Spousal Residency Rights Post-Divorce and Domestic Violence Claims
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court addressed an appeal concerning the post-marital right to residency for the spouse of an EU/EFTA national, which is governed by Art. 50 of the Foreign Nationals Act (AIG). The court noted that contrary to recent federal jurisprudence suggesting the non-discrimination principle under the Freedom of Movement Agreement (FZA) ceases to apply if the former spouse no longer resides in Switzerland, this interpretation could undermine the protection afforded to victims of domestic violence under Art. 50 (1)(b) AIG. Because the appellant claimed to be a victim of domestic violence, which constitutes an important personal reason under Art. 50 (1)(b) AIG, the court found that the lower authority failed to adequately investigate this claim, justifying a remand for re-adjudication.
Legislator-Regeste
AmtlichAufenthaltsbewilligung | [Nacheheliches Aufenthaltsrecht] Der nacheheliche Aufenthalt für die Ehegatten von EU/EFTA-Staatsangehörigen richtet sich nach Art. 50 AIG. Nach einem bundesgerichtlichen Leitentscheid soll das freizügigkeitsrechtliche Diskriminierungsverbot für die Regelung der familiären Beziehungen des vormaligen Ehegatten entfallen, wenn dieser kein Aufenthaltsrecht mehr in der Schweiz hat (E. 3.1). Die Vorinstanz hätte deshalb abklären müssen, ob sich der vormalige Ehegatte der Beschwerdeführerin nach wie vor in der Schweiz aufhält (E. 3.2). Ohnehin wirft der bundesgerichtliche Ansatz Fragen auf. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Anwendungsbereich des FZA im Fall der Trennung der Ehegatten nicht geöffnet bleiben soll, obwohl dem nachgezogenen Familienmitglied aufgrund des Familiennachzugs bereits ein Aufenthaltsrecht gestützt auf das FZA zukommt. Durch die Anwendung dieser bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf Fälle von ehelicher Gewalt würde zudem der Schutz, welcher Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG für die Opfer von ehelicher Gewalt bietet, ausgehebelt (E. 3.3). Da die Beschwerdeführerin geltend macht, sie sei Opfer ehelicher Gewalt geworden, könnte ein wichtiger persönlicher Grund im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG vorliegen. Die Vorinstanz und der Beschwerdegegner haben es unterlassen, ausreichend abzuklären, ob die Beschwerdeführerin tatsächlich Opfer ehelicher Gewalt geworden ist (E. 4). Damit erweist sich eine Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zum Neuentscheid als gerechtfertigt (E. 5). Teilweise Gutheissung.
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KI-generiertThe court found that the appellant might be a victim of domestic violence, which could constitute an important personal reason under this provision for granting a residence permit.
This provision is mentioned in the context of the applicant's right to a post-marital residence permit.
This provision is cited as part of the legal framework governing the case.
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This provision concerning the Agreement on the Free Movement of Persons is relevant to the residence rights based on marriage to an EU/EFTA citizen.
This provision is cited as part of the legal framework governing the case.
This provision is cited as part of the legal framework governing the case.
This provision is cited as part of the legal framework governing the case.
This provision is cited as part of the procedural law governing the case.
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This provision is cited as part of the procedural law governing the case.
This provision is cited as part of the procedural law governing the case.
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Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2019.00425
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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2019.00425 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 23.10.2019 · Spruchkörper: · 4. Abteilung/4. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Ausländerrecht · Betreff: · Aufenthaltsbewilligung · [Nacheheliches Aufenthaltsrecht] Der nacheheliche Aufenthalt für die Ehegatten von EU/EFTA-Staatsangehörigen richtet sich nach Art. 50 AIG. Nach einem bundesgerichtlichen Leitentscheid soll das freizügigkeitsrechtliche Diskriminierungsverbot für die Regelung der familiären Beziehungen des vormaligen Ehegatten entfallen, wenn dieser kein Aufenthaltsrecht mehr in der Schweiz hat (E. 3.1).
Die Vorinstanz hätte deshalb abklären müssen, ob sich der vormalige Ehegatte der Beschwerdeführerin nach wie vor in der Schweiz aufhält (E. 3.2). Ohnehin wirft der bundesgerichtliche Ansatz Fragen auf. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Anwendungsbereich des FZA im Fall der Trennung der Ehegatten nicht geöffnet bleiben soll, obwohl dem nachgezogenen Familienmitglied aufgrund des Familiennachzugs bereits ein Aufenthaltsrecht gestützt auf das FZA zukommt. Durch die Anwendung dieser bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf Fälle von ehelicher Gewalt würde zudem der Schutz, welcher Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG für die Opfer von ehelicher Gewalt bietet, ausgehebelt (E. 3.3).
Da die Beschwerdeführerin geltend macht, sie sei Opfer ehelicher Gewalt geworden, könnte ein wichtiger persönlicher Grund im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG vorliegen. Die Vorinstanz und der Beschwerdegegner haben es unterlassen, ausreichend abzuklären, ob die Beschwerdeführerin tatsächlich Opfer ehelicher Gewalt geworden ist (E. 4). Damit erweist sich eine Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zum Neuentscheid als gerechtfertigt (E. 5). Teilweise Gutheissung. · --- · Stichworte: · ANTIZIPIERTE BEWEISWÜRDIGUNG AUFENTHALTSBEWILLIGUNG EU/EFTA EHELICHE GEWALT MITWIRKUNGSPFLICHT NACHEHELICHER HÄRTEFALL RECHTLICHES GEHÖR UNGENÜGENDE BEGRÜNDUNG UNGENÜGENDE SACHVERHALTSFESTSTELLUNG UNTERSUCHUNGSGRUNDSATZ · Rechtsnormen:
· Art. 2 Abs. II AIG Art. 50 Abs. I lit. b AIG Art. 50 Abs. II AIG Art. 62 Abs. I lit. d AIG Art. 29 Abs. II BV Art. 2 FZA Art. 7 lit. d FZA Art. 3 Abs. I Anhang I FZA Art. 3 Abs. II lit. a Anhang I FZA Art. 23 Abs. I VEP § 7 Abs. I VRG § 7 Abs. IV VRG § 64 Abs. I VRG Art. 77 Abs. vi VZAE · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 2