Municipality v. Litigant (Free Legal Aid Application)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA litigant initially sought an unquantified claim against a municipality and requested free legal aid, which the lower court denied, a decision upheld by the cantonal court. The litigant then appealed to the Federal Supreme Court, which overturned the cantonal court's decision, finding that the court erred in concluding that the lower court was justified in dispensing with setting a deadline for the litigant to improve the application for free legal aid, and remanded the case for a new decision on the main claim and for the cantonal court to rule on the costs of the appeal proceedings. Consequently, the cantonal court waived costs for the appeal proceedings, awarded the litigant CHF 1,500 in legal costs from the state treasury based on the underlying claim value of CHF 100,000, and determined that the current proceedings for the cost ruling itself would incur no costs or awards.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 116 ZPO, Art. 93 BGG, § 200 lit. a GOG, Art. 72 ff. BGG, Art. 113 ff. BGG, Art. 42 BGG; Municipality v. Litigant (Free Legal Aid Application): The litigant then appealed to the Federal Supreme Court, which overturned the cantonal court's decision, finding that the court erred in concluding that the lower court was justified in dispensing with setting a deadline for the litigant to improve the application for free legal aid, and remanded the case for a new decision on the main claim and for the cantonal court to rule on the costs of the appeal proceedings. Consequently, the cantonal court waived costs for the appeal proceedings, awarded the litigant CHF 1,500 in legal costs from the state treasury based on the underlying claim value of CHF 100,000, and determined that the current proceedings for the cost ruling itself would incur no costs or awards.
Schlagwörter
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KI-generiertCited in conjunction with § 200 lit. a GOG for the determination that costs are applicable in proceedings concerning the granting of free legal aid.
Cited in conjunction with Art. 116 ZPO regarding the exclusion of costs for the appeal proceedings because the appellant succeeded.
Cited to classify the decision as an interlocutory decision against which an appeal to the Federal Supreme Court is possible.
Cited to specify the rules governing an appeal in civil matters to the Federal Supreme Court against this decision.
Cited to specify the rules governing a subsidiary constitutional appeal to the Federal Supreme Court against this decision.
Cited in conjunction with Arts. 72 ff. or 113 ff. BGG regarding the requirements for an appeal to the Federal Supreme Court.
Volltext
Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: RB250020-O/U
Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach sowie Gerichtsschreiber MLaw B. Lakic
Urteil vom 6. August 2025
in Sachen
A._____, Kläger und Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ gegen
Stadt B._____, Beklagte
betreffend Staatshaftung / Abweisung unentgeltliche Rechtspflege / Rückweisung
Beschwerde gegen einen Beschluss des Kollegialgerichtes in Zivilsachen des Bezirksgerichtes Winterthur vom 10. Juni 2024 (CG240005) Beschluss und Urteil der II. Zivilkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 21. Oktober 2024; Proz. RB240020 Urteil Bundesgericht vom 28. Mai 2025: Proz. 2C_588/2024
Erwägungen:
1.1. Mit Eingabe vom 15. Mai 2024 gelangte der Kläger und Beschwerdeführer (nachfolgend Kläger) an das Bezirksgericht Winterthur (nachfolgend Vorinstanz) und erhob eine unbezifferte Forderungsklage gegen die Beklagte und Beschwerdegegnerin (nachfolgend Beklagte). In prozessualer Hinsicht beantragte er die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Verbeiständung (act. 2/7/1
S. 4). Mit Beschluss vom 10. Juni 2024 wies die Vorinstanz das Gesuch des Klägers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ab (act. 2/6). Die dagegen erhobene Beschwerde wies die Kammer mit Urteil vom 21. Oktober 2024 ab; das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Verbeiständung für das Beschwerdeverfahren wurde mit gleichdatiertem Beschluss abgewiesen (act. 2/10 in Geschäfts-Nr. RB240020).
1.2. Gegen diesen Entscheid führte der Kläger Beschwerde beim Bundesgericht. Dieses hiess die Beschwerde mit Urteil vom 28. Mai 2025 gut, soweit es darauf eintrat (act. 4 Dispositiv-Ziffer 1): Es hob den Beschluss und das Urteil der Kammer vom 21. Oktober 2024 auf und wies die Sache zu neuem Entscheid direkt an die Vorinstanz zurück (act. 4 Dispositiv-Ziffer 2). Zur Regelung der Kostenund Entschädigungsfolgen des obergerichtlichen Beschwerdeverfahrens wies es die Sache an die Kammer zurück (act. 4 Dispositiv-Ziffer 3). Das Bundesgericht begründete seinen Entscheid zusammengefasst damit, die Kammer sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Vorinstanz von einer Nachfristansetzung zur Verbesserung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege habe absehen dürfen (vgl. zusammenfassend act. 4 E. 3.8).
2. Aufgrund der Rückweisung ist nachfolgend über die Kostenund Entschädigungsfolgen des obergerichtlichen Beschwerdeverfahrens Geschäfts- Nr. RB240020 zu befinden. Dafür wurde bei der Kammer das Verfahren RB250020 eröffnet. Die Erwägungen und das Dispositiv des Rückweisungsentscheids sind für die Kammer bindend (BGE 135 III 334 E. 2.1).
3. Das Beschwerdeverfahren ist auch in Verfahren betreffend Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege kostenpflichtig (BGE 137 III 470 E. 6.5; OGer
ZH RU160002 vom 14. März 2016 E. 4). Aufgrund der erfolgten Rückweisung an die Vorinstanz dringt der Kläger mit seiner Beschwerde an die Kammer durch. Folglich fallen die Kosten für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren (Geschäfts-Nr. RB240020) ausser Ansatz (Art. 116 ZPO i.V.m. § 200 lit. a GOG). Dem Beschwerdeführer ist eine Parteientschädigung zuzusprechen (BGE 140 III 501). Ausgehend von einem vorinstanzlichen Streitwert in der Hauptsache von CHF 100'000.– (vgl. act. 2/6 E. 2.2. und act. 2/7/1 S. 4) und in Anwendung von § 13 Abs. 1 und 4 i.V.m. § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 9 AnwGebV ist die Parteientschädigung auf CHF 1'500.– (Mehrwertsteuer eingeschlossen) festzusetzen.
4. Für das vorliegende Verfahren sind keine Kosten zu erheben und es sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen.
Es wird erkannt:
1. Für das Beschwerdeverfahren Geschäfts-Nr. RB240020 werden keine Kosten erhoben.
2. Dem Kläger wird für das Beschwerdeverfahren Geschäfts-Nr. RB240020 eine Parteientschädigung von CHF 1'500.– (inkl. MwSt.) aus der Staatskasse zugesprochen.
3. Für das vorliegende Verfahren werden keine Kosten erhoben und es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).
Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt CHF 100'000.–.
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.
Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer
Der Gerichtsschreiber:
MLaw B. Lakic
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