Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VB.2019.00258 • VG ZH VB.2019.00258 KI-generiert

Building Permit Modification Appeal Dismissal for Untimely Objections

Geschäftsnummer VB.2019.00258
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The court dismissed an appeal concerning a building permit modification to establish a daycare center, affirming that objections raised for the first time in an appeal are untimely if they could have been raised in the preceding appeal procedure, thereby upholding the principle of lodging objections early. The court reasoned that the justification for a building decision meets constitutional requirements if it allows the affected party to understand its scope and decide whether to appeal, noting that building permits themselves, being tied to publicly accessible submissions, generally require minimal or specific justification. Furthermore, although the project modification should have followed the ordinary procedure, the neighbor's ability to assert their concerns despite the incorrect procedure meant the resulting decision was not automatically overturned, and the traffic concept and bicycle parking were deemed acceptable.

Legislator-Regeste

Amtlich

Baubewilligung | Projektänderung; Umnutzung als Kinderkrippe. Erweist sich eine Rüge im Rekursverfahren als verspätet, so kann diese auch im Beschwerdeverfahren nicht mehr vorgebracht werden, andernfalls das Rügeprinzip vor Baurekursgericht faktisch ausgehöhlt würde (E. 4.4). Die Begründung eines baurechtlichen Entscheids genügt den Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 BV, wenn der Betroffene in die Lage versetzt wird, dessen Tragweite zu beurteilen. Damit kann er entscheiden, ob er den Entscheid anfechten will. Baubewilligungen sind daher in der Regel nicht, beziehungsweise höchstens punktuell zu begründen, ergibt sich der Inhalt der Bewilligung doch aus der im Bewilligungsverfahren von jedermann einsehbaren Baueingabe (E. 5.2). Die Projektänderung hätte im ordentlichen Verfahren erfolgen müssen (E. 6.1-6.5). Eine falsche Verfahrenswahl führt nach ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts nicht ohne Weiteres zur Aufhebung des nachfolgend ergangenen baurechtlichen Entscheids. Vielmehr kommt es darauf an, ob der Nachbar wie vorliegend seine Rügen trotz der falschen Verfahrenswahl der Rekursinstanz vortragen und damit seine Interessen wahren konnte (E. 6.6). Das Verkehrskonzept betreffend die Kinderkrippe ist nicht zu beanstanden (E. 8.2). Die Velounterstände ordnen sich ansprechend ein (E. 9). Abweisung.

Schlagwörter

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Änderung der Baubewilligung prozessuale Einreden verfassungsmässige Anforderung Parkplatzpflicht begründeter Entscheid Bewilligungsentzug

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 29 Abs. II BV

The court addressed the requirement for the reasoning of a planning law decision regarding its sufficiency.

Art. 13 Abs. I BVV

This provision is listed among the legal norms applied in the context of the decision, although its specific use in the dispositive is not detailed in the provided excerpt.

§ 238 Abs. I PBG

This provision is listed among the legal norms applied in the context of the decision, although its specific use in the dispositive is not detailed in the provided excerpt.

§ 325 Abs. I PBG

This provision is listed among the legal norms applied in the context of the decision, although its specific use in the dispositive is not detailed in the provided excerpt.

§ 23 Abs. I VRG

This provision is listed among the legal norms applied in the context of the decision, although its specific use in the dispositive is not detailed in the provided excerpt.

§ 54 Abs. I VRG

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2019.00258

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2019.00258 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 28.11.2019 · Spruchkörper: · 1. Abteilung/1. Kammer · Weiterzug: · Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 25.02.2021 abgewiesen. · Rechtsgebiet: · Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht · Betreff: · Baubewilligung · Projektänderung; Umnutzung als Kinderkrippe. Erweist sich eine Rüge im Rekursverfahren als verspätet, so kann diese auch im Beschwerdeverfahren nicht mehr vorgebracht werden, andernfalls das Rügeprinzip vor Baurekursgericht faktisch ausgehöhlt würde (E. 4.4).

Die Begründung eines baurechtlichen Entscheids genügt den Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 BV, wenn der Betroffene in die Lage versetzt wird, dessen Tragweite zu beurteilen. Damit kann er entscheiden, ob er den Entscheid anfechten will. Baubewilligungen sind daher in der Regel nicht, beziehungsweise höchstens punktuell zu begründen, ergibt sich der Inhalt der Bewilligung doch aus der im Bewilligungsverfahren von jedermann einsehbaren Baueingabe (E. 5.2). Die Projektänderung hätte im ordentlichen Verfahren erfolgen müssen (E. 6.1-6.5). Eine falsche Verfahrenswahl führt nach ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts nicht ohne Weiteres zur Aufhebung des nachfolgend ergangenen baurechtlichen Entscheids.

Vielmehr kommt es darauf an, ob der Nachbar wie vorliegend seine Rügen trotz der falschen Verfahrenswahl der Rekursinstanz vortragen und damit seine Interessen wahren konnte (E. 6.6). Das Verkehrskonzept betreffend die Kinderkrippe ist nicht zu beanstanden (E. 8.2). Die Velounterstände ordnen sich ansprechend ein (E. 9). Abweisung. · --- · Stichworte: · ANZEIGEVERFAHREN BEGRÜNDUNGSANFORDERUNG EINORDNUNG PROJEKTÄNDERUNG VERFAHRENSART VERSPÄTETE RÜGEN · Rechtsnormen: · Art. 29 Abs. II BV Art. 13 Abs. I BVV § 238 Abs. I PBG § 325 Abs. I PBG § 23 Abs. I VRG § 54 Abs. I VRG · Publikationen:

· - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3