Admissibility of New Submissions in Child and Adult Protection Appeals
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court addressed the issue of whether new submissions (Noven) are admissible in appeal proceedings concerning child and adult protection matters, despite general procedural rules (§ 67 of the relevant regulation) suggesting limitations analogous to those in civil procedure. The court reasoned that because child protection cases are governed by the unlimited investigative maxim and the official maxim (§ 65 of the regulation, relevant Civil Code, and Civil Procedure Code articles), the same applies to adult protection matters since no distinction is made in the statutory provisions, and the official maxim is intrinsically linked to the investigative maxim, meaning that new submissions are generally not excluded in such appeals.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 317 Abs. 1 ZPO, Art. 446 noch; Admissibility of New Submissions in Child and Adult Protection Appeals: Im Übrigen gelten für Beschwerden i.S. der §§ 64 ff. EG KESR i.V.m. den Art. 450 - 450c ZGB die selben allgemeinen Prozessvoraussetzungen wie für die in der ZPO geregelten Rechtsmittel. Es sind daher insbesondere die Art. 59 f. ZPO zu beachten.
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KI-generiertVolltext
§ 65 EG KESR, § 67 EG KESR, Noven in der Beschwerde. In Sachen des Kindesund Erwachsenenschutzes gilt generell kein Noven-Ausschluss.
(aus einem Entscheid des Obergerichts:)
2.3 Weiter gelten aufgrund von § 67 EG KESR im Beschwerdeverfahren an sich Novenschranken, analog den Regeln des Art. 317 Abs. 1 ZPO. Indes kommen in den Belangen des Kindesschutzes sowohl die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime als auch die Offizialmaxime zur Anwendung (vgl. § 65 EG KESR, Art. 446 Abs. 1 und 3 ZGB sowie Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO; vgl. auch BGer Urteil 5A_528/2015 vom 21. Januar 2016, E. 2, sowie BGE 144 III 349). Gemäss konstanter Praxis der Kammer gilt dasselbe bei Erwachsenenschutzbelangen, und zwar zum einen, weil weder das ZGB in Art. 446 noch das EG KESR bei der Regelung der Beschwerde für die Erwachsenenschutzbelangen von den Kindesschutzbelangen abweichende Regelungen aufstellen. Zum anderen ist die Offizialmaxime sachlich untrennbar mit der Untersuchungsmaxime verbunden (vgl. etwa STECK, a.a.O., Art. 446 N 8) und hat sie daher zwangsläufig auch im Beschwerdeverfahren zu gelten (gl. M. STECK, a.a.O., TUOR/SCHNYDER/JUNGO, ZGB,
14. A., Zürich 2015, S. 742, dort Rz. 21, MARANTA/AUER/MARTI, in: BSK ZGB I,
6. A., Basel 2018, Art. 446 N 40 f.).
Im Übrigen gelten für Beschwerden i.S. der §§ 64 ff. EG KESR i.V.m. den Art. 450 - 450c ZGB die selben allgemeinen Prozessvoraussetzungen wie für die in der ZPO geregelten Rechtsmittel. Es sind daher insbesondere die Art. 59 f. ZPO zu beachten.
Obergericht, II. Zivilkammer
Urteil vom 26. August 2019 Geschäfts-Nr.: PQ190050-O/U