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VB.2018.00282 • VG ZH VB.2018.00282 KI-generiert

Withdrawal of Appeal Suspending Effect Disproportionate in Residence Permit Revocation Case

Geschäftsnummer VB.2018.00282
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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An individual's residence permit was revoked due to repeated drug offenses, and the suspending effect of any appeal was withdrawn. The individual appealed the withdrawal of the suspending effect, arguing that returning to their home country would lead to persecution and death due to their known drug-related activities. The court ruled that withdrawing the suspending effect was disproportionate and ineffective because the order for removal was questionable due to the non-refoulement obligation, meaning the threat of further drug offenses in Switzerland could not be addressed by withdrawal of the appeal's suspending effect.

Legislator-Regeste

Amtlich

Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung (Widerruf Aufenthaltsbewilligung) | Unverhältnismässigkeit des Entzugs der aufschiebenden Wirkung mangels Vollzugsmöglichkeit. [Die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA des mit einer in der Schweiz niedergelassenen Portugiesin verheirateten Iraners wurde unter Entzug der aufschiebenden Wirkung eines allfälligen Rekurses widerrufen, nachdem dieser wiederholt straffällig geworden war und insbesondere mehrfach wegen qualifizierter Drogendelikte zu überjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden war. Nachdem der Beschwerdeführer erfolglos gegen den Entzug der aufschiebenden Wirkung rekurrierte, zog er den diesbezüglichen Zwischenentscheid weiter an das Verwaltungsgericht. Hierbei macht er geltend, dass ihm in seiner iranischen Heimat wegen seiner dort bekannten Drogendelinquenz in der Schweiz Verfolgung und Tod drohe.] Der Entzug der aufschiebenden Wirkung ist derzeit ein untaugliches, wenn nicht gar kontraproduktives Mittel zur Begegnung der vom Beschwerdeführer ausgehenden Gefahr weiterer Drogendelinquenz, da der Wegweisungsvollzug aufgrund des Non-Refoulement-Gebots infrage gestellt ist und deshalb mit dem Entzug der Suspensivwirkung der Gefahr weiterer schwerer (Drogen-)Delikte in der Schweiz nicht beizukommen ist. Dementsprechend erweist sich der Entzug der Suspensivwirkung als untaugliche Massnahme und somit als unverhältnismässig. Ausgangsgemässe Zusprechung einer Parteientschädigung und Gegenstandslosigkeit des UP/URB-Gesuchs. Gutheissung der Beschwerde.

Schlagwörter

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Widerruf der Aufenthaltsbewilligung Abschiebung Strafregister Aufenthaltsbewilligung Sistierung des Einbürgerungsverfahrens Strafvollstreckungsverjährung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 83 Abs. III AuG
This provision is the main ground for the verdict, allowing the appeal against the revocation of the suspensive effect.
Art. 93 BGG
This provision is cited in relation to the admissibility of appeals, which is relevant to the procedural aspect of the case.
Art. 6 Abs. II UNO-Pakt
93 BGG Art. 6 Abs. II UNO-Pakt II Art.
Art. 14 Abs. VII UNO-Pakt
II UNO-Pakt II Art. 14 Abs. VII UNO-Pakt II § 19a Abs.
Art. 6 Abs. II UNO-Pakt II
This provision is relevant to the principle of proportionality and human rights, which forms part of the reasoning for the decision.
Art. 14 Abs. VII UNO-Pakt II
This provision is relevant to the prohibition of torture and cruel, inhuman or degrading treatment or punishment, which is part of the reasoning for the decision.
§ 19 Ziff. 2 BetmG
This provision relates to drug offenses and is cited in the context of the appellant's criminal record.
§ 19 Abs. II BetmG
This provision relates to drug offenses and is cited in the context of the appellant's criminal record.
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 83 Abs. III AuG

This provision is the main ground for the verdict, allowing the appeal against the revocation of the suspensive effect.

