Appeal Inadmissibility Due to Untimely Grounds Submission and Costs Award
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe appellant timely filed an appeal against a lower court's judgment regarding threats and revocation, but subsequently failed to submit the required written statement of grounds for appeal within the statutory twenty-day period following the service of the reasoned judgment. The court therefore dismissed the appeal as inadmissible pursuant to the relevant procedural rules, reasoning that the failure to file the written appeal declaration equates to a loss for the appellant, making them liable for the costs of the appeal proceedings, including a court fee of CHF 500.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 399 Abs. 3 StPO, Art. 428 Abs. 1 StPO, Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO, Art. 66 al. 1 LTF; Appeal Inadmissibility Due to Untimely Grounds Submission and Costs Award: The court therefore dismissed the appeal as inadmissible pursuant to the relevant procedural rules, reasoning that the failure to file the written appeal declaration equates to a loss for the appellant, making them liable for the costs of the appeal proceedings, including a court fee of CHF 500.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the primary basis for the non-admission (Nichteintreten) of the appeal due to the failure to file the reasoned appeal within the deadline.
Cited as the basis for imposing the appeal costs on the appellant because the non-admission is equivalent to a loss.
Although not explicitly cited in the dispositive, cost provisions are typically derived from procedural law, and based on the context (costs imposed in order 3), the application of procedural cost rules, often referencing Art. 66 al. 1 LTF for federal appeals, would be standard, however, since the text explicitly cites Art. 428 StPO for cost allocation in this cantonal appeal context, I will list only the explicitly cited provisions relevant to the ruling.
Volltext
Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer
Geschäfts-Nr.: SB230480-O/U/jv
Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, lic. iur. C. Maira und Ersatzoberrichter lic. iur. R. Amsler sowie der Gerichtsschreiber MLaw L. Zanetti
Beschluss vom 11. Oktober 2023
in Sachen
A._____, Beschuldigter und Berufungskläger
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt MLaw, LL.M. X._____ gegen
Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis, Anklägerin und Berufungsbeklagte
betreffend Drohung und Widerruf
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Horgen, Einzelgericht, vom 1. Juni 2023 (GG230008)
Erwägungen:
1. Der Beschuldigte liess mit Eingabe vom 9. Juni 2023 innert gesetzlicher Frist die Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 1. Juni 2023 anmelden (Urk. 124). Das begründete Urteil der Vorinstanz wurde seinem Verteidiger in der Folge am 11. September 2023 zugestellt (Urk. 127/2). Die 20- tägige Frist zur Einreichung einer Berufungserklärung lief entsprechend bis zum
2. Oktober 2023 (Art. 399 Abs. 3 StPO). Innert dieser Frist ging keine Eingabe des Beschuldigten ein, weshalb in Anwendung von Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO auf seine Berufung nicht einzutreten ist.
2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Das Nichteintreten auf das Rechtsmittel des Beschuldigten kommt einem Unterliegen gleich (Art. 428 Abs. 1 StPO). Dem Beschuldigten sind somit die Kosten für das Berufungsverfahren aufzuerlegen. Die Gerichtsgebühr ist praxisgemäss auf Fr. 500.-- festzusetzen.
Es wird beschlossen:
1. Auf die Berufung des Beschuldigten vom 9. Juni 2023 wird nicht eingetreten.
2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 500.--.
3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
4. Schriftliche Mitteilung an
− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten − die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an
− die Vorinstanz.
5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.
Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.
Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer
Zürich, 11. Oktober 2023
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
lic. iur. B. Gut MLaw L. Zanetti