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VB.2018.00484 • VG ZH VB.2018.00484 KI-generiert

Revocation of Residence Permit for Spouse After Definitive Separation Upheld

Geschäftsnummer VB.2018.00484
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The court upheld the revocation of an EU/EFTA residence permit for a foreign spouse after she had definitively separated from her EU citizen husband, finding that the marriage was maintained solely to circumvent immigration rules. The court reasoned that the derived right of residence under the freedom of movement agreement ceases when the marital community is no longer intended, and that a subsequent right of residence requires at least three years of cohabitation in Switzerland with successful integration, which was not met due to the spouse's extended stays abroad. Additionally, the court found no grounds for a hardship claim or a right to residence based on private and family life, as the marriage was no longer intact and there were no exceptionally strong private ties to the local population beyond normal integration.

Legislator-Regeste

Amtlich

Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA (Widerruf) | Freizügigkeitsrechtliche und nacheheliche Aufenthaltsansprüche bei einer nur kurze Zeit in der Schweiz gelebten Ehe. Der abgeleitete freizügigkeitsrechtliche Aufenthaltsanspruch der ausländischen Ehegattin eines EU-Bürgers entfällt, wenn der Wille zur Fortsetzung der Ehegemeinschaft nicht mehr besteht und das formelle Eheband ausschliesslich (noch) dazu dient, ausländerrechtliche Zulassungsvorschriften zu umgehen (E. 2.1). Trotz formell fortbestehender Ehe konnte die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA der peruanischen Beschwerdeführerin deshalb widerrufen werden, nachdem sich diese unbestrittenermassen im November 2015 definitiv von ihrem portugiesischen Ehemann getrennt hatte (E. 2.2). Gemäss innerstaatlicher Regelung besteht ein nachehelicher Aufenthaltsanspruch, falls die in der Schweiz gelebte Ehe mindestens drei Jahre bestanden hat und kumulativ eine erfolgreiche Integration besteht, sofern keine Erlöschensgründe vorliegen (E. 3.1). Die ausländische Ehegattin mit abgeleiteten Aufenthaltsrecht kann sich dabei nur die in der Schweiz verbrachte Zeit anrechnen lassen, ist die Dreijahresfrist doch im Zusammenhang mit dem kumulativen Erfordernis einer erfolgreichen Integration zu sehen und sind ihre Auslandaufenthalte – auch solche aus wichtigen Gründen – nicht geeignet, die Integration in der Schweiz zu verstärken (E. 3.2). Die Beschwerdeführerin reiste erst einige Zeit nach ihrer Heirat in die Schweiz ein und kehrte danach für fast ein Jahr wieder in ihr Heimatland zurück, weshalb die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft nicht die erforderlichen drei Jahre gedauert hat (E. 3.3). Verneinung eines nachehelichen oder eines allgemeinen Härtefalls (E. 4). Verneinung eines Aufenthaltsanspruchs gestützt auf das Recht auf Privat- und Familienlebens mangels intakter Ehegemeinschaft und besonders intensiver, über eine normale Integration hinausgehender privater Bindung zur hiesigen Bevölkerung (E. 5). Ausgangsgemässe Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgensowie Rechtsmittelbelehrung (E. 8 f.). Beschwerdeabweisung.

Schlagwörter

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Widerruf der Aufenthaltsbewilligung ausländischer Ehegatte Aufenthaltsbewilligung Freizügigkeitsrechte Recht auf Familiengründung ehelicher Härtefall

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 2 Abs. II AuG
This provision is cited in relation to the general conditions for the revocation of a residence permit.
Art. 30 Abs. I lit. b AuG
This provision is cited in relation to the conditions for a post-marital right of residence.
Art. 33 Abs. II AuG
This provision is cited in relation to the conditions for a post-marital right of residence.
Art. 43 Abs. I AuG
II AuG Art. 43 Abs. I AuG Art.
Art. 49 AuG
Art. 50 Abs. I lit. a AuG
This provision is cited in relation to the right to private and family life.
Art. 50 Abs. I lit. b AuG
a AuG Art. 50 Abs. I lit. b AuG Art.
Art. 50 Abs. II AuG
b AuG Art. 50 Abs. II AuG Art.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 7 lit. d FZA

The court used this provision to determine that the derived right of residence under the Free Movement Agreement is lost when the marital community is no longer intended to be continued and the formal marital bond serves solely to circumvent immigration law requirements.

Art. 3 Abs. II lit. a Anhang I FZA

This provision was applied to assess the conditions for a post-marital right of residence, specifically the requirement of a marriage having lasted at least three years in Switzerland and successful integration.

Art. 6 Abs. V Anhang I FZA

This provision was used to determine that only time spent in Switzerland can be counted towards the three-year period for post-marital residence rights, as stays abroad do not contribute to integration in Switzerland.

