Guardianship Placement Release Jurisdiction Dispute
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe appellant sought release from a welfare placement originally ordered by the guardianship authority, following the expiration of the ten-day period for appealing the placement decision itself. The lower court correctly declined to rule on the release request because, after the appeal deadline passed, jurisdiction to decide on a release request falls to the guardianship authority or, if delegated, to the treating facility, not the court that initially upheld the placement. Consequently, the appellate court dismissed the appeal regarding the non-admission of the release request, and also declined jurisdiction over an ancillary claim for damages.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 426 i.V.m, Art. 431 Abs. 2 ZGB, Art. 426 Abs. 4 ZGB, Art. 429 Abs. 3 ZGB, Art. 428 Abs. 2 ZGB, Art. 90 BGG; Guardianship Placement Release Jurisdiction Dispute: The lower court correctly declined to rule on the release request because, after the appeal deadline passed, jurisdiction to decide on a release request falls to the guardianship authority or, if delegated, to the treating facility, not the court that initially upheld the placement. Consequently, the appellate court dismissed the appeal regarding the non-admission of the release request, and also declined jurisdiction over an ancillary claim for damages.
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KI-generiertThe court determined that the responsibility for deciding on the release request lies with the Adult Protection Authority based on this provision, leading to the dismissal of the appeal regarding that part.
The court considered this provision when determining which authority has jurisdiction over the release request.
The court referenced this provision to establish the procedure for filing a release request after the appeal period expires.
This article defines the initial appeal period against decisions regarding the ordering or continuation of protective placement, which frames the context of the case.
This article is referenced in the context of the applicable procedural rules for appealing decisions on protective placement.
This article is referenced in the context of the applicable procedural rules for appealing decisions on protective placement.
This article is cited in conjunction with Art. 431 ZGB as the legal basis for the initial protective placement order by the KESB.
This article is cited in conjunction with Art. 426 ZGB as the legal basis for the initial protective placement order by the KESB.
Cited in the final section as confirmation that the decision constitutes a final decision for the purpose of appeal to the Federal Supreme Court.
Although the court decided not to levy costs (Art. 2 of the operative part), the mention of Art. 64 LTF (legal aid/costs) in the reasoning concerning the appeal's nature implies its procedural relevance, but since it is not explicitly cited in the operative part (orders 1-4), it is excluded based on strict rules.
Volltext
Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: PA160024-O/U
Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister sowie Gerichtsschreiber lic. iur. M. Isler
Urteil vom 9. September 2016
in Sachen
A._____, verbeiständet durch B._____, Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin, sowie
1. Psychiatrische Klinik Schlössli,
2. Kindesund Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Meilen,
Verfahrensbeteiligte,
betreffend fürsorgerische Unterbringung
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes in FU-Verfahren des Bezirksgerichtes Meilen vom 25. August 2016 (FF160044)
Erwägungen:
1. Mit Entscheid vom 1. März 2016 ordnete die Kindesund Erwachsenenschutzbehörde (KESB) des Bezirkes Meilen für A._____ gestützt auf Art. 426 i.V.m. Art.
431 Abs. 2 ZGB die (weitere) fürsorgerische Unterbringung in der Privatklinik Clienia Schlössli in Oetwil am See an (act. 7).
Mit Verfügung vom 25. August 2016 trat das Einzelgericht in FU-Verfahren des Bezirksgerichtes Meilen auf ein Entlassungsgesuch von A._____ vom 22. August 2016 (act. 1) nicht ein und überwies das Gesuch an die Kindesund Erwachsenenschutzbehörde des Bezirkes Meilen (act. 8).
Mit Eingabe an das Obergericht vom 30. August 2016 ersucht A._____ um Entlassung "sofort und für immer (…) und ohne KESB Meilen" (act. 11, insbes. S. III). Die Eingabe wurde als Beschwerde gegen den vorinstanzlichen Nichteintretensentscheid entgegengenommen.
2. Gegen Entscheide über die Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung oder deren Fortdauer (Art. 428 f., 431 ZGB, §§ 27 ff. EG KESR) kann innert zehn Tagen das Einzelgericht angerufen werden (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1, Abs. 2, Art. 450, 450b Abs. 2 ZGB, §§ 62, 63 Abs. 2 EG KESR, § 30 GOG).
Nach Ablauf der zehntägigen Frist kann der Betroffene um Entlassung ersuchen (Art. 426 Abs. 4 ZGB). Darüber entscheidet bei ärztlich angeordneter Unterbringung die Einrichtung (Klinik) (Art. 429 Abs. 3 ZGB), bei Anordnung der Unterbringung durch die Erwachsenenschutzbehörde diese selber, sofern sie die Zuständigkeit nicht im Einzelfall an die Einrichtung übertragen hat (Art. 428 Abs. 2 ZGB).
Wie die Vorinstanz in ihrem Entscheid festgestellt hat, war die zehntägige Frist im Zeitpunkt des Entlassungsgesuchs vom 22. August 2016 abgelaufen. Die Vorinstanz ist deshalb zurecht nicht auf das Entlassungsgesuch der Gesuchstellerin eingetreten. Der erstinstanzliche Entscheid über das Entlassungsgesuch obliegt der Erwachsenenschutzbehörde, sofern sie die Zuständigkeit nicht an die Klinik übertragen hat. Insoweit ist die Beschwerde abzuweisen.
Soweit die Gesuchstellerin mit ihrer Eingabe Schadenersatz beantragt (act. 11
S. III), ist darauf mangels Zuständigkeit nicht einzutreten.
3. Umständehalber sind keine Kosten zu erheben.
Es wird erkannt:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, die weiteren Verfahrensbeteiligten und die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.
4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).
Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.
Es handelt sich im Wesentlichen um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.
Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer
Der Gerichtsschreiber:
lic. iur. M. Isler
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