Tenant Denied New On-Site Inspection in Luxury Rental Dispute
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn a dispute over whether a rental property was luxurious, the tenant refused a court-appointed expert access to the property, leading to an expert opinion based on external observation and other information. The lower court also conducted its own on-site inspection and, based on this and other evidence, ruled the property luxurious. The tenant appealed, requesting a new on-site inspection by the appellate court, arguing the luxury determination was subjective. The appellate court denied the request, stating that while re-examining evidence is permissible under Article 316(3) of the Code of Civil Procedure, it is only warranted if new insights are expected; here, the lower court's inspection was well-documented, and a review of the decision was possible without repeating the inspection.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 316 Abs. 3 ZPO, Art. 253b Abs. 2 OR, Art. 164 ZPO; Tenant Denied New On-Site Inspection in Luxury Rental Dispute: The lower court also conducted its own on-site inspection and, based on this and other evidence, ruled the property luxurious. The tenant appealed, requesting a new on-site inspection by the appellate court, arguing the luxury determination was subjective. The appellate court denied the request, stating that while re-examining evidence is permissible under Article 316(3) of the Code of Civil Procedure, it is only warranted if new insights are expected; here, the lower court's inspection was well-documented, and a review of the decision was possible without repeating the inspection.
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KI-generiertCited to justify that a repeated taking of evidence in the appeal is permissible but only if a relevant gain in knowledge can be expected.
Volltext
Art. 316 Abs. 3 ZPO, Beweisabnahme in der Berufung. Auch das Wiederholen einer Beweisabnahme ist möglich; das ist aber nur anzuordnen, wenn davon ein relevanter Erkenntnisgewinn zu erwarten ist.
Es geht um die Frage, ob das streitige Mietobjekt luxuriös sei (Art. 253b Abs. 2 OR). Der beklagte Mieter verwehrte dem gerichtlich bestellten Gutachter den Zugang zum Haus, so dass das Gutachten aufgrund einer Besichtigung von aussen und anderen Grundlagen erstellt werden musste. Das Gericht beliess es nicht bei der Anwendung von Art. 164 ZPO, sondern nahm noch selber einen Augenschein vor.
(aus den Erwägungen des Obergerichts:)
(Die Mieter tragen vor,) zu Unrecht sei die Vorinstanz zum Schluss gekommen, dass das Mietobjekt luxuriös sei. Die Vorinstanz habe sich bei [ihrem] Urteil massgeblich auf einen Augenschein gestützt. Da der Entscheid über den Luxuscharakter ausgesprochen subjektiv sei, stellte der Beklagte den Antrag, dass durch die Berufungsinstanz ein erneuter Augenschein durchzuführen sei.
(…)
Der Beklagte stellt den Antrag auf Durchführung eines Augenscheins durch die Berufungsinstanz. Die nochmalige Abnahme eines Beweises durch die Berufungsinstanz ist zulässig (Art. 316 Abs. 3 ZPO), aber nur vorzunehmen, wenn davon ein Erkenntnisgewinn zu erwarten ist. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Die Vorinstanz hat den Augenschein durch Wortprotokoll und Fotos sorgfältig dokumentiert und sich mit den Feststellungen in der Entscheidbegründung einlässlich auseinandergesetzt. Die Überprüfung des Entscheides ist ohne Wiederholung des Augenscheins ohne weiteres möglich. Der Antrag ist abzuweisen.
Obergericht, II. Zivilkammer
Urteil vom 6. Januar 2015 Geschäfts-Nr.: NG140002-O/U