Appeal Dismissed for Untimely Filing
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe private plaintiffs appealed a prior judgment concerning negligent homicide, but they failed to submit a formal statement of appeal within the deadline stipulated by procedural law. Consequently, the court declined to rule on the merits of the appeals, viewing the failure to proceed as equivalent to a loss for the appellants. Due to the plaintiffs being granted free legal aid, the costs associated with the appeal proceedings were instead borne by the court treasury.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 399 Abs. 3 StPO, Art. 428 Abs. 1 StPO, Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO, Art. 64 LTF, Art. 66 al. 1 LTF; Appeal Dismissed for Untimely Filing: Consequently, the court declined to rule on the merits of the appeals, viewing the failure to proceed as equivalent to a loss for the appellants. Due to the plaintiffs being granted free legal aid, the costs associated with the appeal proceedings were instead borne by the court treasury.
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KI-generiertBasis for the decision not to enter upon the appeal filed by the private plaintiffs due to missing appeal declaration.
Applied to determine that the lack of entry upon appeal implies the losing of the case for the private plaintiffs regarding cost allocation.
The reasoning mentions the granting of free legal aid, which implies the application of Art. 64 LTF regarding costs/fees, although the specific disposition only mentions costs being borne by the court treasury (Art. 2 of the dispositive).
This article governs costs in federal proceedings, though it is not explicitly cited in the operative part regarding the costs of the cantonal appeal proceedings, which are regulated by cantonal/StPO rules, but it is standard in the final section concerning the possibility of appeal.
Volltext
Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer
Geschäfts-Nr.: SB160265-O/U/cwo
Mitwirkend: die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. St. Volken und lic. iur. B. Gut sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Bussmann
Beschluss vom 12. Juli 2016
in Sachen
1. A._____,
2. B._____,
3. C._____, Privatkläger und Berufungskläger 1, 2 unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____
3 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ sowie
Staatsanwaltschaft See/Oberland, Anklägerin
gegen
D._____, Beschuldigter und Berufungsbeklagter vertreten durch Beistand Sozialdienst Bezirk Pfäffikon ZH, Frau E._____ amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ betreffend fahrlässige Tötung etc.
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Pfäffikon, 2. Abteilung, vom 20. Januar 2016 (DG150008)
Erwägungen:
1. Gegen das Urteil des Bezirksgerichts Pfäffikon, 2. Abteilung, vom 20. Januar 2016 haben die Privatklägerin 1, A._____, der Privatkläger 2, B._____ und der Privatkläger 3, C._____, mit Eingabe vom 25. Januar 2016 zwar Berufung angemeldet, innert der Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO aber keine Berufungserklärung eingereicht. Deshalb ist auf die Berufung gestützt auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO nicht einzutreten.
2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Das Nichteintreten auf das Rechtsmittel der Privatkläger kommt einem Unterliegen gleich (Art. 428 Abs. 1 StPO). Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist indessen auf eine Kostenauflage zulasten der Privatkläger zu verzichten, weshalb die Kosten des Berufungsverfahrens auf die Gerichtskasse zu nehmen sind.
Es wird beschlossen:
1. Auf die Berufungen der Privatkläger 1, 2 und 3 vom 25. Januar 2016 wird nicht eingetreten.
2. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse genommen.
3. Schriftliche Mitteilung an
− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten − die Staatsanwaltschaft See/Oberland − die (unentgeltliche) Vertretung der Privatkläger 1, 2 und 3, RA Dr. iur.
X._____, vierfach für sich und zuhanden der Privatkläger A._____, B._____ und C._____
sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten sowie
mit dem Ersuchen um Vornahme der notwendigen Mitteilungen an die Behörden, inkl. Formular A und DNA-Formular an die KOST Zürich)
4. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.
Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.
Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer
Zürich, 12. Juli 2016
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:
Dr. iur. F. Bollinger lic. iur. S. Bussmann