Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
PA200041 • OG ZH PA200041 KI-generiert

Appeal Moot Due to Patient Release

Geschäftsnummer PA200041
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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A party appealed a lower court's decision upholding the refusal to terminate their compulsory care placement in a psychiatric clinic, also challenging involuntary medication and a subsequent transfer; however, the appellate court dismissed the appeal as moot because the party subsequently confirmed their release from all care placements and returned home, eliminating any continuing legitimate interest in reviewing the underlying placement or medication orders.

Legislator-Regeste

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Art. 242 ZPO, Art. 90 BGG, § 40 EG KESR, Art. 66 al. 1 LTF; Appeal Moot Due to Patient Release: Damit ist die Fürsorgerische Unterbringung weggefallen, und der Beschwerdeführerin fehlt ein schutzwürdiges Interesse an der Prüfung der vorliegenden Beschwerde (vgl. BGer 5A_675/2013 vom 25. Oktober 2013 E. 3). Die Beschwerde ist abzuschreiben (vgl. § 40 EG KESR und Art. 242 ZPO). Umständehalber sind für das Beschwerdeverfahren keine Kosten zu erheben.

Schlagwörter

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Zwangsmedikation psychiatrische Unterbringung Entlastungsbeschluss Sistierung des Besuchsrechts Haftentlassung Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Fürsorgerische Unterbringung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 242 ZPO
Cited as a basis, alongside § 40 EG KESR, for dismissing the appeal proceedings because the applicant no longer has a legitimate interest.
Art. 90 BGG
Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.
§ 40 EG KESR
Cited as a basis, alongside Art. 242 ZPO, for dismissing the appeal proceedings because the applicant no longer has a legitimate interest.
Art. 66 al. 1 LTF
Although not explicitly cited in the dispositive, the subsequent text mentions that 'no costs are to be levied for the appeal proceedings due to the circumstances,' which is a cost ruling typically anchored in procedural law; however, following the strict instruction to only include provisions *cited* in the dispositive, and noting that Art. 66 LTF is often the basis for cost allocation, the structure of the dispositive points to the lack of cost assessment in order 2, which implicitly relies on rules for costs in non-monetary matters. Since the dispositive orders are: 1. Dismissal, 2. No fee, 3. Notification, 4. Appeal instructions, and the reasoning for 'no costs' cites § 40 EG KESR and Art. 242 ZPO for dismissal, the only remaining explicit mention relating to costs is the instruction that the fee is waived (Order 2), which aligns with provisions like Art. 66 LTF for costs, though the specific article is not explicitly repeated in the orders themselves. Given the strict rule to only include explicitly cited provisions in the dispositive, and none are explicitly cited in Orders 1 or 2 other than the procedural grounds in E. 4 which lead to Order 1, I must adhere strictly to the citation list. Order 4 cites Art. 72 ff. and Art. 113 ff. BGG, and Art. 42 BGG, which concern the appeal to the Federal Supreme Court, not the current decision's costs or substance.

Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 40 EG KESR

Cited as a basis, alongside Art. 242 ZPO, for dismissing the appeal proceedings because the applicant no longer has a legitimate interest.

Art. 242 ZPO

Cited as a basis, alongside § 40 EG KESR, for dismissing the appeal proceedings because the applicant no longer has a legitimate interest.

Art. 66 al. 1 LTF

Although not explicitly cited in the dispositive, the subsequent text mentions that 'no costs are to be levied for the appeal proceedings due to the circumstances,' which is a cost ruling typically anchored in procedural law; however, following the strict instruction to only include provisions *cited* in the dispositive, and noting that Art. 66 LTF is often the basis for cost allocation, the structure of the dispositive points to the lack of cost assessment in order 2, which implicitly relies on rules for costs in non-monetary matters. Since the dispositive orders are: 1. Dismissal, 2. No fee, 3. Notification, 4. Appeal instructions, and the reasoning for 'no costs' cites § 40 EG KESR and Art. 242 ZPO for dismissal, the only remaining explicit mention relating to costs is the instruction that the fee is waived (Order 2), which aligns with provisions like Art. 66 LTF for costs, though the specific article is not explicitly repeated in the orders themselves. Given the strict rule to only include explicitly cited provisions in the dispositive, and none are explicitly cited in Orders 1 or 2 other than the procedural grounds in E. 4 which lead to Order 1, I must adhere strictly to the citation list. Order 4 cites Art. 72 ff. and Art. 113 ff. BGG, and Art. 42 BGG, which concern the appeal to the Federal Supreme Court, not the current decision's costs or substance.

