Appeal Dismissal for Failure to Substantiate Defamation Claim
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA party appealed a prosecutor's decision not to initiate an investigation for defamation, but the appellate court issued a notice requiring the appellant to properly substantiate the grounds of appeal by directly addressing the reasoning in the challenged decision, specifically why the alleged statements should be deemed defamatory. Since the appellant failed to submit the required amendment within the granted extension period after acknowledging receipt of the notice, the court dismissed the appeal for failure to adhere to procedural requirements, declining to enter a judgment on the merits.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 385 Abs. 2 StPO, Art. 66 al. 1 LTF; Appeal Dismissal for Failure to Substantiate Defamation Claim: Since the appellant failed to submit the required amendment within the granted extension period after acknowledging receipt of the notice, the court dismissed the appeal for failure to adhere to procedural requirements, declining to enter a judgment on the merits.
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KI-generiertThis provision was applied as the legal basis for not entering into the merits of the appeal due to the appellant's failure to remedy deficiencies.
Although no costs were imposed ('Von einer Kostenauflage wird abgesehen'), the structure of the final order suggests that the possibility of cost regulation is addressed, potentially referencing the general rule, but since the specific order is to *waive* costs, no cost provision is explicitly cited in the operative part except for the explicit waiver (which doesn't cite a specific cost article for the waiver itself in the dispositive other than the procedural rule in Art. 1, but typically cost articles are cited for imposition or waiver; however, Art. 66 LTF is the standard cost article, and given the lack of other cited articles, we focus only on what is cited. Since no specific cost article is cited in order 2, only the ground for non-admission is included).
Volltext
Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer
Geschäfts-Nr.: UE120066-O/U/but
Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. K. Balmer, Präsident, lic. iur. W. Meyer und der Ersatzoberrichter lic. iur. A. Schärer sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Nierhoff Dewitz
Beschluss vom 27. Juni 2012
in Sachen
A._____, Beschwerdeführerin
gegen
1. B._____,
2. Staatsanwaltschaft See/Oberland, Beschwerdegegnerinnen
betreffend Nichtanhandnahme
Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 21. März 2012, C-5/2011/3904
Erwägungen:
Mit Nichtanhandnahmeverfügung vom 21. März 2012 entschied die Staatanwaltschaft See/Oberland, keine Untersuchung gegen B._____ wegen Verleumdung etc. anhand zu nehmen (Urk. 5).
Hiergegen wandte sich die Strafantragstellerin, A._____, mit Beschwerde vom 27. März 2012 (Poststempel: 28. März 2012) an die hiesige Kammer und machte im Wesentlichen Ausführungen zum Verhältnis zu ihrer Vermieterin, B._____ (Urk. 2).
Die Eingabe von A._____ vom 27. März 2012 genügte den Anforderungen an eine Beschwerdebegründung allerdings nicht, weil sie sich nicht mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides - Thema der Beschwerde hätten einzig die am 21. Juli 2011 zur Anzeige gebrachten angeblichen Äusserungen von B._____ vom 8. Juli 2011 sein können - auseinandersetzte. D.h. sie legte nicht dar, weshalb der angefochtene Entscheid falsch sein sollte, mithin, weshalb die Äusserungen vom 8. Juli 2011 - entgegen der Ansicht der Staatsanwaltschaft - konkret als ehrverletzend bzw. als Beschimpfung hätten beurteilt werden sollen. Deshalb hat ihr die hiesige Kammer mit Verfügung vom 27. April 2012 Frist angesetzt, ihre Beschwerde entsprechend zu verbessern, verbunden mit dem Hinweis, dass bei Säumnis nicht auf die Beschwerde eingetreten werde (Urk. 9).
Diese Verfügung wurde A._____ per Gerichtsurkunde an die von ihr angegebene Adresse zugesandt und deren Empfang am 4. Mai 2012 schriftlich bestätigt (Urk. 10). Die angesetzte Nachfrist von 5 Tagen ab Empfang der Verfügung liess A._____ unbenutzt verstreichen, weshalb androhungsgemäss zu verfahren und auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 385 Abs. 2 StPO; Urk. 9).
Von einer Kostenauflage ist ausnahmsweise abzusehen.
Es wird beschlossen:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Von einer Kostenauflage wird abgesehen.
3. Schriftliche Mitteilung an:
− die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)
− die Beschwerdegegnerin 1, unter Beilage einer Kopie von Urk. 2 (per Gerichtsurkunde)
− die Staatsanwaltschaft See/Oberland, unter Beilage einer Kopie von Urk. 2 (gegen Empfangsbestätigung)
sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
− die Staatsanwaltschaft See/Oberland, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (gegen Empfangsbestätigung)
4. Rechtsmittel:
Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.
Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.
Zürich, 27. Juni 2012
Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer
Präsident: Gerichtsschreiberin:
lic. iur. K. Balmer lic. iur. A: Nierhoff Dewitz