Art. 93 BGG

This provision is cited in relation to the admissibility of appeals, which is relevant to the procedural aspect of the case.

Art. 6 Abs. II UNO-Pakt II

This provision is relevant to the principle of proportionality and human rights, which forms part of the reasoning for the decision.

Art. 14 Abs. VII UNO-Pakt II

This provision is relevant to the prohibition of torture and cruel, inhuman or degrading treatment or punishment, which is part of the reasoning for the decision.

§ 19 Ziff. 2 BetmG

This provision relates to drug offenses and is cited in the context of the appellant's criminal record.

§ 19 Abs. II BetmG

This provision relates to drug offenses and is cited in the context of the appellant's criminal record.

§ 19a Abs. II VRG

This provision concerns the awarding of party compensation, as indicated in the dispositive.

§ 25 Abs. I VRG

This provision concerns procedural aspects of appeals and is cited in the context of the case.

§ 25 Abs. III VRG

This provision concerns procedural aspects of appeals and is cited in the context of the case.

§ 41 Abs. III VRG

This provision concerns the finality of decisions and is cited in relation to the legal status of the decision.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2018.00282

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2018.00282 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 11.07.2018 · Spruchkörper: · 2. Abteilung/2. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Ausländerrecht · Betreff: · Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung (Widerruf Aufenthaltsbewilligung) · Unverhältnismässigkeit des Entzugs der aufschiebenden Wirkung mangels Vollzugsmöglichkeit. [Die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA des mit einer in der Schweiz niedergelassenen Portugiesin verheirateten Iraners wurde unter Entzug der aufschiebenden Wirkung eines allfälligen Rekurses widerrufen, nachdem dieser wiederholt straffällig geworden war und insbesondere mehrfach wegen qualifizierter Drogendelikte zu überjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden war.

Nachdem der Beschwerdeführer erfolglos gegen den Entzug der aufschiebenden Wirkung rekurrierte, zog er den diesbezüglichen Zwischenentscheid weiter an das Verwaltungsgericht. Hierbei macht er geltend, dass ihm in seiner iranischen Heimat wegen seiner dort bekannten Drogendelinquenz in der Schweiz Verfolgung und Tod drohe.] Der Entzug der aufschiebenden Wirkung ist derzeit ein untaugliches, wenn nicht gar kontraproduktives Mittel zur Begegnung der vom Beschwerdeführer ausgehenden Gefahr weiterer Drogendelinquenz, da der Wegweisungsvollzug aufgrund des Non-Refoulement-Gebots infrage gestellt ist und deshalb mit dem Entzug der Suspensivwirkung der Gefahr weiterer schwerer (Drogen-)Delikte in der Schweiz nicht beizukommen ist.

Dementsprechend erweist sich der Entzug der Suspensivwirkung als untaugliche Massnahme und somit als unverhältnismässig. Ausgangsgemässe Zusprechung einer Parteientschädigung und Gegenstandslosigkeit des UP/URB-Gesuchs. Gutheissung der Beschwerde. · --- · Stichworte: · AUFSCHIEBENDE WIRKUNG BETÄUBUNGSMITTELDELIKT DROGENDELIKT DROGENDELINQUENZ DROGENHANDEL ENTZUG DER AUFSCHIEBENDEN WIRKUNG ENTZUG DER SUSPENSIVWIRKUNG FOLTER IRAN MENSCHENRECHTSPAKT NE BIS IN IDEM NON-REFOULEMENT PARTEIENTSCHÄDIGUNG SUSPENSIVWIRKUNG VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT VOLLZUGSHINDERNISSE WEGWEISUNGSVOLLZUG · Rechtsnormen:

· Art. 83 Abs. III AuG § 19 Ziff. 2 BetmG § 19 Abs. II BetmG Art. 93 BGG Art. 6 Abs. II UNO-Pakt II Art. 14 Abs. VII UNO-Pakt II § 19a Abs. II VRG § 25 Abs. I VRG § 25 Abs. III VRG § 41 Abs. III VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 2