Appeal Dismissed for Untimely Filing
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe appellate court dismissed a challenge against a lower court's decision that granted definitive authorization for debt collection proceedings for a specific sum, because the appeal was filed too late. The lower court's decision was served on the appellant on February 17th, establishing a ten-day appeal deadline that expired on February 27th; however, the written appeal, dated February 25th, was not handed over to the postal service until February 28th, rendering it untimely under procedural rules requiring submission or mailing by the last day of the deadline.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 322 Abs. 1 ZPO, Art. 321 Abs. 2 ZPO, Art. 251 lit. a ZPO, Art. 142 Abs. 1 ZPO, Art. 143 Abs. 1 ZPO, Art. 48 i.V.m; Appeal Dismissed for Untimely Filing: The lower court's decision was served on the appellant on February 17th, establishing a ten-day appeal deadline that expired on February 27th; however, the written appeal, dated February 25th, was not handed over to the postal service until February 28th, rendering it untimely under procedural rules requiring submission or mailing by the last day of the deadline.
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KI-generiertCited in the reasoning section to justify not requesting a response due to the appeal being obviously inadmissible, although the final order does not explicitly cite it.
Cited in the reasoning section regarding the ten-day deadline for the appeal.
Cited in the reasoning section regarding the ten-day deadline for the appeal.
Cited in the reasoning section to establish when the appeal deadline expired.
Cited in the reasoning section to determine the cut-off for timely filing by mail.
Cited in the reasoning section to determine the fee for the appeal proceedings.
Cited in the reasoning section to determine the fee for the appeal proceedings.
Applied in the dispositive to order the appellant to bear the court costs and to justify denying legal fees to the appellee.
Cited in the reasoning section to justify denying legal fees to the appellee due to lack of relevant activity.
Cited in the dispositive section (Order 6) to indicate the rules governing an appeal to the Federal Supreme Court (appeal in civil matters).
Cited in the dispositive section (Order 6) to indicate the rules governing a subsidiary constitutional appeal to the Federal Supreme Court.
Cited in the dispositive section (Order 6) in conjunction with the preceding articles regarding the form of an appeal to the Federal Supreme Court.
Cited in the dispositive section (Order 6) to qualify the decision as final for the purpose of a Federal Supreme Court appeal.
Cited in the dispositive section (Order 6) regarding the calculation of deadlines for an appeal to the Federal Supreme Court.
Volltext
Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: RT230023-O/U
Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler und Oberrichterin lic. iur. B. Schärer sowie Gerichtsschreiber lic. iur. M. Hochuli
Beschluss vom 8. März 2023
in Sachen
A._____, Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin
gegen
Kanton St. Gallen, Gesuchsteller und Beschwerdegegner
vertreten durch Staatsanwaltschaft St. Gallen, betreffend Rechtsöffnung
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 14. Februar 2023 (EB230032-K)
Erwägungen:
1.1. Mit Urteil vom 14. Februar 2023 erteilte die Vorinstanz dem Gesuchsteller und Beschwerdegegner (fortan: Gesuchsteller) in der gegen die Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin (fortan: Gesuchsgegnerin) angehobenen Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Oberwinterthur (Zahlungsbefehl vom 21. November 2022) definitive Rechtsöffnung für Fr. 3'210.– nebst Zins zu 5% seit dem 25. November 2022 sowie die Prozesskosten (Urk. 7 S. 6 f. = Urk. 11 S. 6 f.).
1.2. Hiergegen erhob die Gesuchsgegnerin mit Eingabe vom 25. Februar 2023 (Datum Poststempel: 28. Februar 2023) Beschwerde (Urk. 10). Dieselbe Eingabe sandte die Gesuchsgegnerin am 28. Februar 2023 (Datum Poststempel) auch an die Vorinstanz, welche sie mit Schreiben vom 1. März 2023 an die beschliessende Kammer weiterleitete (Urk. 13 und 14).
1.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-9). Da sich die Beschwerde – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – sogleich als offensichtlich unzulässig erweist, erübrigt sich das Einholen einer Beschwerdeantwort (Art. 322 Abs. 1 ZPO).
2. Das angefochtene Urteil wurde der Gesuchsgegnerin am 17. Februar 2023 zugestellt (Urk. 8 S. 1). Die Frist zur Erhebung einer Beschwerde beträgt zehn Tage (Art. 321 Abs. 2 ZPO in Verbindung mit Art. 251 lit. a ZPO; vgl. dazu auch die korrekte Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Urteil [Urk. 11 S. 6 f. Dispositiv-Ziff. 6]). Die Beschwerdefrist der Gesuchsgegnerin lief demzufolge am
27. Februar 2023 ab (Art. 142 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde datiert zwar vom
25. Februar 2023. Massgebend für die Fristwahrung ist aber, dass die Eingabe spätestens am letzten Tag der Frist beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post übergeben wird (Art. 143 Abs. 1 ZPO). Vorliegend wurde sowohl die an das Obergericht als auch die an die Vorinstanz adressierte Beschwerde erst am 28. Februar 2023 und damit nach Ablauf der Beschwerdefrist der Post übergeben (vgl. die an Urk. 10 und Urk. 14 angehefteten Briefumschläge). Die Beschwerde ist somit verspätet, weshalb darauf nicht einzutreten ist.
3.1. Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 300.– festzusetzen. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss der Gesuchsgegnerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).
3.2. Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen, der Gesuchsgegnerin zufolge ihres Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO), dem Gesuchsteller mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3 ZPO).
Es wird beschlossen:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt.
3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.
4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage eines Doppels von Urk. 10, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.
6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).
Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 3'210.–. Die Beschwerde
an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.
Zürich, 8. März 2023
Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer
Der Gerichtsschreiber:
lic. iur. M. Hochuli
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