Revocation of EU/EFTA Residency Permit Based on Marriage Due to Severe Criminal Conviction
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn individual, originally from India and married to an Austrian national, who held an EU/EFTA residency permit based on that marriage, appealed the revocation of the permit due to repeated criminal convictions, culminating in a 3.5-year prison sentence for attempted grievous bodily harm against their son. The court upheld the revocation, reasoning that a residency or settlement permit under the Free Movement of Persons Agreement can be withdrawn following a long-term custodial sentence if the individual's conduct demonstrates a sufficiently serious and present danger to public order or an unacceptable risk of reoffending, and the revocation is not purely for general prevention; given the severity of the crime, the established pattern of prior offenses, and expert assessments indicating a long-term high risk of reoffending, the significant public interest in exclusion outweighed the private and family interests, although the permit would remain valid until release from current outpatient measures.
Legislator-Regeste
AmtlichNiederlassungsbewilligung EU/EFTA (Widerruf) | Widerruf der Niederlassungsbewilligung EU/EFTA wegen Straffälligkeit. [Der aus Indien stammende Beschwerdeführer ist mit einer ebenfalls aus Indien stammenden Österreicherin verheiratet und erhielt gestützt auf diese Ehe eine Aufenthalts- und später eine Niederlassungsbewilligung EU/EFTA. Während seines Aufenthalts wurde der Beschwerdeführer wiederholt straffällig. Nachdem er wegen einer versuchten schweren Körperverletzung gegenüber seinem Sohn zu einer (längerfristigen) Freiheitsstrafe von 3 1/2 Jahren verurteilt worden war, wurde seine Niederlassungsbewilligung EU/EFTA widerrufen.] Die Niederlassungsbewilligung EU/EFTA des Beschwerdeführers behält bis zu seiner Entlassung aus dem ambulanten Massnahmenvollzug ihre Gültigkeit, ohne dass dies der jetzigen Regelung des nachfolgenden Anwesenheitsrechts entgegensteht (E. 1.2). Sowohl die Aufenthalts- als auch die Niederlassungsbewilligung EU/EFTA können bei einer Verurteilung zu einer längerfristigen – d. h. überjährigen – Freiheitsstrafe widerrufen werden, sofern aufgrund des bisherigen Verhaltens des betroffenen Ausländers eine hinreichend schwere und gegenwärtige Gefährdung der öffentlichen Ordnung bzw. ein nicht hinnehmbares Rückfallrisiko vorliegt und der Widerruf somit nicht allein generalpräventiv motiviert ist (E. 2.1). Aufgrund der strafgerichtlichen Beurteilung und der ausgesprochenen Strafe ist von einem erheblichen Verschulden des Beschwerdeführers auszugehen. Weiter ist aufgrund der (grösstenteils nicht einschlägigen) Vorstrafen des Beschwerdeführers, einem forensisch-psychiatrischen Sachverständigengutachten, der Risikoabklärung des Amts für Justizvollzug sowie dem jährlichen Therapiebericht der Bewährungs- und Vollzugsdienste langfristig ernsthaft mit einem Rückfall des Beschwerdeführers zu rechnen, weshalb nach wie vor ein gewichtiges öffentliches Fernhalteinteresse besteht, welches die privaten Interessen des Beschwerdeführers und seiner Familie überwiegt (E. 2.2-2.4). Ausgangsgemässe Regelungder Kosten- und Entschädigungsfolgen (E. 5). Abweisung der Beschwerde.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and is a primary legal reference concerning criminal acts, though the explicit connection to the final order is implied by the subject matter (revocation due to criminality).
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and is a primary legal reference concerning residence permits, though the explicit connection to the final order is implied by the subject matter (revocation of Niederlassungsbewilligung).
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and is a primary legal reference concerning residence permits, though the explicit connection to the final order is implied by the subject matter (revocation of Niederlassungsbewilligung).
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to the general scope of the Foreign Nationals Act.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to grounds for revoking residence permits.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to grounds for revoking residence permits.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to grounds for revoking residence permits.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to grounds for revoking residence permits.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to general provisions of the Foreign Nationals Act.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to general provisions of the Foreign Nationals Act.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to general provisions of the Foreign Nationals Act.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and relates to fundamental rights concerning residence.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and relates to fundamental rights concerning property.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and relates to federal authority over foreigners' law.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and relates to the right to respect for private and family life.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to limitations on the right to respect for private and family life.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to the Free Movement of Persons Agreement.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to the Free Movement of Persons Agreement regarding rights of family members.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to the Free Movement of Persons Agreement regarding rights of family members.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to the Free Movement of Persons Agreement regarding residence rights.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to the Free Movement of Persons Agreement regarding residence rights.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to implementing ordinances.
This provision is listed in the 'Rechtsnormen' section and pertains to internal administrative law.
Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2018.00470
--- · --- · --- · --- · --- · [Standard Suche](/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm) · [Erweiterte Suche](/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm) · [Hilfe](/findinfo/help/index.htm)
[Druckansicht](/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&Parametername=WWW&Schema=ZH_VG_WEB&Source=&Aufruf=getDocument&cSprache=GER&nF30_KEY=218677&W10_KEY=13317066&nTrefferzeile=1&Template=standard/results/printviewdocument.fiw)
--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2018.00470 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 24.10.2018 · Spruchkörper: · 2. Abteilung/2. Kammer · Weiterzug: · Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 04.11.2019 abgewiesen. · Rechtsgebiet: · Ausländerrecht · Betreff: · Niederlassungsbewilligung EU/EFTA (Widerruf) · Widerruf der Niederlassungsbewilligung EU/EFTA wegen Straffälligkeit. [Der aus Indien stammende Beschwerdeführer ist mit einer ebenfalls aus Indien stammenden Österreicherin verheiratet und erhielt gestützt auf diese Ehe eine Aufenthalts- und später eine Niederlassungsbewilligung EU/EFTA.
Während seines Aufenthalts wurde der Beschwerdeführer wiederholt straffällig. Nachdem er wegen einer versuchten schweren Körperverletzung gegenüber seinem Sohn zu einer (längerfristigen) Freiheitsstrafe von 3 1/2 Jahren verurteilt worden war, wurde seine Niederlassungsbewilligung EU/EFTA widerrufen.] Die Niederlassungsbewilligung EU/EFTA des Beschwerdeführers behält bis zu seiner Entlassung aus dem ambulanten Massnahmenvollzug ihre Gültigkeit, ohne dass dies der jetzigen Regelung des nachfolgenden Anwesenheitsrechts entgegensteht (E. 1.2).
Sowohl die Aufenthalts- als auch die Niederlassungsbewilligung EU/EFTA können bei einer Verurteilung zu einer längerfristigen – d. h. überjährigen – Freiheitsstrafe widerrufen werden, sofern aufgrund des bisherigen Verhaltens des betroffenen Ausländers eine hinreichend schwere und gegenwärtige Gefährdung der öffentlichen Ordnung bzw. ein nicht hinnehmbares Rückfallrisiko vorliegt und der Widerruf somit nicht allein generalpräventiv motiviert ist (E. 2.1). Aufgrund der strafgerichtlichen Beurteilung und der ausgesprochenen Strafe ist von einem erheblichen Verschulden des Beschwerdeführers auszugehen.
Weiter ist aufgrund der (grösstenteils nicht einschlägigen) Vorstrafen des Beschwerdeführers, einem forensisch-psychiatrischen Sachverständigengutachten, der Risikoabklärung des Amts für Justizvollzug sowie dem jährlichen Therapiebericht der Bewährungs- und Vollzugsdienste langfristig ernsthaft mit einem Rückfall des Beschwerdeführers zu rechnen, weshalb nach wie vor ein gewichtiges öffentliches Fernhalteinteresse besteht, welches die privaten Interessen des Beschwerdeführers und seiner Familie überwiegt (E. 2.2-2.4). Ausgangsgemässe Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen (E. 5).
Abweisung der Beschwerde. · --- · Stichworte: · ALKOHOLABHÄNGIGKEIT ALKOHOLABSTINENZ EU-BÜRGER/-IN FAMILIENLEBEN FREIZÜGIGKEITSABKOMMEN (FZA) GEGENWÄRTIGE GEFÄHRDUNG GENERALPRÄVENTION GEWALTDELIKT HÄUSLICHE GEWALT INDIEN KÖRPERVERLETZUNG LÄNGERFRISTIGE FREIHEITSSTRAFE LEGALPROGNOSE ÖSTERREICH PATRIARCH RÜCKFALL RÜCKFALLGEFAHR RÜCKFALLPROGNOSE RÜCKFALLRISIKO SCHWERE GEFÄHRDUNG SCHWERE STRAFTATEN · Rechtsnormen: · Art. 2 Abs. II AuG Art. 30 Abs. I lit. b AuG Art. 62 Abs. I lit. b AuG Art. 63 Abs. I lit. a AuG Art. 63 Abs. III AuG Art. 83 AuG Art. 96 AuG Art. 96 Abs. II AuG Art. 13 Abs. I BV Art. 36 BV Art. 121 BV Art. 8 EMRK Art. 8 Abs. II EMRK Art. 7 lit. d FZA Art. 3 Abs. 2 lit. a Anhang I FZA Art. 3 Abs. I Anhang I FZA Art. 5 Anhang I FZA Art. 5 Abs. II Anhang I FZA Art. 66a StGB Art. 23 Abs. II VEP Art. 4 VIntA Art. 70 Abs. I VZAE Art. 70 Abs. II VZAE · Publikationen:
· - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3