Timeliness of Appeal Against Payment Order Dismissal
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn appellant challenged a lower court's decision to dismiss their appeal against a payment order issued by a debt enforcement office. The reviewing court determined that the appeal filed against the lower court's decision was untimely because the ten-day statutory deadline, which began running the day after the appellant received the challenged decision, expired on the preceding Monday, but the appeal was only submitted to the post office on the following Tuesday, leading the court to dismiss the appeal as inadmissible due to the lapsed deadline.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 322 Abs. 1 ZPO, Art. 20a Abs. 2 SchKG, Art. 20a Abs. 3 SchKG, Art. 18 Abs. 1 SchKG, Art. 142 Abs. 1 ZPO, Art. 142 Abs. 3 ZPO; Timeliness of Appeal Against Payment Order Dismissal: The reviewing court determined that the appeal filed against the lower court's decision was untimely because the ten-day statutory deadline, which began running the day after the appellant received the challenged decision, expired on the preceding Monday, but the appeal was only submitted to the post office on the following Tuesday, leading the court to dismiss the appeal as inadmissible due to the lapsed deadline.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertAlthough mentioned in the reasoning section to justify not requesting a response, the final orders only contain procedural and cost rulings, not an explicit citation of the article that justifies the non-admission itself (which seems to be derived from the procedural analysis in Erwägung 2.2 regarding the missed deadline).
Cited implicitly in the reasoning section to determine when the appeal deadline started running, supporting the decision not to proceed.
Cited implicitly in the reasoning section to determine the end date of the appeal deadline, supporting the decision not to proceed.
Cited in the reasoning section to establish that the appeal procedure is cost-free, which is reflected in order No. 2.
Cited in the reasoning section to establish that the appeal procedure is cost-free, which is reflected in order No. 2.
Cited in the reasoning section to establish that no party compensation is awarded, which is reflected in order No. 3.
Cited in order No. 5 to classify the decision for the purpose of a potential appeal to the Federal Supreme Court.
Cited in order No. 5 as a provision governing the form of a potential appeal to the Federal Supreme Court.
Cited in order No. 5 regarding the admissibility of an appeal in civil matters to the Federal Supreme Court.
Cited in order No. 5 regarding the admissibility of a subsidiary constitutional appeal to the Federal Supreme Court.
Volltext
Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs
Geschäfts-Nr.: PS190238-O/U
Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein und Oberrichter Dr. M. Sarbach sowie Gerichtsschreiberin MLaw C. Funck
Beschluss vom 16. Dezember 2019
in Sachen
A._____, Beschwerdeführer,
gegen
Staat und Stadt Zürich, Beschwerdegegner,
vertreten durch Steueramt der Stadt Zürich betreffend Zahlungsbefehl (Beschwerde über das Betreibungsamt Horgen)
Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Horgen vom
14. November 2019 (CB190030)
Erwägungen:
1.1. Der Beschwerdeführer erhob mit Eingabe vom 2. November 2019 beim Bezirksgericht Horgen (nachfolgend: Vorinstanz) Beschwerde gegen das Betreibungsamt Horgen betreffend den Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. … (act. 1). Die Vorinstanz trat auf die Beschwerde mit Beschluss vom 14. November 2019 nicht ein (act. 5 = act. 8; nachfolgend zitiert als act. 8).
1.2. Mit Eingabe vom 3. Dezember 2019 (Datum Poststempel) erhob der Beschwerdeführer daraufhin Beschwerde bei der Kammer (act. 9). Die Akten der Vorinstanz wurden beigezogen (act. 1-6), das Verfahren erweist sich als spruchreif. Auf das Einholen einer Beschwerdeantwort kann verzichtet werden, weil sich die Beschwerde sofort als unzulässig erweist (vgl. Art. 322 Abs. 1 ZPO), wie nachfolgend aufzuzeigen ist.
2.1. Das Verfahren der Aufsichtsbeschwerde in Schuldbetreibungsund Konkurssachen richtet sich nach den Bestimmungen von Art. 20a Abs. 2 SchKG. Soweit Art. 20a Abs. 2 SchKG keine Bestimmungen enthält, regeln die Kantone das Verfahren (Art. 20a Abs. 3 SchKG; BSK SchKG I-Cometta/Möckli, 2. Aufl., Art. 20a N 38). Im Kanton Zürich richtet sich das Beschwerdeverfahren gemäss § 18 EG SchKG nach § 83 f. GOG. Es sind demnach die Bestimmungen der ZPO sinngemäss anwendbar (§ 83 Abs. 3 GOG). Die Beschwerde gegen einen Entscheid einer unteren Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungund Konkurssachen ist innert 10 Tagen seit seiner Eröffnung bei der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde einzureichen (Art. 18 Abs. 1 SchKG).
2.2. Der Beschwerdeführer holte den angefochtenen Beschluss am 20. November 2019 bei der Post ab (act. 6/1). Folglich begann die Beschwerdefrist am folgenden Tag zu laufen (vgl. Art. 142 Abs. 1 ZPO). Geendet hätte sie eigentlich am
30. November 2019, da es sich bei diesem Tag aber um einen Samstag handelte, endete sie am drauffolgenden Montag, dem 2. Dezember 2019 (vgl. Art. 142 Abs. 3 ZPO). Die Beschwerde wurde am 3. Dezember 2019 bei der Post aufgegeben (vgl. act. 9) und damit erst nach Fristablauf. Folglich ist darauf nicht einzutreten.
3. Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG und Art. 61 Abs. 2 GebV SchKG). Parteientschädigungen dürfen in diesem Verfahren nicht zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG).
Es wird beschlossen:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegner unter Beilage einer Kopie von act. 9, unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Horgen, je gegen Empfangsschein.
5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).
Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.
Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungsund Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.
Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer
Die Gerichtsschreiberin:
MLaw C. Funck versandt am:
17. Dezember 2019