beschwerdeführers auch entfallen wäre, wenn er Ehegatte einer Schweizerin gewesen wäre (E. 2.2). Die Scheinehe ist nicht ausreichend nachgewiesen (E. 3). Bejahung der Voraussetzungen des nachehelichen Aufenthaltsanspruchs (E. 4). Gutheissung der Beschwerde.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court ruled on the applicant's continued right of residence based on this article concerning EU/EFTA citizens.
The principle of non-discrimination under this article was considered in the assessment of the post-marital right of residence.
The principle of non-discrimination, referred to via the FZA, was considered in the assessment.
This article was likely used as a procedural or general basis for the decision concerning residence permits, although its specific role is not detailed in the summary.
This article was likely used as a procedural or general basis for the decision concerning residence permits, although its specific role is not detailed in the summary.
Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2019.00596
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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2019.00596 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 19.02.2020 · Spruchkörper: · 2. Abteilung/2. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Ausländerrecht · Betreff: · Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA (Widerruf) · Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA wegen Verdachts auf Scheinehe sowie wegen Nichterfüllen der Voraussetzungen des nachehelichen Aufenthalts [Der Beschwerdeführer aus Bosnien Herzegowina heiratete mit 18 Jahren eine slowenische Staatsangehörige.
Beide reisten kurz darauf in die Schweiz und arbeiteten hier beim Onkel des Beschwerdeführers. Rund 2,5 Jahre später gebar sie das Kind eines anderen Mannes und zog wenige Monate später aus der gemeinsamen Wohnung aus.] Der Beschwerdeführer kann sich spätestens seit der definitiven Trennung von seiner aus Slowenien stammenden Ehefrau nicht mehr auf einen Anwesenheitsanspruch gestützt auf Art. 7 lit. d und e FZA in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a Anhang I FZA berufen. Der nacheheliche Aufenthalt ist im FZA nicht geregelt. In Nachachtung des Diskriminierungsverbots von Art. 2 FZA und des Günstigkeitsprinzips von Art. 2 Abs. 2 AIG ist aber zu prüfen, ob der Aufenthaltsanspruch des Beschwerdeführers auch entfallen wäre, wenn er Ehegatte einer Schweizerin gewesen wäre (E. 2.2).
Die Scheinehe ist nicht ausreichend nachgewiesen (E. 3). Bejahung der Voraussetzungen des nachehelichen Aufenthaltsanspruchs (E. 4).
Gutheissung der Beschwerde. · --- · Stichworte: · BEWEISLAST DREIJAHRESFRIST ERFOLGREICHE INTEGRATION SCHEINEHE SCHEINEHEVERDACHT · Rechtsnormen: · Art. 2 Abs. II AIG Art. 42 Abs. I AIG Art. 50 Abs. I lit. a AIG Art. 2 FZA Art. 7 FZA · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3