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NG130008 • OG ZH NG130008 KI-generiert

Agricultural Lease Disputes Not Subject to Mandatory Conciliation

Geschäftsnummer NG130008
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Disputes arising from agricultural leases are not subject to the mandatory conciliation procedure before the parity commission specified in the relevant procedural code article, which applies to disputes concerning the lease and rental of residential and commercial premises, as the specific legislation governing agricultural leases requires recourse first to the Justice of the Peace and then to the tenancy court. This distinction is based on the fact that the procedural code article adopted terminology from the Obligations Code, which differentiates between commercial premises and agricultural leases, and the canton in question did not extend the competence of the parity conciliation authority to agricultural lease disputes under its cantonal law.

Legislator-Regeste

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Art. 200 Abs. 1 ZPO, Art. 47 LPG, Art. 200 ZPO, Art. 276a Abs. 2 OR; Agricultural Lease Disputes Not Subject to Mandatory Conciliation: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., 2. Aufl. 2013, Art. 200 N 3). Gemäss Art. 276a Abs. 2 OR ist zwischen der Miete und Pacht von Geschäftsräumen und der landwirtschaftlichen Pacht (gemäss LPG) zu unterscheiden, auch wenn von der landwirtschaftlichen Pacht rein begrifflich oft auch Wohnund Geschäftsräume erfasst sind. Zwar stünde es den Kantonen frei, der paritätischen Schlichtungsbehörde in Mietund Pachtsachen auch die Schlichtung von Streitigkeiten aus landwirtschaftlicher Pacht zu unterstellen, doch hat dies der Kanton Zürich in § 66 GOG nicht getan, weshalb § 57 GOG greift (Hauser/Schweri/Lieber, GOG-Kommentar, § 66 N 1).

Schlagwörter

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landwirtschaftliche Pacht Einigungsverfahren Obligationenrecht Wohnraummiete nicht-administrative Streitigkeit Friedensrichteramt Paritätische Schlichtung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Art. 200 Abs. 1 ZPO, paritätische Schlichtung. Die Bestimmung gilt nicht für landwirtschaftliche Pacht.

(aus den Erwägungen des Obergerichts:)

In Streitigkeiten aus landwirtschaftlicher Pacht ist zuerst der Friedensrichter und hernach das Mietgericht anzurufen (Art. 47 LPG i.V.m. Art. 197 f. ZPO und § 57 GOG bzw. § 21 Abs. 1 lit. b GOG). Die Zuständigkeit des Friedensrichters (anstatt der paritätischen Schlichtungsbehörde in Mietund Pachtsachen) ergibt sich daraus, dass Art. 200 ZPO (welcher eigentlich nur aArt. 274a OR ersetzt, vgl. Botschaft zur eidgenössischen ZPO S. 7330) mit den "Streitigkeiten aus Miete und Pacht von Wohnund Geschäftsräumen" die Terminologie des OR übernimmt (vgl. auch Honegger in:

Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., 2. Aufl. 2013, Art. 200 N 3). Gemäss Art. 276a Abs. 2 OR ist zwischen der Miete und Pacht von Geschäftsräumen und der landwirtschaftlichen Pacht (gemäss LPG) zu unterscheiden, auch wenn von der landwirtschaftlichen Pacht rein begrifflich oft auch Wohnund Geschäftsräume erfasst sind. Zwar stünde es den Kantonen frei, der paritätischen Schlichtungsbehörde in Mietund Pachtsachen auch die Schlichtung von Streitigkeiten aus landwirtschaftlicher Pacht zu unterstellen, doch hat dies der Kanton Zürich in § 66 GOG nicht getan, weshalb § 57 GOG greift (Hauser/Schweri/Lieber, GOG-Kommentar, § 66 N 1).

Obergericht, II. Zivilkammer

Urteil vom 22. August 2013 Geschäfts-Nr.: NG130008-O/U