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PD140011 • OG ZH PD140011 KI-generiert

Scope of Non-Attorney Representation in Appeal Proceedings and Attorney Independence in Employment Context

Geschäftsnummer PD140011
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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The court addressed the representative's authority in an appeal proceeding, finding that the exception allowing non-attorney representatives before tenancy and labor courts (Art. 68 Abs. 2 lit. d ZPO) does not extend to appeal instances against those decisions. Furthermore, an attorney employed by a non-attorney entity in a non-attorney capacity lacks the requisite independence under professional regulations to accept mandates from that employer's clients or transfer such mandates to their own law firm, even if separately registered as an attorney. Consequently, the court set a deadline for the representative to address their standing in the appeal, failing which it would be assumed they were not representing the party.

Legislator-Regeste

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Art. 8 Abs. 1 lit. c BGFA, Art. 68 Abs. 2 lit. d ZPO, Art. 68 ZPO, Art. 68 Abs. 2 lit. a ZPO; Scope of Non-Attorney Representation in Appeal Proceedings and Attorney Independence in Employment Context: 68 Abs. 2 lit. d ZPO) does not extend to appeal instances against those decisions. Furthermore, an attorney employed by a non-attorney entity in a non-attorney capacity lacks the requisite independence under professional regulations to accept mandates from that employer's clients or transfer such mandates to their own law firm, even if separately registered as an attorney. Consequently, the court set a deadline for the representative to address their standing in the appeal, failing which it would be assumed they were not representing the party.

Schlagwörter

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Beschwerdelegitimation Vertretungsverbot für Rechtsanwälte gesetzliche Vertretung richterliche Unabhängigkeit Geltungsbereich des auf den Vertrag anzuwendenden Rechts externe Vollmacht Unabhängigkeit, Vertreter vor Miet- und Arbeitsgerichten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 8 Abs. 1 lit. c BGFA

This provision is mentioned in the reasoning regarding the lack of independence that precludes representation under Art. 68 Abs. 2 lit. a ZPO, although it is not explicitly cited in the final operative orders (which are limited to procedural steps and costs).

Art. 68 Abs. 2 lit. d ZPO

This provision is mentioned in the reasoning to establish the limited scope of non-lawyer representation which does not extend to appeal proceedings.

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Volltext

Art. 8 Abs. 1 lit. c BGFA, Unabhängigkeit. Der Anwalt, der für einen nichtanwaltlichen Teil seiner Berufstätigkeit bei einem Nicht-Anwalt angestellt ist, darf keine Mandate von Kunden seines Arbeitgebers annehmen (und dem entsprechend nicht ein Mandat, das er im Rahmen seiner Anstellung unzulässigerweise übernommen hat, in seine Anwaltskanzlei transferieren). Art. 68 Abs. 2 lit. d ZPO, Vertreter vor Mietund Arbeitsgerichten. Die Ausnahme vom Anwaltsmonopol gilt nur für die Mietund Arbeitsgerichte selber, nicht für deren Rechtsmittelinstanzen.

(aus den Erwägungen einer Präsidialverfügung)

Es stellt sich die Frage der Vertretungsbefugnis des Vertreters der Beschwerde-gegnerin im vorliegenden (Rechtsmittel-)Verfahren. Art. 68 ZPO regelt die vertragliche Vertretung im Zivilprozess. Danach sind zur berufsmässigen Vertretung in allen Verfahren Anwältinnen und Anwälte befugt, die nach dem Anwaltsgesetz vom 23. Juni 2000 berechtigt sind, Parteien vor schweizerischen Gerichten zu vertreten (Art. 68 Abs. 2 lit. a ZPO). Sodann sind vor Mietund Arbeitsgerichten auch beruflich qualifizierte Vertreter befugt, soweit das kantonale Recht dies vorsieht (Art. 68 Abs. 2 lit. d ZPO; siehe hierzu § 11 AnwG). Das Privileg von lit. d gilt jedoch nur für die Mietund Arbeitsgerichte sowie die vorgelagerten Schlichtungsbehörden, nicht hingegen auch für die diesbezüglichen Rechtsmittelverfahren (vgl. beispielsweise GASSER/RICKLI, ZPO, Art. 68 N 7, BSK- TENCHIO, Art. 68 N 13 sowie BK-HRUBESCH-MILLAUER, Art. 68 N 9, die alle die Rechtsmittelinstanz nicht erwähnen).

Dr. X trat vor Vorinstanz im Rahmen seiner Tätigkeit für die den Verband Y auf, und somit als Vertreter im Sinne von Art. 68 Abs. 2 lit. d ZPO. Wie ausgeführt, fällt eine solche Vertretung im Rechtsmittelverfahren ausser Betracht. Zwar ist Dr. X neben dieser Tätigkeit auch als Rechtsanwalt in einer Anwaltskanzlei tätig und hierfür im Anwaltsregister eingetragen. Dennoch fällt in [dieser] Konstellation eine Vertretung nach Art. 68 Abs. 2 lit. a ZPO ausser Betracht: In der Tätigkeit für den Verband Y fehlt es an der Unabhängigkeit und folglich auch am entsprechenden Registereintrag (vgl. Art. 4 und 8 Abs. 1 lit. d BGFA). Dass er das Mandat nun als Rechtsanwalt der Anwaltskanzlei übernehmen würde, ist sodann aufgrund der fehlenden Unabhängigkeit ausgeschlossen (vgl. hierzu BGer 4A_38/ 2013 vom 12. April 2013 = Pra 102/2013 Nr. 113 E. 1).

Es ist Dr. X Frist anzusetzen, um zur Vertretung der Beschwerdegegnerin im Rechtsmittelverfahren Stellung zu nehmen.

Es wird verfügt:

1. (…)

2. Dr. X wird eine Frist von 5 Tagen ab Zustellung dieser Verfügung angesetzt, um zur Vertretung der Beschwerdegegnerin im Rechtsmittelverfahren Stellung zu nehmen.

Bei Säumnis wird davon ausgegangen, dass er die Beschwerdegegnerin im Rechtsmittelverfahren nicht vertritt.

Obergericht, II. Zivilkammer Verfügung vom 17. September 2014 Geschäfts-Nr.: PD140011-O/Z01