Residence Permit Transfer Denial Due to False Statements and Lack of Suspensive Effect
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case concerns an individual with a residence permit who moved to a new canton, seeking a transfer of their permit under the relevant statute, while the authorization process in the original canton was still pending. The court determined that the appeal against the administrative decision refusing the transfer lacked suspensive effect, meaning the individual could not rely on the pending appeal to justify moving before the original canton's procedure concluded, as the purpose of suspension is to maintain the status quo, not to preemptively effect the desired change. Furthermore, the court found that the individual forfeited their right to a cantonal transfer because they had made false statements during the permit process in the original canton—claiming a valid marriage when a fictitious one was maintained alongside an extramarital affair—which constituted grounds for permit revocation under the applicable law, leading to a partial upholding of the appeal only concerning procedural rights violations in the cost assessment, while otherwise dismissing the claim.
Legislator-Regeste
AmtlichNiederlassungsbewilligung (Kantonswechsel) | Kantonswechsel nach Art. 37 AuG Keine aufschiebende Wirkung im Verfahren um Kantonswechsel: Wird um Kantonswechsel ersucht, so ist das Bewilligungsverfahren im angestammten Kanton abzuwarten. Da die aufschiebende Wirkung der Erhaltung eines rechtlichen und tatsächlichen Zustands, wie er vor Erlass der angefochtenen Ordnung galt, dient, konnte dem Rekurs keine aufschiebende Wirkung in dem Sinn zukommen, dass die BFin, die eigenmächtig in den Kt. ZH zog, den Entscheid im Kt. ZH hätte abwarten dürfen. Die aufschiebende Wirkung konnte weder entzogen noch wiedererteilt werden (E. 2.1-2.3). Verletzung des rechtl. Gehörs; Verzicht auf Rückweisung (E. 2.4). Personen mit einer Niederlassungsbewilligung haben einen Anspruch auf Kantonswechsel, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 63 AuG vorliegen (Art. 37 Abs. 3 AuG). Vorliegend hat die BFin im Bewilligungsverfahren des Kt. Basel-Stadt wahrheitswidrig angegeben, sie lebe in intakter Ehe mit ihrem Schweizer Ehemann, obwohl sie seit Jahren eine aussereheliche Beziehung mit ihrem Chef bzw. eine Scheinehe unterhielt. Damit liegt ein Widerrufsgrund im Sinn von Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. a AuG vor (E. 3). Berücksichtigung der Verletzung des rechtl. Gehörs bei den Kosten (E. 4). Teilweise Gutheissung, was die Verletzung des recht. Gehörs anbelangt. Im Übrigen Abweisung.
Schlagwörter
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertEstablishes the right of persons with a settlement permit to change canton, provided no grounds for revocation exist.
Cited in conjunction with Art. 62 lit. a AuG as the ground for revoking the permit due to false statements in the application process.
Cited as the general provision for grounds for revocation, which were found to exist in this case.
Cited in conjunction with Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG as the basis for revoking the permit due to intentional false statements.
Cited in the final orders concerning the partial acceptance of the appeal regarding the violation of the right to be heard (legal personality).
Mentioned in the context of the legal framework concerning the effects of applications for a change of canton (though the main ground was Art. 37).
Mentioned in the context of the rules regarding cantonal change procedures.
Mentioned in the context of the legal framework regarding settlement permits.
Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2014.00573
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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2014.00573 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 14.01.2015 · Spruchkörper: · 2. Abteilung/2. Kammer · Weiterzug: · Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 29.10.2015 abgewiesen. · Rechtsgebiet: · Ausländerrecht · Betreff: · Niederlassungsbewilligung (Kantonswechsel) · Kantonswechsel nach Art. 37 AuG Keine aufschiebende Wirkung im Verfahren um Kantonswechsel: Wird um Kantonswechsel ersucht, so ist das Bewilligungsverfahren im angestammten Kanton abzuwarten.
Da die aufschiebende Wirkung der Erhaltung eines rechtlichen und tatsächlichen Zustands, wie er vor Erlass der angefochtenen Ordnung galt, dient, konnte dem Rekurs keine aufschiebende Wirkung in dem Sinn zukommen, dass die BFin, die eigenmächtig in den Kt. ZH zog, den Entscheid im Kt. ZH hätte abwarten dürfen. Die aufschiebende Wirkung konnte weder entzogen noch wiedererteilt werden (E. 2.1-2.3). Verletzung des rechtl. Gehörs; Verzicht auf Rückweisung (E. 2.4). Personen mit einer Niederlassungsbewilligung haben einen Anspruch auf Kantonswechsel, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 63 AuG vorliegen (Art. 37 Abs. 3 AuG).
Vorliegend hat die BFin im Bewilligungsverfahren des Kt. Basel-Stadt wahrheitswidrig angegeben, sie lebe in intakter Ehe mit ihrem Schweizer Ehemann, obwohl sie seit Jahren eine aussereheliche Beziehung mit ihrem Chef bzw. eine Scheinehe unterhielt. Damit liegt ein Widerrufsgrund im Sinn von Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. a AuG vor (E. 3). Berücksichtigung der Verletzung des rechtl. Gehörs bei den Kosten (E. 4). Teilweise Gutheissung, was die Verletzung des recht. Gehörs anbelangt. Im Übrigen Abweisung. · --- · Stichworte: · AUFSCHIEBENDE WIRKUNG AUSSEREHELICHE BEZIEHUNG FALSCHE ANGABEN IM BEWILLIGUNGSVERFAHREN KANTONSWECHSEL NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG RECHTLICHES GEHÖR SCHEINEHE WIDERRUFSGRUND · Rechtsnormen:
· Art. 17 Abs. II AuG Art. 37 Abs. I AuG Art. 37 Abs. III AuG Art. 62 lit. a AuG Art. 63 AuG Art. 63 Abs. I lit. a AuG Art. 90 AuG Art. 29 Abs. II BV · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3