Prosecutor's Decision to Revoke Legal Representative Upheld
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court dismissed an appeal challenging a prosecutor's decision to revoke the admission of a specific legal representative in a criminal case involving allegations of violence and threats against authorities. The court reasoned that under the procedural code, defense in criminal proceedings is reserved for attorneys registered in the cantonal bar registry, and the challenging representative failed to assert or prove such registration, rendering claims of unpaid or honorary representation irrelevant for this level of offense. Furthermore, the court noted that the representative's submissions were inappropriately rude and that there was no violation of the right to defense under international conventions in this context.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 127 Abs. 5 StPO, Art. 10 Abs. 3 i.V.m, Art. 285 StGB, Art. 12 lit. a BGFA, Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK, Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes; Prosecutor's Decision to Revoke Legal Representative Upheld: The court reasoned that under the procedural code, defense in criminal proceedings is reserved for attorneys registered in the cantonal bar registry, and the challenging representative failed to assert or prove such registration, rendering claims of unpaid or honorary representation irrelevant for this level of offense. Furthermore, the court noted that the representative's submissions were inappropriately rude and that there was no violation of the right to defense under international conventions in this context.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the provision governing the possibility to file an appeal against this decision to the Federal Supreme Court.
The reasoning refers to this article as the general rule requiring defense to be reserved for registered lawyers, which justifies the initial decision being reviewed.
Mentioned in the reasoning as a provision whose alleged violation by the prosecutor's office was not founded.
Mentioned in the reasoning as the provision concerning the duty of careful professional conduct, which the lawyer's submission allegedly violated.
Cited as the provision specifying the manner in which an appeal must be submitted to the Federal Supreme Court.
Cited in the reasoning to classify the criminal offense as a felony (Vergehen), determining the scope of Art. 127 Abs. 5 StPO applicability.
Cited in the reasoning to specify the relevance of acting professionally in misdemeanor cases.
Volltext
Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer
Geschäfts-Nr.: UH130368-O/U/HON
Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, Ersatzoberrichter lic. iur. A. Schärer und Ersatzoberrichterin lic. iur. J. Haus Stebler sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. M. Wetli
Beschluss vom 15. November 2013
in Sachen
A._____, Beschwerdeführerin
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ gegen
Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, Beschwerdegegnerin
betreffend Zulassung Verteidigung
Beschwerde gegen den Entscheid der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 11. November 2013, C-2/2013/371
Nach Einsicht in die Eingabe von Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ vom
12. November 2013 (Urk. 2), mit welcher er beantragt, der Entscheid der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 11. November 2013 (Unt. Nr. C- 2/2013/371), wonach er im Strafverfahren gegen die Beschwerdeführerin als erbetener Verteidiger nicht mehr zugelassen ist, sei aufzuheben und er sei vorsorglich als Verteidiger von A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) zuzulassen, in der Erwägung,
dass die Verteidigung der beschuldigten Person gemäss Art. 127 Abs. 5 StPO Anwältinnen und Anwälten vorbehalten ist, die nach dem Anwaltsgesetz vom
23. Juni 2000 (BGFA) berechtigt sind, Parteien vor Gerichtsbehörden zu vertreten, d.h. denjenigen Anwälten vorbehalten ist, die nach Art. 4 ff. BGFA in einem kantonalen Anwaltsregister eingetragen sind (Schmid, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, Zürich/St. Gallen 2009, N 721), dass Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ nicht behauptet, in der Schweiz im Anwaltsregister eingetragen zu sein,
dass keine entsprechende Behauptung belegt wäre, dass die Ausführungen von Rechtsanwalt lic. iur. X2._____, wonach er die Beschwerdeführerin "unbezahlt und ehrenamtlich" verteidige, in diesem Zusammenhang unbehelflich sind,
dass sich Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ zudem auch in der vorliegenden Eingabe als "Anwalt" sowie als "Mitglied der Rechtsauskunft Anwaltskollektiv" und der "Demokratischen JuristInnen Schweiz" bezeichnet, weshalb er nicht ernsthaft behaupten kann, er führe das Mandat nicht berufsmässig aus, dass letzteres hier indes offen bleiben kann, da lediglich im Übertretungsstrafverfahren relevant wäre, ob Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ berufsmässig handelt (vgl. Art. 127 Abs. 5 StPO i.V.m. § 11 Abs. 3 AnwG), die vorliegende Strafuntersuchung jedoch Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, d.h. Vergehen (Art. 10 Abs. 3 i.V.m. Art. 285 StGB), betrifft,
dass die Beschränkung der Verteidigung auf eingetragene Rechtsanwälte verfassungsund konventionsrechtlich zulässig ist (BGE 120 Ia 247 E.3a; BGE 125 I 164; Lieber, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber (Hrsg.), Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Zürich 2010, Art. 127 N 18 m.w.H.), dass die Eingabe von Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ sich erneut als unflätig erweist und sich wohl kaum mit der Pflicht zur sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung gemäss Art. 12 lit. a BGFA vereinbaren liesse und schon deshalb aus dem Recht zu weisen wäre,
dass – entgegen der pauschalen Behauptung von Rechtsanwalt lic. iur. X2._____
– im Vorgehen des Staatsanwaltes keine Verletzung von Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK begründet ist und von Verbrechen gegen ein Menschenrecht keine Rede sein kann, womit einer entsprechenden, von Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ beantragten Feststellung der Boden entzogen ist, dass das Gesuch um Zulassung als Verteidiger in der pendenten Strafsache bzw. die Beschwerde gegen den Entscheid der Staatsanwaltschaft vom 11. November 2013, worin – entgegen dem teilweise unzutreffenden Titel – kein Entzug des Anwaltspatents vorgenommen, sondern nur die Zulassung als Verteidiger in einem pendenten Strafverfahren widerrufen wurde, nach dem Gesagten abzuweisen ist, dass von einer Kostenauflage für dieses Beschwerdeverfahren aus Opportunitätsgründen ausnahmsweise abgesehen werden kann, wird beschlossen:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
2. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben.
3. Schriftliche Mitteilung an:
− Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ (per E-Mail)
− die Beschwerdeführerin, unter Beilage einer Kopie von Urk. 2 (gegen Empfangsschein)
− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, unter Beilage einer Kopie von Urk. 2 (vorab per E-Mail; gegen Empfangsbestätigung)
− Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, unter Beilage einer Kopie von Urk. 2, zur Kenntnisnahme (per Gerichtsurkunde)
4. Rechtsmittel:
Gegen diesen Entscheid kann unter den einschränkenden Voraussetzungen von Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.
Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.
Zürich, 15. November 2013
Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer
Präsident: Gerichtsschreiberin:
lic. iur. Th. Meyer lic. iur. M. Wetli