Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VB.2015.00716 • VG ZH VB.2015.00716 KI-generiert

Appeal Regarding Building Permit and Facade Alignment in Core Zone

Geschäftsnummer VB.2015.00716
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case concerns an appeal against a building permit decision, specifically challenging the interpretation of "important facade alignments" in a core zone plan regarding a multi-family house proposed adjacent to a sidewalk. The court reasoned that the construction of the multi-family house and the sidewalk constituted two separate projects, meaning the coordination duty under the Spatial Planning Act was inapplicable as it only covers multiple permits for the same project. Furthermore, the court found that the mere proximity of the building to the street did not present an inadmissible safety risk under relevant cantonal planning laws, as the law would have imposed specific window restrictions if this were the case; the plan's markings merely indicated facade alignment and distance to the street, not a mandatory facade length for replacement buildings, leading to the dismissal of the appeal.

Legislator-Regeste

Amtlich

Baubewilligung | Rechtliche Bedeutung von sog. "Wichtigen Fassadenfluchten" in einem Kernzonenplan Das Trottoir und das Mehrfamilienhaus sind vorliegend zwei separate Bauvorhaben. Die Koordinationspflicht von Art. 25a Abs. 1 RPG erfasst lediglich den Fall, wo mehrere Bewilligungen verschiedener Behörden für das dasselbe Vorhaben erforderlich sind (E. 3.3). Der blosse Umstand, dass das Gebäude direkt an eine Strasse angrenzt, bildet kein unzulässiges Sicherheitsrisiko. Würde der Gesetzgeber solche Bauten direkt am Strassenrand als inakzeptables Sicherheitsrisiko im Sinn von § 239 Abs. 1 oder § 240 Abs. 1 PBG betrachten, hätte er den Bau nur unter der Auflage gestatten dürfen, dass strassenseitig überhaupt keine Fenster angeordnet werden dürfen oder dass allfällige Fenster absturzsicher konzipiert sein müssen (E. 5.2). Vorliegend bezeichnen die schwarzen Markierungen im Kernzonenplan bloss die Abstände und die Ausrichtungen der Fassaden zu den Strassen und schreiben nicht die Fassadenlänge von Ersatzneubauten vor (E. 6.2). Abweisung.

Schlagwörter

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Stellung der Baute Baubewilligung Raumplanungsgesetz Kernzone Kleinbauzone Nichteinzonung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 239 PBG

Cited in the reasoning section but not explicitly in the dispositive (which only states 'Abweisung' without citing the legal basis for dismissing the specific safety concerns mentioned in relation to this article).

§ 240 Abs. I PBG

Cited in the reasoning section but not explicitly in the dispositive (which only states 'Abweisung' without citing the legal basis for dismissing the specific safety concerns mentioned in relation to this article).

Art. 25a Abs. I RPG

Cited in the reasoning section but not explicitly in the dispositive (which only states 'Abweisung' without citing the legal basis for dismissing the coordination claim mentioned in relation to this article).

§ 50 Abs. II PBG

Cited in the reasoning section but not explicitly in the dispositive (which only states 'Abweisung' without citing the legal basis for the decision on the building permit itself).

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2015.00716

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2015.00716 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 31.05.2016 · Spruchkörper: · 1. Abteilung/1. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht · Betreff: · Baubewilligung · Rechtliche Bedeutung von sog. "Wichtigen Fassadenfluchten" in einem Kernzonenplan Das Trottoir und das Mehrfamilienhaus sind vorliegend zwei separate Bauvorhaben. Die Koordinationspflicht von Art. 25a Abs. 1 RPG erfasst lediglich den Fall, wo mehrere Bewilligungen verschiedener Behörden für das dasselbe Vorhaben erforderlich sind (E. 3.3).

Der blosse Umstand, dass das Gebäude direkt an eine Strasse angrenzt, bildet kein unzulässiges Sicherheitsrisiko. Würde der Gesetzgeber solche Bauten direkt am Strassenrand als inakzeptables Sicherheitsrisiko im Sinn von § 239 Abs. 1 oder § 240 Abs. 1 PBG betrachten, hätte er den Bau nur unter der Auflage gestatten dürfen, dass strassenseitig überhaupt keine Fenster angeordnet werden dürfen oder dass allfällige Fenster absturzsicher konzipiert sein müssen (E. 5.2). Vorliegend bezeichnen die schwarzen Markierungen im Kernzonenplan bloss die Abstände und die Ausrichtungen der Fassaden zu den Strassen und schreiben nicht die Fassadenlänge von Ersatzneubauten vor (E. 6.2).

Abweisung. · --- · Stichworte: · FASSADENFLUCHTEN FASSADENLÄNGE KERNZONE KOORDINATIONSPFLICHT SICHERHEITSANFORDERUNGEN AN EIN BAUWERK STRASSENABSTAND WICHTIGE FASSADEN · Rechtsnormen: · § 50 Abs. II PBG § 239 PBG § 240 Abs. I PBG Art. 25a Abs. I RPG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3