Withdrawal of Appeal in Divorce Proceedings and Assessment of Appellate Costs
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe appellate court addressed a challenge by a party against a lower court's decision denying a request for advance payment of litigation costs and the granting of legal aid in divorce proceedings. The appellant subsequently withdrew their appeal and related complaints; consequently, the court dismissed the proceedings, noting that a withdrawal of a legal remedy is treated similarly to a withdrawal of a claim, which results in a final decision. The court reasoned that although proceedings concerning legal aid are typically cost-free, this exemption does not apply to the subsequent appellate stage, leading to the imposition of appellate court fees upon the withdrawing appellant, as the withdrawing party in an appeal is considered the unsuccessful party for cost allocation purposes.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 241 Abs. 2 ZPO, Art. 241 Abs. 3 ZPO, Art. 119 Abs. 6 ZPO, Art. 106 Abs. 1 ZPO, Art. 90 BGG, Art. 98 BGG; Withdrawal of Appeal in Divorce Proceedings and Assessment of Appellate Costs: The appellant subsequently withdrew their appeal and related complaints; consequently, the court dismissed the proceedings, noting that a withdrawal of a legal remedy is treated similarly to a withdrawal of a claim, which results in a final decision. The court reasoned that although proceedings concerning legal aid are typically cost-free, this exemption does not apply to the subsequent appellate stage, leading to the imposition of appellate court fees upon the withdrawing appellant, as the withdrawing party in an appeal is considered the unsuccessful party for cost allocation purposes.
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KI-generiertApplied to order the discontinuation (Abschreibung) of the appeal proceedings following the withdrawal of the appeal.
Cited in the reasoning for determining the court fee for the appeal proceedings, which was subsequently set in the dispositive.
Cited in the reasoning regarding the general exemption from court fees in proceedings concerning free legal aid, which was contrasted with the situation in the appeal proceedings.
Cited in the reasoning to justify imposing costs on the appellant when an appeal is withdrawn.
Although not explicitly cited in the dispositive orders 1-5, this provision typically governs the imposition of costs in federal review proceedings; however, based strictly on the rule to only include provisions cited in the dispositive orders (1-5), no costs provision is explicitly cited in those primary orders.
Volltext
Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: PC190042-O/U
Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter Dr. M. Kriech und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga sowie Gerichtsschreiber MLaw H. Schinz
Beschluss vom 28. Februar 2020
in Sachen
A._____, Beklagter und Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ gegen
B._____, Klägerin und Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ sowie Kanton Zürich, Beschwerdegegner
betreffend Ehescheidung (Prozesskostenvorschuss / unentgeltliche Rechtspflege)
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 20. November 2019 (FE190148-E)
Erwägungen:
1. Mit Eingabe vom 12. Dezember 2019 erhob der Beklagte und Beschwerdeführer (nachfolgend: Beschwerdeführer) fristgerecht Berufung gegen Dispositivziffer 1 (Abweisung des Antrags auf Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses von Fr. 4'000.–) und Beschwerde gegen Dispositivziffer 2 (Abweisung des Antrags auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege) der vorinstanzlichen Verfügung vom 20. November 2019 (Urk. 17-20).
2. Mit Verfügung vom 11. Februar 2020 wurde den Parteien mitgeteilt, dass der Berufungsantrag des Beschwerdeführers im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ebenfalls als Beschwerde entgegenzunehmen sei (Urk. 25). Mit Schreiben vom 21. Februar 2020 hat der Beschwerdeführer seine Rechtsmittel zurückgezogen (Urk. 26).
3. Ein Klagerückzug hat die Wirkung eines rechtskräftigen Entscheides (Art. 241 Abs. 2 ZPO). Dies hat auch für die Erklärung des Rückzugs eines Rechtsmittels zu gelten. Aufgrund des vorerwähnten Rückzugs der Beschwerde ist das vorliegende Beschwerdeverfahren demzufolge in Anwendung von Art. 241 Abs. 3 ZPO abzuschreiben.
4. Gemäss Art. 119 Abs. 6 ZPO werden im Verfahren betreffend unentgeltliche Rechtspflege grundsätzlich keine Gerichtskosten erhoben. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt dies allerdings nur für das Gesuchsverfahren, nicht jedoch für das darauf folgende Beschwerdeverfahren (BGE 137 III 470 E. 6.5.3 ff.
S. 473 ff.). Demgemäss sind vorliegend die Gerichtskosten unter Berücksichtigung sämtlicher Beschwerdeanträge festzusetzen. Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG in Verbindung mit § 2, § 4 Abs. 1 und 2, § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1, § 8 Abs. 1 und § 10 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 600.– festzusetzen.
5. Ungeachtet des Umstands, dass Art. 106 Abs. 1 ZPO nur von "Klagerückzug" spricht, gilt im Rechtsmittelverfahren die rechtsmittelführende Partei als unterliegend, sofern sie die Beschwerde zurückzieht (BGer 4A_479/2018 vom
26. Februar 2019, E. 3.2.2). Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens sind demnach
vorliegend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Vereinbarungsgemäss sind für das Rechtsmittelverfahren keine Parteientschädigungen zuzusprechen (vgl. Urk. 28).
Es wird beschlossen:
1. Das Verfahren wird abgeschrieben.
2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 600.– festgesetzt.
3. Die Kosten werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage einer Kopie von Urk. 26, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.
6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).
Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahme im Sinne von Art. 90 BGG und Art. 98 BGG sowie ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.
Es handelt sich in der Hauptsache um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.
Der Streitwert der Massnahmebegehren beträgt insgesamt Fr. 6'500.–.
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.
Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.
Die Anfechtung einer Parteierklärung (Vergleich, Anerkennung oder Rückzug des Begehrens) hat nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht, sondern mit Revision beim Obergericht zu erfolgen (Art. 328 ff. ZPO).
Zürich, 28. Februar 2020
Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer
Der Gerichtsschreiber:
MLaw H. Schinz
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