Appellate Court Declines Jurisdiction Over Declaratory Action Filed as Counterclaim Following Provisional Legal Opening
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe lower court granted the claimant provisional legal opening for several debt amounts, against which the opposing party filed a submission characterized as a complaint requesting annulment of the claim and recognition of a counterclaim of a specified amount. The appellate court determined that the opposing party's submission, intended as a counterclaim following provisional legal opening, constituted an ordinary declaratory action for annulment under the relevant enforcement law, for which this court was not the procedurally competent instance. Therefore, the court declined to enter a judgment on the declaratory action but advised the filing party that the filing date for the purpose of the statutory twenty-day deadline would be preserved if the action was subsequently filed with the proper court within twenty days of receiving this non-entry decision.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 83 Abs. 2 SchKG, Art. 90 BGG, Art. 63 Abs. 1 und 3 ZPO, Art. 64 BGG, Art. 72 ff. BGG, Art. 113 ff. BGG; Appellate Court Declines Jurisdiction Over Declaratory Action Filed as Counterclaim Following Provisional Legal Opening: The appellate court determined that the opposing party's submission, intended as a counterclaim following provisional legal opening, constituted an ordinary declaratory action for annulment under the relevant enforcement law, for which this court was not the procedurally competent instance. Therefore, the court declined to enter a judgment on the declaratory action but advised the filing party that the filing date for the purpose of the statutory twenty-day deadline would be preserved if the action was subsequently filed with the proper court within twenty days of receiving this non-entry decision.
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KI-generiertThis provision defines the right of the debtor to file an action for annulment, which the court determined was incorrectly filed before it, leading to the non-admission.
Cited regarding the effect of re-filing the action within the deadline after the court's decision not to enter upon it, concerning the date of commencement of the action.
Mentioned in the reasoning for the decision regarding costs, although the specific order states no costs are imposed.
Cited in the context of classifying the decision as a final decision for the purpose of appeal to the Federal Supreme Court.
Cited to indicate the rules governing an appeal on a matter of civil law to the Federal Supreme Court.
Cited to indicate the rules governing a subsidiary constitutional appeal to the Federal Supreme Court.
Cited in conjunction with other articles to define the admissibility and form of an appeal to the Federal Supreme Court.
Cited regarding the rules applicable to deadlines for an appeal to the Federal Supreme Court.
Although not explicitly in the dispositive orders 1-5, cost provisions are implied by order 2 and 3, which waive costs and compensation. However, based strictly on the rule to only include provisions explicitly cited in the numbered orders, none are present for costs/legal aid except those concerning the appeal route to the BGer (Art. 72 ff. BGG, Art. 113 ff. BGG, Art. 42 BGG, Art. 44 ff. BGG).
Volltext
Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: RT210231-O/U
Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider und Oberrichterin Dr. S. Janssen sowie Gerichtsschreiber lic. iur. M. Hochuli
Beschluss vom 26. Januar 2022
in Sachen
A._____, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer
vertreten durch X._____
gegen
B._____, Gesuchsteller und Beschwerdegegner
betreffend Rechtsöffnung
Beschwerde gegen einen Entscheid des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht Zürich vom 22. November 2021 (EB211197-L)
Erwägungen:
1.1. Mit Entscheid vom 22. November 2021 erteilte die Vorinstanz dem Gesuchsteller und Beschwerdegegner (fortan Gesuchsteller) in der gegen den Gesuchsgegner und Beschwerdeführer (fortan Gesuchsgegner) angehobenen Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Zürich 9 (Zahlungsbefehl vom 9. Juli 2021) provisorische Rechtsöffnung für Fr. 4'250.– nebst Zins zu 5% seit dem 2. Juli 2021, für Fr. 700.– nebst Zins zu 5% seit dem 1. Juli 2021 sowie für Fr. 30.30. Im Mehrbetrag wies sie das Gesuch ab, soweit sie darauf eintrat (Urk. 11 S. 5 f. = Urk. 15
S. 5 f.).
1.2. Hiergegen erhob C._____ namens und mit Vollmacht des Gesuchsgegners mit nicht unterzeichneter Eingabe vom 20. Dezember 2021 (Datum Poststempel:
21. Dezember 2021) bei der Vorinstanz "Beschwerde mit dem Gesuch um Aberkennung der Forderung und Anerkennung der Gegenforderung von Fr. 7'148.55" (Urk. 14). Die Vorinstanz leitete die Eingabe des Gesuchsgegners zusammen mit ihren Akten (Urk. 1-3, 5-7 und 9-13) an die beschliessende Kammer weiter.
1.3. Mit Verfügung vom 6. Januar 2022 wurde dem Gesuchsgegner Frist zur Erklärung angesetzt, ob er mit seiner Eingabe eine Beschwerde gegen den Entscheid der Vorinstanz vom 22. November 2021 oder eine Aberkennungsklage habe einreichen wollen (Urk. 19). Innert angesetzter Frist teilte der Beistand des Gesuchsgegners mit, bei der Eingabe vom 20. Dezember 2021 handle es sich um eine Aberkennungsklage (Urk. 20).
2.1. Wird provisorische Rechtsöffnung erteilt, kann der Betriebene innert
20 Tagen ab Zustellung des Rechtsöffnungsentscheides auf dem Weg des ordentlichen Prozesses beim Gericht des Betreibungsortes auf Aberkennung der Forderung klagen (Art. 83 Abs. 2 SchKG). Demnach ist die beschliessende Kammer als Rechtsmittelinstanz für die vorliegende erstinstanzliche Aberkennungsklage funktionell nicht zuständig, weshalb auf sie nicht einzutreten ist.
2.2. Der Gesuchsgegner bzw. Aberkennungskläger ist darauf hinzuweisen, dass für die Rechtshängigkeit der Klage das Datum der ersten Einreichung gilt, sofern
die Klage im Original innert 20 Tagen von der Zustellung des vorliegenden Nichteintretensentscheids an gerechnet beim zuständigen Gericht neu eingereicht wird (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 3 ZPO; BGE 141 III 481 E. 3). Daher ist dem Gesuchsgegner das Original der Eingabe vom 20. Dezember 2021 (Datum Poststempel:
21. Dezember 2021) zu retournieren und lediglich eine Kopie davon bei den Akten zu belassen.
3. Umständehalber sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben und keine Parteientschädigungen zuzusprechen.
Es wird beschlossen:
1. Auf die Aberkennungsklage wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsgegner unter Beilage des Originals von Urk. 14, an den Gesuchsteller unter Beilage einer Kopie von Urk. 14, sowie an das Einzelgericht Audienz am Bezirksgericht Zürich in das Verfahren EB211197-L, je gegen Empfangsschein.
Die Akten des Verfahrens EB211197-L gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist an das Einzelgericht Audienz am Bezirksgericht Zürich zurück.
5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).
Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 4'980.30. Die Beschwer-
de an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.
Zürich, 26. Januar 2022
Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer
Der Gerichtsschreiber:
lic. iur. M. Hochuli
versandt am: jo