Appeal Regarding Building Permit Upward Extension and Invalid Special Building Regulations
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court dismissed an appeal challenging a building permit for the upward extension of a structure within the road setback area, finding that special building regulations from 1975 were invalid due to a lack of required governmental approval, and thus could not be enforced against the permit holder based on reliance principles. The court reasoned that the protection of legitimate expectation could not override the principle of legality to impose an ungrounded restriction, and that the special provision regarding property protection also permitted alterations and extensions, even for structures outside the building line but within the road setback area, while further concluding that the authority was not obligated to enforce uniform building design, such as requiring flat roofs, in the neighborhood.
Legislator-Regeste
AmtlichBaubewilligung | Baubewilligung für die Aufstockung einer Baute im Strassenabstandsbereich: Anwendbarkeit spezieller Bauvorschriften; Vertrauensschutz; Besitzstandsgarantie; Einordnung. Da für die speziellen Bauvorschriften vom 9. Juli 1975 keine Genehmigung des Regierungsrats vorliegt, konnten diese nach damaligem Rech keine Rechtswirksamkeit entfalten (E. 3.2.2). Es sprechen auch keine Gründe des Vertrauensschutzes für eine Anwendung dieser Bestimmungen. Der Vertrauensschutz kann nicht dazu führen, dass aufgrund eines Vertrauens des Nachbarn in eine behördliche Auskunft oder Praxis einem Bauherrn in Durchbrechung des Legalitätsprinzips eine jeglicher Rechtsgrundlage entbehrende Baubeschränkung entgegengehalten wird (E. 3.2.4). Bei § 101 PBG handelt es sich um eine Sondernorm, die der allgemeinen Bestimmung von § 357 Abs. 1 PBG vorgeht. Auch sie schützt als sogenannte erweiterte Besitzstandsgarantie nicht nur den Bestand, sondern lässt auch Umbauten und Erweiterungen zu. Diese Rechtsprechung ist auch anzuwenden, wenn die bestehende Baute nicht im Baulinienbereich, sondern im subsidiär nach 265 PBG eingreifenden Strassenabstandsbereich steht (E. 4.3). § 238 Abs. 1 PBG verpflichtet die Baubehörde nicht, in einem Quartier eine einheitliche Überbauung durchzusetzen, indem sie etwa durchwegs Flachdächer verlangt. Der Gesetzgeber hat dem betroffenen Quartier mit der Zoneneinteilung keine spezielle Empfindlichkeit attestiert. Der Entscheid der örtlichen Baubehörde beruht auf einer vertretbaren Würdigung der massgebenden Umstände (E. 5.5). Abweisung.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as a special norm concerning extended protection of acquired rights which allows for extensions.
Cited as the general provision superseded by § 101 PBG regarding protection of acquired rights.
Cited to clarify that the jurisprudence on § 101 PBG also applies when the existing structure is in the road setback area defined under this provision.
Cited regarding the obligation (or lack thereof) of the building authority to enforce uniform development in a quarter.
Cited in the list of legal norms applicable to the case.
Cited in the list of legal norms applicable to the case.
Cited in the list of legal norms applicable to the case.
Cited in the list of legal norms applicable to the case.
Cited in the list of legal norms applicable to the case.
Cited in the list of legal norms applicable to the case.
Cited in the list of legal norms applicable to the case.
The final order dismissed the appeal.
Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2012.00810
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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2012.00810 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 27.03.2013 · Spruchkörper: · 1. Abteilung/1. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht · Betreff: · Baubewilligung · Baubewilligung für die Aufstockung einer Baute im Strassenabstandsbereich: Anwendbarkeit spezieller Bauvorschriften; Vertrauensschutz; Besitzstandsgarantie; Einordnung. Da für die speziellen Bauvorschriften vom 9. Juli 1975 keine Genehmigung des Regierungsrats vorliegt, konnten diese nach damaligem Rech keine Rechtswirksamkeit entfalten (E. 3.2.2).
Es sprechen auch keine Gründe des Vertrauensschutzes für eine Anwendung dieser Bestimmungen. Der Vertrauensschutz kann nicht dazu führen, dass aufgrund eines Vertrauens des Nachbarn in eine behördliche Auskunft oder Praxis einem Bauherrn in Durchbrechung des Legalitätsprinzips eine jeglicher Rechtsgrundlage entbehrende Baubeschränkung entgegengehalten wird (E. 3.2.4). Bei § 101 PBG handelt es sich um eine Sondernorm, die der allgemeinen Bestimmung von § 357 Abs. 1 PBG vorgeht. Auch sie schützt als sogenannte erweiterte Besitzstandsgarantie nicht nur den Bestand, sondern lässt auch Umbauten und Erweiterungen zu.
Diese Rechtsprechung ist auch anzuwenden, wenn die bestehende Baute nicht im Baulinienbereich, sondern im subsidiär nach 265 PBG eingreifenden Strassenabstandsbereich steht (E. 4.3). § 238 Abs. 1 PBG verpflichtet die Baubehörde nicht, in einem Quartier eine einheitliche Überbauung durchzusetzen, indem sie etwa durchwegs Flachdächer verlangt. Der Gesetzgeber hat dem betroffenen Quartier mit der Zoneneinteilung keine spezielle Empfindlichkeit attestiert. Der Entscheid der örtlichen Baubehörde beruht auf einer vertretbaren Würdigung der massgebenden Umstände (E. 5.5).
Abweisung. · --- · Stichworte: · AUFSTOCKUNG AUSSENISOLATION BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN BESITZSTANDSGARANTIE DACHGESTALTUNG EINORDNUNG FLACHDACH GRENZABSTAND PRAXISÄNDERUNG SCHRÄGDACH STRASSENABSTAND VERTRAUENSSCHUTZ · Rechtsnormen: · § 68d BauG § 68e BauG Art. 26 BZO Russikon Art. 28 Abs. I BZO Russikon Art. 28 Abs. IV BZO Russikon § 49 Abs. II lit. d PBG § 101 PBG § 238 Abs. I PBG § 264 PBG § 265 Abs. I PBG § 357 Abs. I PBG · Publikationen: · BEZ 2013 Nr. 21 S. 4 · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3