Untimely Compensation Complaint Appeal
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe appellant filed a complaint against the compensation ruling of a case closure order on October 11, 2011, even though the order was received by both the official defense counsel and a household member on September 29, 2011, making the ten-day statutory deadline expire on October 10, 2011. Consequently, the court ruled that the complaint was untimely and therefore could not be considered on its merits, although it waived the imposition of court costs.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 396 Abs. 1 StPO, Art. 384 lit. b StPO, Art. 85 Abs. 3 StPO, Art. 87 Abs. 3 StPO, Art. 90 Abs. 2 StPO, Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes; Untimely Compensation Complaint Appeal: Consequently, the court ruled that the complaint was untimely and therefore could not be considered on its merits, although it waived the imposition of court costs.
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KI-generiertThe main ground for not entering on the appeal is based on the cited rule concerning the appeal deadline, as the appeal was filed outside this period.
This article, defining when a decision is deemed served, is cited in the context that informs the determination of the appeal deadline.
This article, which establishes that service on the defense counsel is decisive, is cited in the context that informs the determination of the appeal deadline.
This rule, concerning the extension of deadlines falling on a Sunday, was considered when calculating the expiry of the appeal deadline.
This provision is cited in order to specify the manner in which a subsequent appeal to the Federal Supreme Court must be submitted.
Volltext
Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer
Geschäfts-Nr.: UH110293-O/U
Verfügung vom 7. November 2011
in Sachen
A._____, Beschwerdeführer
gegen
Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, Beschwerdegegnerin
betreffend Entschädigungsfolgen
Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 15. September 2011, E-3/2011/1559
Erwägungen:
1. Mit Eingabe vom 11. Oktober 2011 (Urk. 2 und 4) erhob A._____ Beschwerde gegen die Entschädigungsregelung der Einstellungsverfügung vom
15. September 2011. Eine Beschwerde kann rechtsgültig nur binnen 10 Tagen (Art. 396 Abs. 1 StPO) ab Zustellung (Art. 384 lit. b StPO) erhoben werden. Zugestellt ist ein Entscheid, wenn er vom Adressaten oder von einer angestellten oder im gleichen Haushalt lebenden, mindestens 16 Jahre alten Person entgegengenommen wurde (Art. 85 Abs. 3 StPO). Massgeblich ist dabei die Zustellung an den Verteidiger (Art. 87 Abs. 3 StPO).
2. Vorliegend haben sowohl der amtliche Verteidiger wie eine Person im Haushalt von A._____ die Einstellungsverfügung am 29. September 2011 entgegengenommen (Prot. S. 3 sowie Urk. 12 und 13). Die Frist lief somit - unter Berücksichtigung von Art. 90 Abs. 2 StPO, wonach eine an einem Sonntag ablaufende Frist erst am folgenden Werktag endet - am 10. Oktober 2011 ab. Die erst am
11. Oktober 2011 erhobene Beschwerde erweist sich damit als verspätet. Es kann darauf nicht eingetreten werden.
3. Von einer Kostenauflage kann ausnahmsweise abgesehen werden.
Es wird verfügt:
(Oberrichter lic. iur. K. Balmer)
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Von einer Kostenauflage wird abgesehen.
3. Schriftliche Mitteilung an:
− A._____ (per Gerichtsurkunde)
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (gegen Empfangsschein)
4. Rechtsmittel:
Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den.
Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.
Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.
Zürich, 7. November 2011
Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer
Präsident: Gerichtsschreiberin:
lic. iur. K. Balmer lic. iur. A. Nierhoff Dewitz