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VB.2019.00067 • VG ZH VB.2019.00067 KI-generiert

Church Bell Ringing Not Automatically Religious Freedom; Subject to Noise Regulations

Geschäftsnummer VB.2019.00067
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The court considered a dispute over church bell ringing, specifically whether newly permitted weekend ringing constituted a "new installation" under noise protection law. The court reasoned that ringing for secular purposes, such as public announcements, timekeeping, or marking the beginning/end of weekdays or weekends, is considered "civil ringing" and serves a public interest rather than being protected under religious freedom. Therefore, such ringing is subject to noise protection regulations as a new installation, requiring consideration of local conditions, whereas "liturgical ringing" directly related to religious services is treated differently. The court partially upheld the appeal, acknowledging the distinction between civil and liturgical ringing in its assessment.

Legislator-Regeste

Amtlich

Kirchglockengeläut | Lärmschutzrechtliche Neuanlage. Läuten am Wochenende. Unterscheidung zwischen liturgischem und bürgerlichem Läuten. Das bürgerliche Läuten dient – als nichtsakrale Nebenaufgabe der Kirche im öffentlichen Interesse – weltlichen Zwecken und steht nicht unter dem Schutz der Glaubens- und Gewissensfreiheit. Dazuzuzählen sind das Läuten der Glocken an nationalen Feiertagen oder zur Einberufung der Gemeindeversammlung, das Schlagen der Kirchenglocken zur Zeitverkündung sowie das Früh-, Mittags- und Abendläuten. Gleiches hat für das Ausläuten der Woche bzw. Einläuten des Sonntags sowie das Ausläuten des Sonntags zu gelten, zumal auch dies nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit kirchlichen Handlungen steht (E. 4.3). Bei der Beurteilung von neuem bürgerlichem Läuten müssen die tatsächlichen lokalen Verhältnisse berücksichtigt werden. Soweit bürgerliches Geläut, das von einem bestehenden Kirchturm bzw. von bestehenden Kirchtürmen einer Gemeinde ausgeht, im entsprechenden Gemeindegebiet wahrnehmbar ist, wird die im öffentlichen Interesse stehende nichtsakrale Aufgabe grundsätzlich erfüllt; in Bezug auf das bürgerliche Läuten kann nicht relevant sein, welcher Konfession ein Kirchturm zuzuordnen ist (E. 5.2.2). Teilweise Gutheissung.

Schlagwörter

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Kultusfreiheit Schutz der Grundrechte Schutz des öffentlichen Interesses Lärmimmissionen protestantisches Kirchenrecht Kunstfreiheit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 2 Abs. 1 LSV

This provision is cited as the basis for the assessment of noise protection law for new installations.

Art. 7 Abs. 7 USG

This provision is cited in relation to the assessment of noise protection law for new installations.

Art. 15 Abs. 2 BV

This provision is mentioned in the context of the assessment of the case.

Art. 26 BV

This provision is mentioned in the context of the assessment of the case.

Art. 25 USG

This provision is cited in relation to the assessment of noise protection law for new installations.

Art. 7 LSV

This provision is cited as the basis for the assessment of noise protection law for new installations.

Art. 40 Abs. 3 LSV

This provision is cited as the basis for the assessment of noise protection law for new installations.

Zus. 25 USG

This provision is cited in relation to the assessment of noise protection law for new installations.

Art. 15 USG

This provision is cited in relation to the assessment of noise protection law for new installations.

Art. 25 Abs. 1 USG

This provision is cited in relation to the assessment of noise protection law for new installations.

Art. 25 Abs. 2 USG

This provision is cited in relation to the assessment of noise protection law for new installations.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2019.00067

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2019.00067 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 29.08.2019 · Spruchkörper: · 1. Abteilung/1. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht · Betreff: · Kirchglockengeläut · Lärmschutzrechtliche Neuanlage. Läuten am Wochenende. Unterscheidung zwischen liturgischem und bürgerlichem Läuten. Das bürgerliche Läuten dient – als nichtsakrale Nebenaufgabe der Kirche im öffentlichen Interesse – weltlichen Zwecken und steht nicht unter dem Schutz der Glaubens- und Gewissensfreiheit.

Dazuzuzählen sind das Läuten der Glocken an nationalen Feiertagen oder zur Einberufung der Gemeindeversammlung, das Schlagen der Kirchenglocken zur Zeitverkündung sowie das Früh-, Mittags- und Abendläuten. Gleiches hat für das Ausläuten der Woche bzw. Einläuten des Sonntags sowie das Ausläuten des Sonntags zu gelten, zumal auch dies nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit kirchlichen Handlungen steht (E. 4.3). Bei der Beurteilung von neuem bürgerlichem Läuten müssen die tatsächlichen lokalen Verhältnisse berücksichtigt werden.

Soweit bürgerliches Geläut, das von einem bestehenden Kirchturm bzw. von bestehenden Kirchtürmen einer Gemeinde ausgeht, im entsprechenden Gemeindegebiet wahrnehmbar ist, wird die im öffentlichen Interesse stehende nichtsakrale Aufgabe grundsätzlich erfüllt; in Bezug auf das bürgerliche Läuten kann nicht relevant sein, welcher Konfession ein Kirchturm zuzuordnen ist (E. 5.2.2). Teilweise Gutheissung. · --- · Stichworte: · BÜRGERLICHES GELÄUT ERLEICHTERUNGEN KULTISCHES GELÄUT LÄRMSCHUTZ NEUANLAGE PLANUNGSWERT · Rechtsnormen: · Art. 15 Abs. 2 BV Art. 26 BV Art. 2 Abs. 1 LSV Art. 7 LSV Art. 40 Abs. 3 LSV Zus. 25 USG Art. 7 Abs. 7 USG Art. 15 USG Art. 25 USG Art. 25 Abs. 1 USG Art. 25 Abs. 2 USG · Publikationen:

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