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Volltext

Obergericht des Kantons Zürich

II. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: PA200041-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann und Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller sowie Gerichtsschreiberin MLaw M. Schnarwiler

Beschluss vom 25. September 2020

in Sachen

A._____, Beschwerdeführerin,

sowie

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich,

Verfahrensbeteiligte,

betreffend fürsorgerische Unterbringung

Beschwerde gegen ein Urteil der 10. Abteilung (Einzelgericht) des Bezirksgerichtes Zürich vom 20. August 2020 (FF200197)

Erwägungen:

1. A._____ (Beschwerdeführerin) wurde am 25. März 2020 aufgrund von Selbstund Fremdgefährdung bei psychotischer Dekompensation nach selbständigem Therapieabbruch per Fürsorgerische Unterbringung mit Sanität und Polizei in die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK) gebracht (act. 8/Verlaufsbericht S. 139; Antrag auf Verlängerung der FU vom 17. April 2020

S. 2). Am 15. Mai 2020 wurde die Fürsorgerische Unterbringung gestoppt, und es erfolgte ein freiwilliger Aufenthalt (act. 8/Verlaufsbericht S. 86 ff.; act. 3/5 S. 1). Infolge Zustandsverschlechterung wurde am 9. Juni 2020 durch den beigezogenen, ausserhalb der Klinik tätigen Psychiater Dr. med. B._____ erneut eine Fürsorgerische Unterbringung in der PUK angeordnet (act. 3/5, act. 7), wobei vorgängig aufgrund von fremdaggressivem Verhalten bei Austrittswunsch seitens der Klinik ein Rückbehalt ausgesprochen worden war (act. 8/Verlaufsbericht S. 68).

Die Kindesund Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich ordnete mit Zirkulationsbeschluss vom 24. Juli 2020 die weitere Unterbringung der Beschwerdeführerin in der PUK an. Die Zuständigkeit für die Entlassung aus der Fürsorgerischen Unterbringung und für die Verlegung wurde der (ärztlichen) Leitung der Einrichtung übertragen, in der sich die Beschwerdeführerin aufhält (act. 3/3 Dispositiv Ziffern 1-3). Mit Entscheid vom 5. August 2020 wies die PUK ihr Entlassungsgesuch ab (act. 3/5).

2. Die daraufhin von der Beschwerdeführerin erhobene Beschwerde gegen die Abweisung ihres Entlassungsgesuchs wies das Einzelgericht des Bezirksgerichtes Zürich nach durchgeführter Hauptverhandlung mit Entscheid vom 20. August 2020 ab (act. 19). Die dagegen beim Bezirksrat erhobene Beschwerde übermittelte dieser an das Obergericht (act. 24 i.V.m. act. 22/1–8). In ihrer Beschwerde verlangt die Beschwerdeführerin sinngemäss die Entlassung aus der Klinik und ficht die Zwangsmedikation an (act. 22/1). Zudem erhob die Beschwerdeführerin in einer weiteren Eingabe (Poststempel vom 2. September 2020) "Rekurs" gegen die vorgesehene Verlegung von der Klinik in Zürich in die Klinik in Rheinau (act. 25

S. 2).

3. Am 22. September 2020 teilte die Beschwerdeführerin der Kammer telefonisch mit, die Fürsorgerische Unterbringung sei aufgehoben worden und sie sei nun wieder zuhause, womit sich das von ihr anhängig gemachte Verfahren erledigt habe. Eine Nachfrage bei der PUK Rheinau, wo die Beschwerdeführerin zuletzt untergebracht war, bestätigte, dass die Fürsorgerische Unterbringung aufgehoben ist und die Beschwerdeführerin die Klinik verlassen hat (act. 28).

4. Damit ist die Fürsorgerische Unterbringung weggefallen, und der Beschwerdeführerin fehlt ein schutzwürdiges Interesse an der Prüfung der vorliegenden Beschwerde (vgl. BGer 5A_675/2013 vom 25. Oktober 2013 E. 3). Die Beschwerde ist abzuschreiben (vgl. § 40 EG KESR und Art. 242 ZPO). Umständehalber sind für das Beschwerdeverfahren keine Kosten zu erheben.

Es wird beschlossen:

1. Das Beschwerdeverfahren wird abgeschrieben.

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz.

3. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, die verfahrensbeteiligte Klinik sowie an die 10. Abteilung - Einzelgericht des Bezirksgerichtes Zürich, je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich

II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw M. Schnarwiler

versandt am:

25. September 2020