Art. 2 Abs. II AuG

This provision is cited in relation to the general conditions for the revocation of a residence permit.

Art. 30 Abs. I lit. b AuG

This provision is cited in relation to the conditions for a post-marital right of residence.

Art. 33 Abs. II AuG

This provision is cited in relation to the conditions for a post-marital right of residence.

Art. 50 Abs. I lit. a AuG

This provision is cited in relation to the right to private and family life.

Art. 62 Abs. I lit. d AuG

This provision is cited in relation to the grounds for revoking a residence permit.

Art. 8 Abs. I EMRK

This provision is cited in relation to the right to private and family life, in the context of assessing the applicant's situation.

Art. 23 Abs. I VEP

This provision is cited in relation to the conditions for the right of residence for spouses.

Art. 31 VZAE

This provision is cited in relation to the conditions for the right of residence for spouses.

Art. 76 VZAE

This provision is cited in relation to the conditions for the right of residence for spouses.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2018.00484

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2018.00484 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 24.10.2018 · Spruchkörper: · 2. Abteilung/2. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Ausländerrecht · Betreff: · Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA (Widerruf) · Freizügigkeitsrechtliche und nacheheliche Aufenthaltsansprüche bei einer nur kurze Zeit in der Schweiz gelebten Ehe. Der abgeleitete freizügigkeitsrechtliche Aufenthaltsanspruch der ausländischen Ehegattin eines EU-Bürgers entfällt, wenn der Wille zur Fortsetzung der Ehegemeinschaft nicht mehr besteht und das formelle Eheband ausschliesslich (noch) dazu dient, ausländerrechtliche Zulassungsvorschriften zu umgehen (E. 2.1).

Trotz formell fortbestehender Ehe konnte die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA der peruanischen Beschwerdeführerin deshalb widerrufen werden, nachdem sich diese unbestrittenermassen im November 2015 definitiv von ihrem portugiesischen Ehemann getrennt hatte (E. 2.2). Gemäss innerstaatlicher Regelung besteht ein nachehelicher Aufenthaltsanspruch, falls die in der Schweiz gelebte Ehe mindestens drei Jahre bestanden hat und kumulativ eine erfolgreiche Integration besteht, sofern keine Erlöschensgründe vorliegen (E. 3.1). Die ausländische Ehegattin mit abgeleiteten Aufenthaltsrecht kann sich dabei nur die in der Schweiz verbrachte Zeit anrechnen lassen, ist die Dreijahresfrist doch im Zusammenhang mit dem kumulativen Erfordernis einer erfolgreichen Integration zu sehen und sind ihre Auslandaufenthalte – auch solche aus wichtigen Gründen – nicht geeignet, die Integration in der Schweiz zu verstärken (E. 3.2).

Die Beschwerdeführerin reiste erst einige Zeit nach ihrer Heirat in die Schweiz ein und kehrte danach für fast ein Jahr wieder in ihr Heimatland zurück, weshalb die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft nicht die erforderlichen drei Jahre gedauert hat (E. 3.3). Verneinung eines nachehelichen oder eines allgemeinen Härtefalls (E. 4). Verneinung eines Aufenthaltsanspruchs gestützt auf das Recht auf Privat- und Familienlebens mangels intakter Ehegemeinschaft und besonders intensiver, über eine normale Integration hinausgehender privater Bindung zur hiesigen Bevölkerung (E. 5).

Ausgangsgemässe Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen sowie Rechtsmittelbelehrung (E. 8 f.). Beschwerdeabweisung. · --- · Stichworte: · AUSLANDAUFENTHALT DISKRIMINIERUNGSVERBOT DREIJAHRESFRIST ERFOLGREICHE INTEGRATION FREIZÜGIGKEITSABKOMMEN (FZA) GETRENNTLEBEN INLÄNDERDISKRIMINIERUNG NACHEHELICHER HÄRTEFALL PERU WICHTIGE GRÜNDE WICHTIGER GRUND · Rechtsnormen: · Art. 2 Abs. II AuG Art. 30 Abs. I lit. b AuG Art. 33 Abs. II AuG Art. 43 Abs. I AuG Art. 49 AuG Art. 50 Abs. I lit. a AuG Art. 50 Abs. I lit. b AuG Art. 50 Abs. II AuG Art. 61 Abs. II AuG Art. 62 Abs. I lit. d AuG Art. 13 Abs. I BV Art. 8 Abs. I EMRK Art. 7 lit. d FZA Art. 3 Abs. I Anhang I FZA Art. 3 Abs. II lit. a Anhang I FZA Art. 6 Abs. V Anhang I FZA Art. 23 Abs. I VEP Art. 31 VZAE Art. 76 VZAE · Publikationen:

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