Late Appeal Dismissed
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court dismissed an appeal because it was filed one day late. The appellant received the lower court's decision on August 26, 2020, which granted definitive enforcement orders for a debt. The appeal deadline was ten days from receipt, meaning it had to be filed by September 7, 2020. However, the appeal was not submitted to the court until September 8, 2020, when it was handed over to the post office. Therefore, the appeal was considered untimely, and the court did not rule on its merits.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 319 lit. a ZPO, Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO, Art. 321 Abs. 2 ZPO, Art. 251 lit. a ZPO, Art. 143 Abs. 1 ZPO, Art. 48 i.V.m; Late Appeal Dismissed: The appellant received the lower court's decision on August 26, 2020, which granted definitive enforcement orders for a debt. The appeal deadline was ten days from receipt, meaning it had to be filed by September 7, 2020. However, the appeal was not submitted to the court until September 8, 2020, when it was handed over to the post office. Therefore, the appeal was considered untimely, and the court did not rule on its merits.
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KI-generiertThis provision establishes the appeal as the correct legal remedy against decisions made by the Rechtsöffnungsgericht, which was applied to open the appeal proceedings.
This provision is cited in conjunction with Art. 319 lit. a ZPO to confirm that the appeal is the appropriate legal remedy.
This provision determines the ten-day appeal period, which was applied to deem the appeal inadmissible due to being filed late.
This provision is cited in conjunction with Art. 321 Abs. 2 ZPO to establish the ten-day appeal period.
These provisions, concerning the calculation of deadlines and when submissions are considered filed, were applied to determine that the appeal was submitted late.
This provision states that submissions must be filed with the court or handed over to the postal service by the last day of the deadline, and was applied to deem the appeal inadmissible.
This provision is referenced in conjunction with Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG to determine the court fee for the appeal proceedings.
This provision is referenced in conjunction with Art. 48 to determine the court fee for the appeal proceedings.
This provision, regarding the allocation of costs based on the outcome of the proceedings, was applied to impose the court costs on the losing party.
This provision, concerning the award of compensation for party expenses, was applied to deny compensation to the opposing party due to a lack of significant expenditure.
This provision is cited as the legal basis for appealing to the Federal Supreme Court in civil matters.
This provision is cited as the legal basis for a subsidiary constitutional appeal to the Federal Supreme Court.
This provision is cited as part of the legal framework governing appeals to the Federal Supreme Court.
This provision is cited to classify the decision as a final decision for the purpose of appeal to the Federal Supreme Court.
These provisions govern the running of time limits for appeals to the Federal Supreme Court.
Volltext
Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: RT200132-O/U
Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichterin lic. iur. Dr. S. Janssen sowie Gerichtsschreiber lic. iur. A. Baumgartner
Beschluss vom 2. Oktober 2020
in Sachen
A._____, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer
gegen
Kanton Zürich, Gesuchsteller und Beschwerdegegner
vertreten durch Kantonales Steueramt Zürich, betreffend Rechtsöffnung
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 21. August 2020 (EB200161-G)
Erwägungen:
1. a) Mit Urteil vom 21. August 2020 erteilte die Vorinstanz dem Gesuchsteller und Beschwerdegegner (fortan Gesuchsteller) in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamts Meilen-Herrliberg-Erlenbach (Zahlungsbefehl vom 16. Januar 2020) definitive Rechtsöffnung für Fr. 9'027.50 nebst Zins zu 3 % seit 10. Januar 2020, Fr. 376.05 Zins, Fr. 139.15 Zinsbelastung bis 9. Januar 2020 und für die Betreibungskosten sowie für die Kosten und Entschädigung gemäss den Dispositivziffern 2 bis 5 des Urteils. Die Entscheidgebühr von Fr. 300.– wurde dem Gesuchsgegner und Beschwerdeführer (fortan Gesuchsgegner) auferlegt, wobei die Gerichtskosten vom Gesuchsteller zu beziehen, ihm jedoch vom Gesuchsgegner zu ersetzen seien. Sodann wurde der Gesuchsgegner verpflichtet, dem Gesuchsteller eine Parteientschädigung von Fr. 150.– zu bezahlen (Urk. 10 S. 5 f. Dispositivziffern 1-5 = Urk. 13 S. 5 f. Dispositivziffern 1-5). Der Gesuchsgegner nahm dieses Urteil am 26. August 2020 persönlich in Empfang (vgl. Urk. 11/2).
b) Mit an das Obergericht des Kantons Zürich, Zivilkammer, gesandter Eingabe vom 7. September 2020 (am 8. September 2020 der Post übergeben; vgl. den an Urk. 12 angehefteten Briefumschlag) beantragte der Gesuchsgegner, es sei in der Betreibung Nr. … das Urteil vom 21. August 2020 aufzuheben und es sei in dieser Angelegenheit keine Rechtsöffnung zu erteilen (Urk. 12).
2. Gegen die vom Rechtsöffnungsgericht getroffenen Urteile ist das Rechtsmittel der Beschwerde gegeben (Art. 319 lit. a ZPO i.V.m. Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO; siehe auch Urk. 13 S. 6 Dispositivziffer 7). Da der Gesuchsgegner seine Eingabe vom 7. September 2020 an das Obergericht des Kantons Zürich gerichtet hat, hat die beschliessende Kammer somit ein Beschwerdeverfahren gemäss Art. 319 ff. ZPO eröffnet.
3. Die Beschwerdefrist beträgt zehn Tage (Art. 321 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 251 lit. a ZPO; vgl. dazu auch die korrekte Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Urteil, Urk. 13 S. 6 Dispositivziffer 7). Die den Gesuchsgegner betreffende Beschwerdefrist ist daher am 7. September 2020 abgelaufen (Art. 142 Abs. 1 und 3 ZPO). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim
Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post übergeben werden (Art. 143 Abs. 1 ZPO). Die am 8. September 2020 der Post übergebene Rechtsmittelschrift ist daher als verspätet zu betrachten. Auf die Beschwerde des Gesuchsgegners ist demnach nicht einzutreten.
4. Die Spruchgebühr des Beschwerdeverfahrens ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 150.– festzusetzen und gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO dem Gesuchsgegner aufzuerlegen. Dem Gesuchsgegner ist sodann zufolge seines Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und dem Gesuchsteller mangels wesentlicher Umtriebe (Art. 95 Abs. 3 ZPO) für das Beschwerdeverfahren keine Entschädigung zuzusprechen.
Es wird beschlossen:
1. Auf die Beschwerde des Gesuchsgegners wird nicht eingetreten.
2. Die Spruchgebühr des Beschwerdeverfahrens wird auf Fr. 150.– festgesetzt.
3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt.
4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage von Kopien der Urk. 12 und 14/1-3, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.
6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder
Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).
Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 9'027.50.
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.
Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.
Zürich, 2. Oktober 2020
Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer
Der Gerichtsschreiber:
lic. iur. A. Baumgartner
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