District Authority v. Veterinary Office on Animal Welfare Appeal Deficiency
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe appellate court addressed appeals filed by the District Authority and the Veterinary Office following the acquittal of a defendant regarding violations of animal welfare legislation in the keeping of horses and cattle. The court determined that while the District Authority filed a timely notice of appeal, it subsequently failed to submit the mandatory written statement of appeal as required by the procedural code. Due to this procedural deficiency, the court ruled that it could not consider the appeal, leading to the original judgment of acquittal becoming legally final, while also acknowledging the withdrawal of the appeal by the Veterinary Office and ordering court costs to be absorbed by the court treasury.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 399 Abs. 1 StPO, Art. 399 Abs. 3 StPO, Art. 403 Abs. 1 lit. a StPO, Art. 399 StPO, Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes; District Authority v. Veterinary Office on Animal Welfare Appeal Deficiency: The court determined that while the District Authority filed a timely notice of appeal, it subsequently failed to submit the mandatory written statement of appeal as required by the procedural code. Due to this procedural deficiency, the court ruled that it could not consider the appeal, leading to the original judgment of acquittal becoming legally final, while also acknowledging the withdrawal of the appeal by the Veterinary Office and ordering court costs to be absorbed by the court treasury.
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KI-generiertAlthough cited in the reasoning as the basis for non-admission, it is not explicitly cited in the dispositive orders (Points 1-6).
Although cited in the reasoning regarding the required appeal filing timeline, it is not explicitly cited in the dispositive orders (Points 1-6).
Although cited in the reasoning regarding the required appeal declaration deadline, it is not explicitly cited in the dispositive orders (Points 1-6).
Cited in Point 6 as governing the manner in which a federal appeal must be filed.
Volltext
Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer
Geschäfts-Nr.: SU160027-O/U/jv
Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, Oberrichterin lic. iur.
L. Chitvanni und Oberrichter lic. iur. B. Gut sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Grieder
Beschluss vom 23. Mai 2016
in Sachen
Statthalteramt Bezirk Horgen, Verwaltungsbehörde und I. Berufungsklägerin sowie
Veterinäramt des Kantons Zürich,
Verfahrensbeteiligte und II. Berufungsklägerin (Rückzug)
gegen
A._____, Beschuldigter und Berufungsbeklagter
betreffend Widerhandlungen gegen die Tierschutzgesetzgebung bei der Haltung von Pferden und Rindvieh
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht, vom
5. Januar 2016 (GC150028)
Erwägungen:
1. Der Beschuldigte wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 5. Januar 2016 vom Vorwurf diverser Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutzverordnung freigesprochen (Urk. 9 S. 1 f.). Der Entscheid wurde dem Beschuldigten gleichentags mündlich eröffnet (Prot. I S. 20) und den übrigen Parteien auf dem Postweg zugestellt (Urk 10/1-3), worauf das Statthalteramt Horgen am 8. Januar 2016 (Poststempel; Urk. 11) und das Veterinäramt des Kantons Zürich ebenfalls am 8. Januar 2016 (Poststempel; Urk. 12) fristgerecht Berufung anmeldeten. In der Folge wurde das begründete Urteil (Urk. 14) dem Statthalteramt Horgen am 13. April 2016 (Urk. 15/1) um dem Veterinäramt des Kantons Zürich am 14. April 2016 (Urk. 15/2) zugestellt.
2. Das Veterinäramt des Kantons Zürich zog seine Berufung innert der gesetzlichen Frist zu Einreichung einer Berufungserklärung mit Schreiben vom 20. April 2016 (Poststempel; Urk. 18) zurück, wovon Vormerk zu nehmen ist.
3. Gemäss Art. 399 Abs. 1 StPO ist die Berufung beim erstinstanzlichen Gericht innert 10 Tagen mündlich oder schriftlich anzumelden. Der Berufungskläger hat dann innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen (Art. 399 Abs. 3 StPO). Das Einreichen einer Berufungserklärung ist zwingend und folglich keine blosse Ordnungsvorschrift. Dies ergibt sich aus Art. 403 Abs. 1 lit. a StPO, wonach auf die Berufung nur eingetreten wird, wenn eine Berufungserklärung rechtzeitig erfolgt ist (Markus Hug, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Auflage, Zürich 2014, N 10 zu Art. 399 StPO; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 6B_458/2013 vom 4.11.2013, E. 1.3.2. mit Verweisen).
4. Das Statthalteramt Horgen meldete zwar rechtzeitig Berufung an, reichte aber in der Folge keine Berufungserklärung ein, weshalb auf diese Berufung nicht einzutreten ist.
5. Die Kosten des Berufungsverfahrens sind auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Es wird beschlossen:
1. Auf die Berufung des Statthalteramtes Horgen vom 8. Januar 2016 wird nicht eingetreten.
2. Vom Rückzug der Berufung des Veterinäramtes des Kantons Zürich wird Vormerk genommen.
3. Demzufolge ist das Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht, vom
5. Januar 2016 rechtskräftig.
4. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse genommen.
5. Schriftliche Mitteilung an
− den Beschuldigten − das Statthalteramt Horgen, Postfach, 8010 Horgen − das Veterinäramt des Kantons Zürich, Zollstr. 20, 8090 Zürich − die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz.
6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.
Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.
Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer
Zürich, 23. Mai 2016
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:
lic. iur. P. Marti lic. iur. C. Grieder