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VB.2018.00816 • VG ZH VB.2018.00816 KI-generiert

Social Assistance Recipient's Retroactive Benefits: Offset of Health Insurance Premiums Allowed, Recoupment of Overpaid Assistance Denied

Geschäftsnummer VB.2018.00816
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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A social assistance recipient received retroactive unemployment benefits and disability pensions for certain periods. The court ruled that the social assistance provider could not reclaim the benefits paid because there was no temporal congruence with the later awarded social security benefits, and the social security payments were not lump-sum compensation. Furthermore, the social security benefits did not create such favorable circumstances that a refusal to reclaim would be unreasonable. However, the social assistance provider was permitted to offset the welfare payments for health insurance premiums against directly paid supplementary benefits for old-age and survivors' insurance, including premium subsidies.

Legislator-Regeste

Amtlich

Sozialhilfe | Sozialhilfe: Rückerstattungsforderung Beschwerdelegitimation der Gemeinde (E. 1.2). Der Beschwerdegegner erhielt rückwirkend eine Arbeitslosenentschädigung sowie IV-Renten für bestimmte Zeiträume. Mangels zeitlicher Kongruenz können die Rückerstattungsforderungen nicht auf § 27 Abs. 1 lit. a SHG gestützt werden. Auch gestützt auf § 27 Abs. 1 lit. b SHG ist die Rückforderung vorliegend nicht möglich, da es sich bei den dem Beschwerdegegner zugesprochenen Sozialversicherungsleistungen nicht um eine Pauschalentschädigung handelt, bei welcher nicht nach Art, Höhe und Periode unterschieden wurde. Die ihm ausbezahlten Sozialversicherungsleistungen führten ausserdem nicht zu derart günstigen Verhältnissen, dass ein Verzicht auf Rückerstattung geradezu unbillig erscheint. Auch eine Rückerstattung gestützt auf § 27 Abs. 1 lit. c SHG ist vorliegend nicht möglich (E. 3 und 4). Indes durfte die Beschwerdeführerin die übernommenen Krankenkassenprämien mit den direkt ausbezahlten Zusatzleistungen zur AHV/IV inkl. Prämienverbilligung verrechnen (E. 5). Dem Beschwerdegegner wird die unentgeltliche Rechtsverbeiständung für das Beschwerdeverfahren gewährt (E. 6.2). Teilweise Gutheissung.

Schlagwörter

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rückwirkende Sozialhilfe Arbeitslosenversicherung Verrechnung von Invalidenrenten unrechtmässig bezogene Leistungen individuelle Prämienverbilligung Ergänzungsleistungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 27 Abs. 1 lit. a SHG

Cited as a basis for restitution claims that were ultimately found not applicable due to lack of temporal congruence.

§ 27 Abs. 1 lit. b SHG

Cited as a basis for restitution claims that were ultimately found not applicable because the social security benefits were not lump-sum payments.

§ 27 Abs. 1 lit. c SHG

Cited as a basis for restitution claims that were ultimately found not applicable.

§ 20 SHG

Cited in relation to the community's claim for reimbursement.

§ 20 Abs. I SHG

Cited in relation to the community's claim for reimbursement.

§ 27 SHG

Cited as the general legal basis for restitution claims.

§ 27 Abs. I SHG

Cited as the general legal basis for restitution claims.

§ 21 Abs. II VRG

Cited in relation to the reimbursement of health insurance premiums.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2018.00816

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2018.00816 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 03.06.2019 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/Einzelrichter · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Fürsorgerecht · Betreff: · Sozialhilfe · Sozialhilfe: Rückerstattungsforderung

Beschwerdelegitimation der Gemeinde (E. 1.2). Der Beschwerdegegner erhielt rückwirkend eine Arbeitslosenentschädigung sowie IV-Renten für bestimmte Zeiträume. Mangels zeitlicher Kongruenz können die Rückerstattungsforderungen nicht auf § 27 Abs. 1 lit. a SHG gestützt werden. Auch gestützt auf § 27 Abs. 1 lit. b SHG ist die Rückforderung vorliegend nicht möglich, da es sich bei den dem Beschwerdegegner zugesprochenen Sozialversicherungsleistungen nicht um eine Pauschalentschädigung handelt, bei welcher nicht nach Art, Höhe und Periode unterschieden wurde.

Die ihm ausbezahlten Sozialversicherungsleistungen führten ausserdem nicht zu derart günstigen Verhältnissen, dass ein Verzicht auf Rückerstattung geradezu unbillig erscheint. Auch eine Rückerstattung gestützt auf § 27 Abs. 1 lit. c SHG ist vorliegend nicht möglich (E. 3 und 4). Indes durfte die Beschwerdeführerin die übernommenen Krankenkassenprämien mit den direkt ausbezahlten Zusatzleistungen zur AHV/IV inkl. Prämienverbilligung verrechnen (E. 5). Dem Beschwerdegegner wird die unentgeltliche Rechtsverbeiständung für das Beschwerdeverfahren gewährt (E. 6.2).

Teilweise Gutheissung. · --- · Stichworte: · BESCHWERDELEGITIMATION RÜCKERSTATTUNG RÜCKERSTATTUNGSPFLICHT RÜCKFORDERUNG SOZIALHILFE SOZIALVERSICHERUNGSLEISTUNGEN ZEITLICHE KONGRUENZ · Rechtsnormen: · § 20 SHG § 20 Abs. I SHG § 27 SHG § 27 Abs. I SHG § 27 Abs. I lit. a SHG § 27 Abs. I lit. b SHG § 27 Abs. I lit. c SHG § 21 Abs. II VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 4