Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
PS170280 • OG ZH PS170280 KI-generiert

Debtor Appeal Against Bankruptcy Dismissed for Failure to Prove Debt Settlement

Geschäftsnummer PS170280
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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A debtor appealed the opening of bankruptcy proceedings initiated by a creditor based on an outstanding claim of CHF 750 plus interest and costs. The court dismissed the appeal, reasoning that under the relevant law, the appeal must demonstrate proof of debt settlement or deposit, or creditor waiver, by the end of the appeal period, and no extensions are granted for providing this proof. Furthermore, the debtor failed to meet the deadline, which was extended due to the holiday period, to provide evidence of any grounds for setting aside the bankruptcy, leading to the confirmation of the initial bankruptcy order.

Legislator-Regeste

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Art. 174 Abs. 2 ZGB, Art. 56 Ziff. 2 SchKG, Art. 63 SchKG, Art. 101 Abs. 3 ZPO, Art. 90 BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG; Debtor Appeal Against Bankruptcy Dismissed for Failure to Prove Debt Settlement: The court dismissed the appeal, reasoning that under the relevant law, the appeal must demonstrate proof of debt settlement or deposit, or creditor waiver, by the end of the appeal period, and no extensions are granted for providing this proof. Furthermore, the debtor failed to meet the deadline, which was extended due to the holiday period, to provide evidence of any grounds for setting aside the bankruptcy, leading to the confirmation of the initial bankruptcy order.

Schlagwörter

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Konkursforderung Gläubigerversammlung Nachweis des Anspruchs auf Prozesskostenhilfe Beweislosigkeit Schadenregulierung nachträglicher Rechtsvorschlag Konkurseröffnung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 174 Abs. 2 ZGB

The appeal was rejected because the debtor failed to prove the necessary conditions for the annulment of the bankruptcy as required by this provision.

Art. 63 SchKG i.V.m. Art. 56 Ziff. 2 SchKG

These provisions concerning the extension of the appeal deadline were implicitly used to determine that the appeal was timely (though ultimately rejected on substance).

Art. 101 Abs. 3 ZPO

The court explicitly waived granting a deadline extension for paying the procedural deposit based on this article.

Art. 64 BGG

This article is cited in the reasoning paragraph relating to the final decision's effect regarding an appeal to the Federal Supreme Court, although no explicit order regarding legal aid was issued.

Art. 90 BGG

This article is cited to establish that the decision is a final decision for the purposes of an appeal to the Federal Supreme Court.

Art. 72 ff. BGG

This article is cited as the formal basis for filing an appeal in civil matters to the Federal Supreme Court.

Art. 113 ff. BGG

This article is cited as the formal basis for filing a subsidiary constitutional appeal to the Federal Supreme Court.

Art. 42 BGG

This article is cited as part of the formal requirements for an appeal to the Federal Supreme Court.

Art. 66 al. 1 LTF

Although not explicitly written as an order number, the imposition of court costs on the debtor in order 3 implies the application of cost provisions, typically Art. 66 BGG (LTF in French/German context).

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Volltext

Obergericht des Kantons Zürich

II. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: PS170280-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur sowie Gerichtsschreiberin Dr. M. Isler

Urteil vom 18. Januar 2018

in Sachen

A._____ GmbH, Schuldnerin und Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt M.A. HSG in Law X._____, gegen

B._____ AG, Gläubigerin und Beschwerdegegnerin,

betreffend Konkurseröffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich vom 5. Dezember 2017 (EK171875)

Erwägungen:

1. Das Konkursgericht des Bezirks Zürich eröffnete mit Urteil vom 5. Dezember 2017 den Konkurs über die Schuldnerin gestützt auf eine Forderung der Gläubigerin von Fr. 750.– nebst 5 % Zins seit 6. Januar 2017 zuzüglich Mahnspesen, Inkassogebühren und Betreibungskosten (act. 3 = act. 7 = act. 8/6). Dagegen reichte die Schuldnerin am 22. Dezember 2017 Beschwerde ein (act. 2). Sie beantragt die Aufhebung des Konkursdekrets und die Erteilung der aufschiebenden Wirkung.

2. Mit Verfügung vom 27. Dezember 2017 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung einstweilen nicht zuerkannt, weil die Schuldnerin weder den Konkurshinderungsgrund der Tilgung noch denjenigen der Hinterlegung belegt und überdies auch die Kosten des Konkursamts und des Konkursgerichts nicht sichergestellt hatte. Die Schuldnerin wurde darauf hingewiesen, dass sie ihre Eingabe bis zum Ablauf der Beschwerdefrist verbessern könne. Ausserdem wurde ihr Frist angesetzt, um für das Beschwerdeverfahren einen Kostenvorschuss von Fr. 750.– zu bezahlen (act. 9). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 8/1-8). Die Sache erweist sich als spruchreif.

3.1 Die Rechtsmittelinstanz kann die Konkurseröffnung aufheben, wenn der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, dass er seit der Konkurseröffnung die Schuld (Forderung) einschliesslich Zinsen und Kosten getilgt oder beim Obergericht zuhanden des Gläubigers hinterlegt hat oder dass der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet (Art. 174 Abs. 2 ZGB). Diese Voraussetzungen sind innert der Rechtsmittelfrist darzutun; Nachfristen werden keine gewährt (BGE 136 III 294).

3.2 Die Schuldnerin hat gemäss eigener Darstellung am 12. Dezember 2017 vom Konkursdekret Kenntnis erhalten (act. 2 S. 2). Die zehntägige Beschwerdefrist lief folglich während der Weihnachtsbetreibungsferien, die vom 18. Dezember bis am 2. Januar dauern, ab (Art. 56 Ziff. 2 SchKG; KUKO SchKG-Sarbach, 2. Aufl., Art. 56 N 36). In diesem Fall verlängert sich die Beschwerdefrist bis zum dritten Arbeitstag nach Ablauf der Betreibungsferien (Art. 63 SchKG i.V.m. Art. 56

Ziff. 2 SchKG; vgl. OGer ZH PS130227 vom 15. Januar 2014, E. II./2.), mithin bis am Freitag, 5. Januar 2018. Da die Schuldnerin den Nachweis für das Vorliegen eines Konkurshinderungsgrundes bis zum Ablauf der Rechtsmittelfrist nicht erbracht und keinen anderen Grund namhaft gemacht hat, welcher die Aufhebung des Konkurses erlaubte, ist die Beschwerde abzuweisen.

4. Vor diesem Hintergrund kann auf eine Nachfrist für die Leistung des Kostenvorschusses (Art. 101 Abs. 3 ZPO) verzichtet werden.

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Konkursamt Höngg-Zürich wird mit der Durchführung des Konkurses beauftragt.

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt und der Schuldnerin auferlegt.

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubiger unter Beilage des Doppels von act. 2, sowie an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Höngg-Zürich, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt Zürich 10, je gegen Empfangsschein.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkursoder Nachlassrichters oder der Konkursoder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich

II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

Dr. M. Isler

versandt am:

19. Januar 2018